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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (391)

Liebes Brautpaar, liebe Trauzeugen, werte Gäste!

Es freut mich Sie heute, hier im Medienraum der Marktgemeinde ....., zur Hochzeit von XXX und XXX begrüßen zu dürfen.
Als Standesbeamtin bin ich natürlich bemüht, einen geeigneten Inhalt für eine Trauungsansprache zu finden, da die heutige Trauung nicht nur für das Brautpaar ein ganz besonderes Ereignis ist, sondern auch für alle anwesenden Hochzeitsgäste in schöner Erinnerung bleiben sollte.
Bei der Verfassung meiner Rede musste ich jedoch immer wieder an meine Großmutter denken.
Darum hab ich mir gedacht, ich erzähl einfach, warum ich den Begriff „EHE“ mit meiner Großmutter verbinde:
Jedes Mal, wenn meine Großmutter von „ihrem verstorbenen Mann“, also meinem Großvater erzählt, habe ich den Eindruck, die beiden sind noch immer glücklich verheiratet.
Sie redet von „ihrem Mann“ so, als würde er, wie vor 50 Jahren, gleich von der Arbeit nach Hause kommen und zur Tür hereinschauen.
Obwohl ihre Ehe gewiss nicht immer einfach und harmonisch verlaufen ist, erinnert sich meine Großmutter hauptsächlich an die schönen Dinge, die sie mit ihrem Mann und ihrer Familie erlebt hat und sie hat dabei immer ein Lächeln im Gesicht.
Da wird mir jedes Mal wieder klar, dass sie nie bereut hat, meinen Großvater zu heiraten.
Liebe XXX, lieber XXX!
Ihr steht jetzt – in diesem Augenblick – am Anfang eurer Ehe. Auch ihr habt euch entschieden, euren weiteren Lebensweg gemeinsam zu bestreiten.
Das kleine, unscheinbare Wörtchen „Ja“ ist heute von großer Bedeutung.
Mit diesem Wörtchen „Ja“ lässt sich gerade heute viel ausdrücken – es steht für Zuneigung und Liebe.
Ihr sagt bewusst „Ja“ zu einander, das heißt, ihr erklärt euch bereit, euch so anzunehmen, wie ihr seid, mit allen Fehlern und Schwächen, aber auch mit all euren Talenten und Stärken.
Ihr wollt die Höhen und Tiefen im Leben gemeinsam erleben und durchstehen und auch den ganz normalen Alltag zusammen verbringen.
Doch was heißt „sich lieben und gemeinsam leben“?
Meiner Meinung nach ist ein gemeinsames Leben mit dem Menschen, den man liebt, das schönste Leben, das man führen kann. Es bedeutet aber auch Arbeit für beide Partner, die Partnerschaft zu erhalten, gemeinsam die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft zu planen.
Ihr könnt bereits von euch sagen, dass ihr Weggefährten seid, Partner, ein Team – und nun - ab heute - auch ein Ehepaar.
Dies geschieht allein durch das kleine Wörtchen „Ja“. Nicht durch das Unterschreiben des Heiratseintrages entsteht die Ehe, sondern durch euer übereinstimmendes „Ja“, das ihr beide gleich vor mir aussprechen werdet.
Ich wünsche euch, XXX und XXX, dass ihr eines Tages – in 20, 30 oder vielleicht sogar in 50 Jahren – an euer gemeinsames Leben zurückdenken könnt und dabei genauso ein glückliches Lächeln im Gesicht habt, wie meine Großmutter, wenn sie von „ihrem Leben mit ihrem Mann“ erzählt.
Nun möchte ich zum offiziellen Teil der Trauung kommen. Ich bitte das Brautpaar und die Trauzeugen sich von ihren Plätzen zu erheben.
Ich frage dich nun, XXX, ist es dein freier Wille, die hier anwesende Braut, XXX, zu heiraten, dann antworte bitte mit einem deutlichen „Ja“!
Nun frage ich dich, XXX, ist es auch dein freier Wille, den hier anwesenden Bräutigam, XXX, zu heiraten, dann antworte auch du mit einem deutlichen „Ja“!
Aufgrund eurer beiden ausgesprochenen Ja-Worte erkläre ich euch nun Kraft meines Amtes als rechtmäßig verheiratet.
Als Zeichen eurer Verbundenheit und eures Zusammenhalts bitte ich euch, die Ringe zu tauschen und euren Ehebund mit einem Kuss zu besiegeln.
Ich bitte euch, liebes Brautpaar, und die Trauzeugen mit eurer Unterschrift den Eintrag im Ehebuch zu ergänzen.
Ich werde nun auszugsweise den Eintrag eurer Hochzeit aus dem Ehebuch vorlesen:
Ich hoffe, ihr erinnert euch immer wieder gerne an diesen heutigen Tag und an euer Versprechen.
In diesem Sinne schließe ich die Trauung und darf euch im Namen der Marktgemeinde ...... die herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Auch ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute und viel Glück!
 
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