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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (385)

Liebe .........., lieber ......,
sehr geehrte Trauzeugen, Eltern der Brautleute und Gäste dieser Trauung !

Zu diesem schönen Anlaß, der standesamtlichen Trauung von ............ und ......, möchte ich Euch alle, hier im Standesamt ...., recht herzlich begrüßen.
Vorallem Dich ...... und Dich ....., hier im Kreise Eurer Familien, als Braut und Bräutigam.

Dieser heutige Tag ist für EUCH beide sicherlich ein besonderer in Eurem Leben. Denn genau vor fünf Jahren habt Ihr freundschaftlich zueinander gefunden und dieses Datum, der 5. Juni 2007, wird Euch aufgrund des heutigen Ereignisses jetzt noch mehr in Erinnerung bleiben.

Ihr beide habt EUCH nach längerer Freundschaft schätzen und lieben gelernt und nun entschlossen, eine Weggemeinschaft, sprich EHE, einzugehen.
Glückwunsch an EUCH beiden für diesen gemeinsamen Schritt in das Eheleben.

Ich möchte auch sagen, dass es ein bedeutender Tag ist, wenn sich 2 junge Menschen zum Schritt in eine gemeinsame Zukunft, sprich EHE, entschließen.

Eine EHE ist wohl die kleinste Gemeinschaft, welche wir in unserer Gesellschaft haben, doch sie ist sicherlich die Wichtigste.

Ich bin der Meinung und Ihr werdet mir beipflichten, eine EHE IST NICHT -- sondern eine EHE WIRD. Dieses WERDEN beginnt schon beim ersten Kennenlernen. Geht über die Zeit des Verliebtseins zu dem Tag, an dem man beschließt, nicht nur ein paar Stunden, sondern den Lebensaltag miteinander zu verbringen.
Und zu diesem gemeinsamen Weg habt Ihr Euch nach 5 Jahre entschlossen.

Das heutige Versprechen ist aber nur ein kleiner Schritt zu einer GEMEINSAMKEIT zwischen EUCH beiden. Hiezu bedarf es sicherlich einiges mehr.

Denn dieses Gemeinsame, zwischen Dir ......... und Dir ......., wird nicht mit dem heutigen Tage erlangt, sondern eine Ehe wächst und reift mit der Zeit.

Ich möchte dies mit einem Vers kurz andeuten:

Begeht doch nicht den Irrtum zu meinen:
sich hinsetzen und glücklich zu sein.
Hochzeit ist kein Ende, sondern ein Anfang.
Anfang, sich täglich, ja stündlich neu zu bemühen, des anderen Menschlichkeit zu erkennen, zu verstehen, zu verzeihen und eines am anderen zu wachsen, zu dulden und zu reifen.


Eine gute Ehe zu führen, heißt auch ständig dafür zu arbeiten, denn „von nichts kommt nichts“.

Vorallem soll sie stets durch das gegenseitige Beitragen gestärkt werden. Denn in einer Ehe kann sich nicht einer allein weiterentwickeln. Der Weg ist und soll immer ein gemeinsamer sein.

In wenigen Augenblicken werdet Ihr beide, Du ...............und Du ........, eine Entscheidung treffen, die EUER zukünftiges Leben vielleicht nicht mehr verändern und auch nicht neu gestalten wird.

Doch eine solche Entscheidung bedeutet Verantwortung für den eigenen Lebensweg, auch Mitverantwortung für den Weg des Partners und für die Familie.

Setzt diese Tugend der Verantwortung gegenüber dem Ehepartner auch immer wieder ein. Seid Euch immer bewußt, daß ihr mit dem Jawort eine große Pflicht und Bereitschaft zu tragen habt.


In diesem Sinne kommen wir zum Eigentlichen der Eheschließung. Ich bitte Euch zu diesem Anlass aufzustehen und meine Fragen, die ich vom Gesetz her an Euch zu richten habe, mit einem deutlichen „JA“ zu beantworten.

Die Ehe wird dadurch geschlossen, daß Ihr beide in Gegenwart von 2 ZEUGEN, vor dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklärt, die EHE miteinander eingehen zu wollen.
So gesehen stellt dieses schöne Ereignis einen sehr persönlichen Vertrag zwischen Mann und Frau, sprich Euch beiden, dar.


In Gegenwart der Zeugen frage ich Dich, ........: Ist es Dein freier Wille und fester Entschluß, mit ............... den Bund der Ehe einzugehen und sie als Deine Frau anzunehmen, dann antworte mit „JA“?

Vor den anwesenden Zeugen frage ich auch Dich, ...............: Ist es Dein freier Wille und fester Entschluß, mit ........... den Ehebund zu schließen und ihn als Deinen Mann anzunehmen, dann antworte ebenfalls mit einem „JA“?

Nachdem Ihr beide, vor mir und den beiden Trauzeugen, den Willen einer gemeinsamen EHE geäußert habt, kann ich nun aussprechen, daß Ihr von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Ihr habt ab dem heutigen Tag den gemeinsamen Familiennamen . . . . zu führen.

Als äußeres Zeichen Eurer inneren Verbundenheit bitte ich Euch, die Eheringe gegenseitig anzustecken.


Euer gemeinsames Versprechen und dieser bedeutungsvolle Beginn eines neuen Lebensabschnittes, ist im Ehebuch der ..... eingetragen. Ich werde dieses Ehebuch vorlesen und bitte EUCH und die beiden Trauzeugen, diese EHE mit Euren Unterschriften zu beglaubigen.



Liebe ..........., lieber ............. !
Das ICH und DU zwischen EUCH ist damit zum WIR.

Ihr habt Euren gemeinsamen Willen mit einem JA-Wort bekräftigt. Dieses JA ist ein erfreuliches JA und soll auch ein eindeutiges JA sein. Es ist ein JA zu Euch, wie Ihr seid und vor allem wie Ihr werden könnt.

Einerseits sind es oft die EIGENHEITEN des Partners, die ihn so liebenswert machen, andererseits erfordern seine „kleinen“ Schwächen manchmal auch viel Geduld.
Und diese Geduld solltet Ihr immer wieder aufbringen, um Euren gemeinsamen Weg auch weiterhin füreinander gehen zu können.

Geschätztes Brautpaar !
Mit dem gegenseitigen Zugeständnis Euren Lebensweg gemeinsam zu gehen, dem gemeinsamen Familienname ........, den Ihr ab heute führen werdet und die Eheringe, die Ihr Euch soeben angesteckt habt, das alles sind Zeichen dafür, daß Ihr ab nun auch wirklich zusammengehört.

Mit einem Gedicht möchte ich Eure standesamtliche Trauung beenden:

Das Glück eines jeden Menschen liegt vor ihm, wie die rohe Materie vor einem Bildhauer; und es liegt letztlich an jedem von uns selbst, was er, aus dieser MATERIE formt.

Ich möchte Euch beiden, Dir ......... und Dir ............., für Euren gemeinsamen Lebensweg alles GUTE und viel GLÜCK wünschen, vorallem eine EHE mit viel FREUDE und GEMEINSAMKEITEN.

Erfüllt mit dem Bewußtsein, Euch auf diesem gemeinsamen Lebensweg, einander immer zu ergänzen sowie füreinander immer da zu sein.


 
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