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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (355)

Liebe.., lieber ., ich darf Euch, Eure Trauzeugen, die Eltern, Geschwister sowie alle übrigen Hochzeitsgäste sehr herzlich zur standesamtlichen Trauung begrüßen.

Bei bekannten Brautleuten wird zuerst kurz auf persönliche Gegebenheiten, Leistungen usw. eingegangen und danach mit der eigentlichen Trauungsrede begonnen.

Liebe .., lieber ..!

Im Leben eines jeden Menschen gibt es Momente die seine Zukunft entscheiden. Auch Ihr steht heute an einem solchen Wendepunkt und wollt durch freien Entschluß Eurer bisheriges Leben ändern. Auch wenn Euch einige Zeit bereits eine enge und innige Gemeinschaft verbindet, so wird manches sicherlich eine andere Betrachtungsweise erhalten. Was durch Euer gemeinsames "Ja" deutlich gemacht wird, ist Euer Wille zu einer inneren und äußeren Gemeinschaft auf Dauer. Durch den Ehebund übernimmt man gegenseitige Verantwortung, man rückt ganz einfach noch näher zusammen.
In solchen lebensbedeutenden Stunden denkt man sicher auch daran was die Zukunft bringen wird. Ein Blick in die Zukunft ist uns Menschen durch eine weise Fügung des Schicksals aber nicht vergönnt.
Denn könnte man erahnen was vor einem liegt, dann wäre das Leben kaum noch lebenswert, es würden der Lebensinhalt und das bewußte Streben fehlen.
Dieses unbestimmte der Zeit bringt viele frohe und glückliche Tage, aber auch manches Leid. Und umso eher wird man auf der Sonnenseite des Lebens wandeln, wenn man einen verläßlichen Partner zur Seite hat.

Ein Dichter sprach dazu aus: Der Mensch braucht den Menschen und ein anderer meinte dazu: Wer den Kameraden fand, griff die Sonne mit der Hand. Mit einem solchen Partner wollt Ihr nun in eine glückliche Zukunft gehen.

Im Leben von uns Menschen gibt es viele Möglichkeiten das Zusammensein glücklich zu gestalten. Es muß nur jeder selbst etwas dazu beitragen. Ein altes Sprichwort sagt dazu treffend: jeder ist seines Glückes Schmied.
Und Glück wird Euch heute von allen Seiten zu Eurem Ehebund gewünscht werden.

Das Glück und das Glücklichsein, von dem alle sprechen und nach dem sich alle sehnen besteht glaube ich aus vielen Teilen und Teilchen, die erst als wohlgeformtes Ganzes, das ganze Glück ergeben.
Dazu gehören die Zuverlässigkeit und die Treue des Partners. Denn ohne sie ist alles unsicher. Wir möchten uns immer auf den anderen verlassen können.
Dazu gehört auch das Verständnis des anderen, das man von ihm auch dann erwartet, wenn man mit seinen Gedanken, Gefühlen und manchmal sicherlich auch Sorgen zu ihm kommt.
Und dazu gehört die Hoffnung auf eine gemeinsame gute Zukunft und der Geborgenheit in der Ehe.
Das sind nur einige Beispiele, die mir dazu einfallen. Es gibt aber bestimmt noch viele andere, die das gemeinsame Glück und Glücklichsein ausmachen.

Voll Zuversicht und Erwartung vertraut Ihr einander Euer Lebensglück und Eure Zukunft an. Vertrauen habt Ihr bereits seit Eurem Kennenlernen aufgebaut. In der Ehe soll dieses Vertrauen vertieft werden und so ein dauerhaftes Fundament für Euer gemeinsames Leben geschaffen werden.

Wir kommen nun zum wichtigsten Teil der Trauung, dem Ehekonsensgespräch. Ich darf daher das Brautpaar und die Trauzeugen bitten sich von den Sitzen zu erheben.

Ich frage zuerst den Bräutigam, ... ist es Dein freier Wille und fester Entschluß die Ehe mit ... einzugehen? Und die gleiche Frage stelle ich auch an die Braut, ..., ist es auch Dein freier Wille und fester Entschluß die Ehe mit ... einzugehen?
Nach Eurem gemeinsamen "Ja" freue ich mich aussprechen zu können, daß Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Die Ringe, die Ihr Euch nun gegenseitig anstecken werdet, sind Sinnbild des in sich Geschlossenen, der Einheit und der Treue, sie haben keinen Anfang und kein Ende und können ohne Gewalt nicht getrennt werden. So soll es auch in Eurer Ehe sein. Steckt Euch daher die Ringe gegenseitig an.
Das Eheversprechen ist auch in schriftlicher Form festzuhalten. Die Urkunde, die hierüber erstellt wurde, werde ich nun verlesen und danach bitte ich das neuvermählte Paar und die Trauzeugen diese Urkunde zu unterschreiben.




Liebes neuvermähltes Paar!

Oftmals wird das Schließen des Ehebundes auch als Einlaufen in den Hafen der Ehe dargestellt.
Ich glaube man steht viel eher am Ursprung einer Quelle der Liebe, einer Quelle der Zuneigung, einer Quelle der gemeinsamen Interessen. In jedem Fall beginnt der Fluss des gemeinsamen Lebens mit der heutigen Quelle zu fließen.
Und zumeist wird es ruhig dahingehen, auf einmal werden aber auch Wirbel und Stromschnellen kommen. Und dann gilt es sich recht zu verhalten, um die Tücken zu bewältigen. Aber durch Zusammenstehen wird man auch solche Hindernisse meistern.
Das Bild vom Hafen erscheint mir deshalb nicht ganz richtig, denn schließlich ist das Schließen des Ehebundes ein Anfang, wie eben eine Quelle.
Möge daher der durch die heutige Quelle entstandene Fluss des gemeinsamen Lebens, der einer innigen und harmonischen Gemeinschaft werden. Das wünsche ich Euch am Ende dieser standesamtlichen Trauung von ganzen Herzen!


 
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