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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (394)

Sehr geehrtes Brautpaar, werte Eltern und Gäste,

ich möchte Sie hier im Standesamt ............. zu Ihrer Eheschließung recht Herzlich begrüßen.

Ich möchte Sie bitten es mir nach zu sehen, wenn ein kleiner Versprecher oder etwas Nervosität im Spiel ist, da dies, wie für Sie auch, meine erste Eheschließung ist.

Vor dem formellen Teil der Eheschließung möchte ich ein paar persönliche Worte an Sie, liebes Brautpaar, richten.

Es ist immer ein froher Moment, wenn ein junges Paar sich das Ja-Wort gibt. Beide schauen voller Zuversicht in die gemeinsame Zukunft; beide fühlen; das Ihre gegenseitige Liebe Ihnen Ihr Glück garantiert und sie mit allen Problemen fertig werden lässt.

Denn das Leben ist ja nicht nur eitel Sonnenschein, sondern besteht aus Höhen und Tiefen. Das lässt sich nun mal nicht ändern. Doch wie man damit umgeht und welches Gewicht Probleme bekommen, liegt schon bei einem selbst.

Wenn zwei Menschen sich lieben und dem Leben die positiven Seiten abgewinnen, dann können Ihnen die Tiefs nicht viel anhaben; die Hochs Sie aber sehr glücklich stimmen.

Man stellt sich also im Leben wie in der Ehe darauf ein, dass es immer wieder mal rauf und mal runter geht, dass es wie auf dem Rummel zugeht. Deshalb kommt wohl auch Martin Teuscher in einem Hochzeits-Glückwunschgedicht zu der humorvollen Aussage, dass die Hochzeit den Lebenslauf zu einer Achterbahn macht.

Das Leben zu zweit gleicht einer Berg- und Talfahrt; man erlebt zusammen die schönsten Höhenflüge, in der Beziehung und im Erreichen seiner Ziele, aber auch Misserfolge. Manchmal überschlagen sich die Entwicklungen, während zu anderen Zeiten alles ganz geruhsam verläuft. Es kann aber auch der Eindruck entstehen, man bewege sich im Kreis. Wie auf einem Rummel geht es sehr lustig zu oder ist sehr spannend, wenn man gemeinsam etwas unternimmt, wenn man sich gut versteht, wenn man zusammen etwas erreicht.
Doch wenn Konflikte oder Schwierigkeiten auftauchen, muss man sich durchboxen und zusammenhalten.

Aber wenn Sie dem Leben mutig begegnen – so zuversichtlich, wie man die Fahrt in der Geisterbahn antritt – dann haben Sie die besten Chancen sich zu behaupten und etwas zu erreichen.
In einer Geisterbahn kann es manchmal gruselig und erschreckend sein, doch am Ende der Fahrt wird es wieder freundlich und hell.

Wenn Sie sich zu trauen, mit Hindernissen fertig zu werden, und beherzt auf sie losgehen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.
Wenn Sie in den ungemütlichen Phasen die schönen noch im Blick haben, dann machen Ihnen Probleme nicht so viel aus.

In diesem Sinne verkündet der eben zitierte Martin Teuscher auch am Ende seines Hochzeitsgedichtes folgende Moral:

Seht Ihr das Leben fröhlich an
Als Rummeltummelplatz,
ist alles, was euch trüben kann,
am Ende für die Katz`!

Also: Warum sollten Sie Ihre Ehe nicht als einen Rummelplatz ansehen?
Als Rummelplatz, auf dem es immer auf und ab geht, aber auch immer was los ist.
Mal schlägt man sich munter und tapfer durchs Leben.
Mal erhebt man sich in die Lüfte.
Mal schleicht man langsam dahin.
Mal gruselt man sich vor den Gespenstern in der Geisterbahn.
Mal frohlockt man, wenn man das große Los gezogen hat.

Wenn man auf den Rummel geht, dann weiß man vorher, dass einem der Magen mal in die Kniekehle sacken wird. Man weiß, dass einen das große Vergnügen erwartet.

So sieht es auch mit der Ehe aus. Es ist Ihnen bewusst, dass es mal schwierig werden kann, aber Sie wissen auch, was Sie aneinander haben.
Denn schließlich mögen Sie sich sehr und verstehen sich gut.
Wenn Sie darauf vertrauen, dass Sie gemeinsam mit allem fertig werde, dann können Ihnen Konflikte nichts anhaben.
Sie wissen, dass Sie egal was kommt zusammengehören und zusammenhalten.

Kosten Sie die schönen Stunden des Lebens gemeinsam aus.

Ich wünsche ihnen, dass Sie in Ihrer Ehe viele Höhenflüge erleben.

Ich bitte Sie nun, sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage Sie, Herr .........., ist es Ihr freier Wille, mit der hier anwesenden Frau ........
die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage mit „Ja“.

Ich frage Sie, Frau ........., ist es Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn ........ die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage mit „Ja“.

Nachdem Sie beide meine Fragen mit Ja beantwortet haben, erkläre ich Sie nunmehr kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten.

Als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit dürfen Sie nun die Ringe tauschen und sich küssen.
Ich verlese nun den Heiratseintrag und bitte Sie, auf die Richtigkeit der Angaben zu achten.
Heiratseintrag verlesen
Ich darf Sie bitten, hier an dieser Stelle den Heiratseintrag zu unterzeichnen, selbstverständlich mit Ihrem neuen Namen Frau ..... !

Nun gratuliere ich Ihnen sehr herzlich und wünsche Ihnen für Ihre gemeinsame Zukunft alles Liebe und Gute.

Nun darf ich Ihnen Ihre Urkunden überreichen und Ihnen einen wunderschönen Tag wünschen. Viel Spaß beim Feiern mit Ihren Verwandten und Bekannten.




 
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