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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (377)

Jeder Mensch ist auf der Suche nach dem passenden Gegenstück, nach einem Partner, der einen als ganze Persönlichkeit annimmt, der viele verschiedene Bilder von einem sieht, und zwar nicht nur die äußerlichen Bilder, sondern der auch nach Innen schaut; hinter die Fassade und erkennt, wie es in diesem geliebten Menschen, aussieht, wie dieser Mensch fühlt. Der diesem Menschen nah ist. Der die Entwicklung des Partners nachvollzieht, der ihn unterstützt und reifen lässt, und vor allen Dingen: der ihm Zuneigung und Achtung entgegenbringt.

Sie beide sind bereits glücklich am Ende Ihrer Suche nach ihrem persön-lichen Gegenstück angelangt. Mit der heutigen Entscheidung stehen Sie aber auch am Anfang von neuen Herausforderungen:

Der Herausforderung, den Alltag, der einkehren wird, als Ehepaar zu meistern und die Ehe über viele Jahre harmonisch und lebendig zu ges-talten.
Der Herausforderung, anstehende weitreichende Entscheidungen, so zu treffen, dass sich keiner benachteiligt fühlt.
Der Herausforderung Kompromisse zu machen ohne vorwurfsvoll zu werden die eigenen Ziele nicht durchgesetzt zu haben.
Der Herausforderung, in Krankheit oder Not, dem anderen beizustehen und ihm Hoffnung und Kraft zu geben.
Und der größten Herausforderung von allen, zu verzeihen und sich nicht abzuwenden, wenn der andere einen Fehler gemacht hat.

Herausforderungen sind dazu da gemeinsam gemeistert zu werden, denn dadurch wird sich Ihre Beziehung weiterentwickeln.
Wie auch das Leben ein Prozess ständiger Entwicklung ist. Jeder Tag prägt die Menschen auf irgendeine Weise neu.
Wir alle machen neue Erfahrungen und sind eingebunden in ein Netz von Beziehungen verschiedenster Art. Beziehungen zur Familie. Zu Freunden. Zu Nachbarn. Zu Arbeitskollegen.
Der Beziehung zum Ehepartner kommt dabei eine ganz besondere Be-deutung zu. Nicht nur, weil Sie die meiste Zeit miteinander verbringen, sondern auch, weil zwischen Ihnen eine große Vertrautheit besteht. Weil Sie dem anderen Ihr Vertrauen bereits am Anfang der Beziehung geschenkt haben. Und weil dieses Vertrauen nicht enttäuscht werden möchte.

Wahrscheinlich haben Sie sich einen Teil Ihrer Lebensgeschichte gegenseitig erzählt. Verständnis und Zuneigung für das Wesen des ande-ren ist daraus erwachsen und nach einer gemeinsam erprobten Zeit ha-ben Sie beide den Entschluss gefasst, sich heute trauen zu lassen und ihrer Beziehung damit einen ganz offiziellen und natürlich auch rechtlichen Status zu geben.

Sie stehen nun am Anfang Ihres Ehelebens, und ich möchte Ihnen an dieser Stelle alles erdenklich Gute für Ihre gemeinsame Zukunft wünschen.





 
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