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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (349)

Trauung

Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen, geschätzte Hochzeitsgäste!

Ich begrüße sie sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung hier beim Standesamt in .

Liebe , lieber !

Längere Freundschaft und gute Überlegung führen euch heute hierher um im Kreise eurer Anverwandten und Freunde den Bund der Ehe zu schließen.

Jeder von euch ging in der Jugendzeit seinen eigenen Weg. Seit einiger Zeit geht ihr diesen als Freunde miteinander. Von heute an wollt ihr euren Lebensweg als Ehepartner zurücklegen, erfüllt von dem Bewusstsein, dass ihr damit euren Lebensinhalt gegenseitig erweitert und bereichert.

Die Eheschließung bedeutet in erster Linie zwar den Schritt ins "große Glück", dieser Schritt aber, bei ehrlicher Einschätzung, in der weiteren Folge auch einmal mit dem einen oder anderen Problem verbunden sein kann. Ihr seht aufgrund eurer Lebenserfahrung eurem Eheleben mit Realismus entgegen und habt euch bestimmt schon überlegt, wie ihr euren Ehealltag gestalten wollt.

Doch auch diese Erfahrung wird euch von der gegenseitigen Rücksichtnahme, Achtung, Liebe und Treue nicht befreien. Dies sind unbedingte Vorraussetzungen wenn eure Ehe Bestand haben soll.

In der heutigen Zeit ist es aber auch unbestritten, auch in der Ehe genügend persönlichen Freiraum zu haben. Nur so besteht die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Dann kann der Eindruck, durch die Ehe eingeengt oder gar gefangen zu sein, nicht entstehen. Im Gegenteil, die Ehe ist dann der Ausgangspunkt für die Lebensfreude und ein sinnvolles Lebensziel.

Meist wünscht man neu vermählten Eheleuten, sie sollen ein Herz und eine Seele werden.

Ich wünsche euch dass ihr zwei Herzen und zwei Seelen bleibt, denn sonst würden das Herz und die Seele eines Menschen verloren gehen.

Ein Leitspruch für eure gemeinsame Zukunft könnte lauten:

Wir stehen zueinander, wir halten zueinander
und - was besonders wichtig ist -
wir lassen einander genügend Freiraum für die persönliche Entfaltung.

Ich wünsche euch beiden die Fähigkeit, die Dinge der Welt realistisch zu sehen, das heißt, sie so zu sehen, wie sie sind und nicht, wie sie nach eigener Meinung sein sollten und dass ihr den Fehlern des Partners verständnisvoll und tolerant gegenübersteht und diese mit Geduld ertragt.

Ihr habt sicherlich beide das Gefühl, füreinander bestimmt zu sein und die Überzeugung, in eurem gemeinsamen Leben nicht nur gut miteinander auszukommen, sondern auch glücklich zu werden


Ein Zitat von Albert Schweitzer heißt:


"Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt."


Versucht, in allen Situationen des täglichen Lebens aufeinander Rücksicht zu nehmen, dem Partner stets in menschlicher Weise zu begegnen und ihm auch die notwendige Achtung entgegenzubringen.

Denkt immer daran, jeder von euch hat seine Fehler und der andere die Last, diese auch zu ertragen.

Redet miteinander, damit es in eurer Ehe nie soweit kommt, dass ihr euch nichts mehr zu sagen habt.

Zeigt euch immer wieder, wie viel ihr einander Wert seid, wie viel ihr euch an Liebe und Verständnis geben könnt, das ihr euch gegenseitig braucht und miteinander den gemeinsamen Lebensweg gehen wollt.

Der deutsche Liedermacher Reinhard May beschreibt in einem seiner Lieder sehr schön, was aus einer Ehe werden kann, wenn es da lautet:
"Ich glaub die Zeit lässt Menschen die einander solang lieben, so ähnlich fühlen, dass sie sich einander ähnlich sehen."

Möge eure Liebe auch solange anhalten, dass dies auf euch zutrifft und dass euer heutiges "Ja" zu einer solchen Gemeinschaft heranwächst, das wünsche ich euch von ganzen Herzen.

Zur Eheschließung bitte ich euch nun aufzustehen.

Ich frage dich, , ist es dein freier und ungezwungener Entschluss mit der hier anwesenden Braut den Bund der Ehe einzugehen, dann antworte bitte mit Ja!
Nun frage ich auch dich, , ist es dein freier und ungezwungener Entschluss mit dem hier anwesenden Bräutigam den Bund der Ehe einzugehen, dann antworte bitte ebenfalls mit Ja!

Nachdem ihr vor dem Standesbeamten und den Trauzeugen erklärt habt, den Bund der Ehe miteinander eingehen zu wollen, erkläre ich hiermit, dass ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Die Ringe die ihr mitgebracht habt und im Anschluss tauschen werdet, sind Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue. Sie haben keinen Anfang und kein Ende und können ohne Gewalt nicht getrennt werden. Und so soll es auch in eurer Ehe sein.

Ringwechsel

Als dauerhaftes Zeugnis eurer Eheschließung wird eure Ehe ins Ehebuch des Standesamtes eingetragen. Diesen Eintrag möchte ich nun vorlesen und das Brautpaar und die Trauzeugen im Anschluss um die Unterschriften bitten.

Ehebuch des Standesamtsverbandes Nr. ............usw.

Mit eurem Ja- Wort und eurer Unterschrift habt ihr jetzt wohl die Ehe geschlossen, eine richtige eheliche Gemeinschaft müsst ihr beide jedoch selbst leben und erleben.

Wenn heute eure Kinder, Geschwister, Eltern, Verwandte und Freunde mit euch zusammen diesen Festtag feiern, so möge dieser Kreis, aus dem ihr heute heraustretet, euch auch künftig immer eine Heimat bedeuten.

Nehmt die frohe Stimmung und die gute Laune des heutigen Tages mit auf euren gemeinsamen Lebensweg und ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr diesen mit Erfolg gehen könnt.

Somit ist der offizielle Teil dieser Trauung beendet.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Nachmittag und frohe Stunden bei der anschließenden Feier.

 
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