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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (388)

Sehr geehrtes Brautpaar,

ich begrüße sie hier in diesem Haus im Standesamt Hohenroda, das aus festem Stein und Mörtel gebaut, seit Jahren „Zufluchtsstätte“ für heiratswillige in unserem Ort ist und Freuden-tränen, stürmischen Glückwünschen und Hochzeitsfeierlichkeiten während der Eheschließung standgehalten hat.

An einem Landhaus in Waltersdorf in der Mark steht folgender Spruch:

„Stein und Mörtel bauen ein Haus,
Geist und Liebe schmücken es aus.“

Wie ein Haus sollten Sie Ihre Zukunft als Ehepaar auch sehen. Heute werden Sie mit Ihrem Jawort bereits das Fundament gelegt haben. Sie haben sich in der gemeinsamen Zeit Ihrer Partnerschaft vergewissern können, dass dieser Unterbau Ihrer Ehe aus Ihrer großen Liebe und gegenseitigem Vertrauen besteht. Sie haben heute an diesem Tag, an dem Sie sich Ihr Jawort geben, die Gewissheit, dass Ihr Fundament stark genug ist, um darauf ein „Ehehaus“ bauen zu können.

Fangen Sie mit einigen Zimmern an: ein Raum sollte geschaffen werden, für die intime Zu-sammenkunft zweier Menschen; ein Raum, in den sie sich zurückziehen und im Vertrauen auf den Partner Geborgenheit und Harmonie spüren werden.

Auch sollte Ihre Ehebehausung einen „Salon der Kommunikation“ aufweisen, in dem sie bei Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten das Gespräch miteinander aufnehmen und den häuslichen Frieden wiederherstellen können.

Ihr „Ehehaus“ wird zu einer Villa, wenn Sie ein Zimmer einrichten, in dem Sie gemeinsam lachen und miteinander weinen können.

Ein Palast kann Ihr Ehehaus sein, wenn Sie Räume mit Treue, Gemütlichkeit und gegenseiti-gem Respekt ausstatten.

Freiräume sollten Sie bei der Bauplanung ebenfalls einkalkulieren. Dann können Sie unbe-sorgt in die Zukunft blicken, ohne Angst haben zu müssen, dass es Ihnen in Ihrer Ehe zu eng wird.

Wenn Sie sich Kinder als Ihre gemeinsamen Lebensbegleiter wünschen, sollten Sie schon heute daran denken, dass Sie warme Zimmer mit Fürsorge und umsorgender Liebe vorberei-ten, um ihrer Familie genügend Raum zu geben, sich miteinander wohl zu fühlen.

Im Vorratsraum sollte Platz sein, um liebevolle Erinnerungen und gute Gedanken aufzube-wahren, die Wegbegleiter sein können, wenn der „Eheputz“ eine Renovierung benötigt.

Ein Ruhezimmer wird nötig sein, um darin Kraft schöpfen zu können, wenn schwere Zeiten das Ehehaus erschüttern.

Eine Werkstatt sollten Sie unbedingt einplanen, um Ihr Haus perfekt zu machen. Sie können darin kleine Reparaturen in Form von Entschuldigungen und Wiedergutmachungsgesten vor-nehmen, die die Stimmung in Ihrem Ehehaus wieder verbessern können.

Legen Sie sich einen Garten voller Gefühle an, in dem Sie Ihre Liebe und die Gründe für Ihr heutiges Vertrauen, sich das Jawort geben zu können, auf fruchtbaren Boden aussäen und so ein Leben lang davon zehren können.

Ich möchte Sie jetzt bitten Ihren gemeinsamen Grundstein als Eheleute durch Ihr gegenseiti-ges Eheversprechen zu legen. Mit Blick auf die Besonderheit des Augenblicks bitte ich Sie, sich von Ihren Plätzen zu erheben:

Frau……., ist es Ihr freier Wille und Ihre freie Entscheidung, mit Ihrem Partner Herrn……, die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte mit Ja.
Herr …….wollen auch Sie aus freien Stücken mit der hier anwesenden Frau … die Ehe ein-gehen, dann bejahen auch Sie bitte meine Frage.

Als äußeres Zeichen für Ihre gemeinsame Zeit als Eheleute bitte ich Sie nun, sich Ihre Ehe-ringe anzustecken.
Da Sie sich nunmehr gegenseitig das Eheversprechen gegeben haben, erkläre ich Sie kraft Gesetzes und kraft meines Amtes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten.
 
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