logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (348)

Sehr geehrtes Brautpaar!
Geschätzte Trauzeugen !
Werte Hochzeitgäste!

Ich darf Sie alle recht herzlich im Standesamt ................... willkommen heißen.

Für die, die mich noch nicht kennen, mein Name ist ......... und ich bin seit fünf Jahren Standesbeamtin.

Wir sind hier zusammengekommen, um die Eheschließung zwischen Euch beiden, Frau .................. und Herr ................ zu begehen.

Der heutige Tag soll Euch lange als schöner Hochzeitstag in Erinnerung leiben und ich als Standesbeamtin werde mich bemühen, meinen Teil dazu beizutragen.
Auch für mich als Standesbeamtin ist eine Trauung keine Routine.
Es ist nicht immer leicht für einen Standesbeamten zu so einem feierlichen Anlass die richtigen Worte zu finden.

Liebe ............., lieber .............!
Wie Ihr in den letzten Tagen und Wochen sicherlich bemerkt habt, ist das heiraten immer mit viel Stress verbunden und deshalb kommen viel, die sich zu diesem Schritt entschlossen haben vor lauter Hochzeitsvorbereitungen gar nicht dazu sich ein paar Gedanken über die Ehe zu machen.
Ich nehme nun auch die Gelegenheit wahr und stelle nun noch ein paar Gedanken zur Ehe, zum Heiraten in den Raum.

Heiraten ist nicht das Happy-End einer Liebesbeziehung, sondern der Beginn der Ehe.
Ihr seid nun mit der heutigen Eheschließung dazu bereit eine tolle Leistung zu vollbringen. Diese Leistung besteht darin, eine gelungene Ehe zu führen.
Nun fragt Ihr zu Recht: " Wie führe ich eine gelungene Ehe?"
Die Antwort ist -
Es gibt kein Patentrezept dafür.

Aber als wichtiger Eckpfeiler einer Ehe sehe ich das VERTRAUEN.
Vertrauen ist die allererste Voraussetzung für ein dauerhaftes Eheglück.
Gegenseitiges Vertrauen heißt zu wissen, dass jeder für den anderen da ist, aber auch zu akzeptieren und zu ermöglichen, dass jeder sein Eigenleben führen kann.

Das oberste Gebot Eures "MITEINANDER LEBENS" soll nicht so sehr das eigenen Glück sein, sondern das Bestreben, den Partner/ die Partnerin glücklich zu machen:
Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt."
Probiert es aus, ihr werdet sehen, das es stimmt.

Ein weiter Eckpfeiler der Ehe ist wie schon erwähnt die LIEBE:

Hier gibt es einen wirklich sinnvollen Spruch der Korinther Vers 13,4-8a Diesen finde ich sollte bezeichnend für Euer ganzes gemeinsames Leben sein. Es ist ein Vers über die Liebe.

"Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf; sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf."

Denn die Liebe ist die Grundlage Eures gemeinsamen Beisammenseins.
Die Liebe ist gegenseitiges Verstehen - oder besser der Versuch sich gegenseitig zu verstehen. Dieser Versuch kann jedoch nur dann gelingen, wenn beide Partner immer wieder aufs Neue aufeinander zugehen.

Vielleicht werden auch weniger glückliche Tage auf Euch zukommen, aber gerade dann könnt Ihr Eure Liebe zueinander unter Beweis stellen.

Das wichtigste in schwierigen Situationen ist es, miteinander zu reden, sich auch für die Probleme des Anderen zu interessieren und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.
Es ist sicher ein sinnvolles Ziel, wenn Ihr Euch Eure Erlebnisse, die heiteren auch die traurigen erzählt. Je mehr der eine vom anderen weiß, desto enger seid Ihr miteinander verbunden.

Wolfgang Ambros singt in einem Lied "Langsam wox ma zam" und genau dieses Zusammenwachsen wünsche ich Euch für Eure Ehe. Es kann ganz langsam vor sich gegen, aber Ihr habt viel Zeit und ich wünsche euch gutes Gelingen für Euer Vorhaben.

Ich möchte nun zu diesem Teil kommen, warum Ihr eigentlich heute hierhergekommen seid, zum sogenannten "Konsensgespräch.

Da Ihr alle Voraussetzungen für das zustande kommen einer rechtskräftigen Ehe erfüllt habt -
Ersuche ich Euch sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage Dich lieber Bräutigam .................................... willst Du die Ehe mit ................................... eingehen, dann antworte bitte mit "JA".

Nun frage ich Dich liebe Braut ........................ willst Du die Ehe mit .................. eingehen, dann antworte bitte mit "JA".

Aufgrund Eurer beiden ausgesprochenen "JA-Worte" spreche ich aus, dass Ihr nun Kraft Gesetztes rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Ihr könnt euch nun gegenseitig eure Ringe anstecken zum äußeren Zeichen der Verbundenheit.

Ihr dürft auch nun küssen.

Bitte nehmt nun wieder Platz.

Anlässlich Eurer Hochzeit wurde im Ehebuch unseres Standesamtes ein neuer Eintrag angelegt.
Ich werde diesen nun auszugsweise vorlesen.

V o r l e s e n

Musik ein

Ich bitte Euch nun diesen Eintrag mit Euren Unterschriften zu ergänzen.
(Unterschrift: Braut (...............), Bräutigam, Trauzeugen, Standesbeamter)

Übergabe der Hochzeitsmappe an den Bräutigam.


Glückwünsche:

Nachdem nun dem Gesetze genüge getan ist, möchte ich Euch alles Gute auf Eure weiteren gemeinsamen Lebensweg wünschen, viel Glück, Erfolg, Gesundheit und vor allem viel Freude mit eurer lieben kleinen Victoria.

Es möge sich in Eurer Ehe finden was Ihr euch erhofft und erwartet.
Möge Eure Ehe nicht von Zank und Streit, sondern von gegenseitigen Verstehen, Toleranz und Wertschätzung des Partners geprägt sein. Ihr dürft aber kein Wunder voneinander erwarten, seid Ihr beide doch nur Menschen .
Ich wünsche, dass die Sonnentage in Eurem leben bei weitem überwiegen und dass Ihr Euch gerne an dieses heutige Versprechen erinnert.

Gleichzeitig möchte ich die besten Glückwünsche unseres Herrn Bürgermeister für euren gemeinsamen Lebensweg überbringen, der heute leider wegen einer sehr wichtigen sportlichen Veranstaltung verhindert ist, persönlich die Glückwünsche zu überbringen.




 
zurück zur Übersicht