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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (383)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Trauzeugen und Gäste!
Ich heiße Sie hier im Trauungssaal herzlich willkommen und hoffe, Sie hatten eine angenehme Anfahrt.

Sie sind zur Eheschließung vor mich als Standesbeamtin getreten, um auch vor dem Gesetz eine Lebensgemeinschaft zu begründen.

Die meisten Menschen möchten nicht allein durchs Leben gehen, sondern wünschen sich eine Partnerschaft, in der jeder Anteil an den Freuden und Sorgen des anderen nimmt. Sie möchten sich bei einem anderen aussprechen können und mit ihm gemeinsame Ziele verfolgen.

Das erscheint vielen gerade heute wichtig, da sich die sozialen Gefüge stark verändern und überhaupt alles in einem schnellen Wandel begriffen ist. Ein bisschen Stabilität tut da ganz gut. Und dafür sind die Menschen auch bereit, auf den anderen einzugehen und Verantwortung für ihn und die gemeinsame Beziehung zu übernehmen.

Vielleicht fällt dies gerade zwei Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung leicht. Denn sie wissen ja, dass es im Leben ohne Kompromisse nicht geht.
Und sie wissen, dass niemand vollkommen ist, dass jeder Mensch seine Stärken, aber auch seine Schwächen hat.

Und vor allem wissen sie, was sie wollen: das Zusammenleben mit dem Menschen, den sie schätzen und lieben. Eine Partnerschaft, die auf Verständnis, Vertrauen und Toleranz aufbaut.

Um Ihre Ehe nun zu schließen, bitte ich Sie und die beiden Zeugen, sich von Ihren Plätzen zu erheben.

Als Symbol für Ihre Verbundenheit gelten nach wie vor die Eheringe, die Sie sich jetzt gegenseitig anstecken können.

Sie haben nun die Ehe geschlossen, Sie sind rechtmäßig verbundene Eheleute geworden. Jetzt liegt es großteils an Ihnen beiden selbst, wie Sie Ihre gemeinsame Zukunft gestalten werden.

Bemühen Sie sich, stets aufeinander Rücksicht zu nehmen, sprechen Sie sich bei Meinungsverschiedenheiten aus. Und sollte es einmal notwendig sein, zeigen Sie auch den guten Willen, einander verzeihen zu können.

Denn trotz aller Vorsätze wird auch in Ihrer Ehe, wie sicherlich in fast jeder anderen auch, nicht immer alles Gold sein, was glänzt, Sie werden auch hin und wieder nicht einer Meinung sein.

Seien Sie deshalb stets bemüht, Ihrem Partner zu zeigen, dass Sie füreinander Verständnis haben und dem anderen auch Fehler verzeihen können - denn bedenken Sie, kein Mensch ist fehlerfrei, und man tut ja selbst auch nich timmer gerade das, was dem anderen richtig erscheint.

Und wenn Sie in Ihrer Ehe und Familie diesem guten Willen den entsprechenden Stellenwert einräumen, bin ich sicher, dass Sie in einer schönen und glücklichen Gemeinschaft leben werden und auch Ihrem Sohn ein geborgenes Zuhause geben können.

Ich wünsche Ihnen das Beste auf Ihrem weiteren gemeinsamen Lebensweg. Erinnern Sie sich immer wieder gerne an Ihren Hochzeitstag.
Nehmen Sie die frohe Stimmung und die gute Laune mit und beginnen Sie eine gute, harmonische und vor allem glückliche Ehegemeinschaft.

Ich möchte diese feierliche Stunde mit einem Zitat von Mark Twain schließen:
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.


 
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