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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (28)

Sehr geehrtes Brautpaar, liebe Susanne, werte Trauzeugen, Familie und Freunde. Seid herzlich willkommen hier im Trauungszimmer unserer Gemeinde.

Heute ist für alle Anwesenden ein ganz besonderer Tag, denn eine Eheschließung ist nichts Alltägliches, sondern etwas ganz Besonderes. Ihr seid am Anfang eines neuen Lebensabschnittes.

Als zuständige Standesbeamtin werde ich heute offiziell feststellen und beurkunden, dass ihr mit dem "Ja-Wort" rechtlich verbundene Eheleute seid.

Es ist nicht nur eine gesetzliche Vorschrift, dieser Amtshandlung heute einen feierlichen Rahmen zu geben, sondern es liegt auch mir persönlich am Herzen, diesen Akt festlich zu gestalten.

Die Ehe ist heute immer noch die häufigste Lebensform von Mann und Frau. Dem Partner gegenüber bringt man dadurch zum Ausdruck:

"Ich stehe zu dir, ich mag dich so, wie du bist,
mit dir möchte ich mein Leben teilen,
für unsere Partnerschaft lohnt es sich, Zeit zu investieren".

Der Staat schützt durch das Grundgesetz und verschiedene Gesetze die Ehe. Er gibt dieser Lebensform den Vorzug. Doch für Euer privates Glück kann dies zweitrangig sein. Glück, das Ihr in Eurer Ehe erfährt, hängt nicht ab von staatlichen Regelungen, sondern oft von Kleinigkeiten, von gemeinsamen Erlebnissen. Glück zu erfahren wünschen wir uns alle.

Mit dem richtigen Partner an der Seite ist es leichter, es zu finden.

Über das Glück hat Jörg Zink ein Gedicht geschrieben, das ich Euch nun vortragen möchte:

Ich wünsche dir Glück.
Was sollte ich dir Besseres wünschen können?

Es ist wichtig, daß du glücklich bist.
Ein glücklicher Mensch ist schöner,
er ist freundlicher, gütiger.
Er ist einverstanden mit sich und seinem Geschick.
Es geht mehr Frieden von ihm aus
und mehr Weisheit.
Es ist wichtig, daß wir glücklich sind.

Aber wo sind die Quellen des Glücks?
Das müßte man wissen.
Denn es ist nicht leicht, es zu finden,
und manchmal sieht es anders aus,
als wir es uns ausmalen.
Ich wünsche dir aber, daß du es findest.

Nun geht Ihr gemeinsam durchs Lebens, verbringt eine wesentliche Zeit miteinander. Ihr werdet feststellen, glückliche Gefühle fliegen Euch nicht einfach zu, doch Seite an Seite könnt Ihr Schatzsucher des Glücks werden.

Um eine glückliche Partnerschaft zu erreichen, müssen in den täglichen Alltag kleinere und zwischendurch größere Highlights gestreut werden. Die Höhen im Leben fliegen einem meist nicht bloß zu, aber gerade die kleineren Freuden kann man sich selbst bereiten.

Ihr selbst nur kennt die Vorlieben des anderen, die für ein paar glückliche Stunden sorgen. Vielleicht ist es z.B. ein schöner Urlaub oder ein Mittagessen im Lieblingsrestaurant oder mag es ein gemeinsamer Spaziergang oder eine Radtour in die Umgebung sein.

Lasst daher keine Gelegenheit aus, durch kleine Aufmerksamkeiten, Rücksichtnahme, Verständnis und freundliche Worte der Anerkennung, dem Partner euere Wertschätzung zu zeigen. Denn je mehr Ihr gebt, um so mehr werdet Ihr zurückerhalten. Auch ein liebes Wort zum richtigen Zeitpunkt vertreibt jeden Alltagsfrust.

Ich wünsche Euch, dass Eure Partnerschaft viele Momente des Glücks hat und Eure Hochzeit so ein glücklicher Tag ist, an den Ihr Euch gerne zurückerinnert.

Wir kommen jetzt zum rechtlichen Teil der Eheschließung und ich bitte euch zu diesem entscheidenden Augenblick in eurem Leben aufzustehen.

Ich frage Sie, Herr , ist es Ihr freier Entschluss, mit der hier anwesenden Frau ............... die Ehe zu schließen, dann antworten Sie mit JA!

Nun frage ich dich, Frau ...................., bist du bereit die Ehe mit Herrn ....................... zu schließen, dann antworte auch Du mit JA!

Da Ihr beide meine Frage unter Beisein der beiden Trauzeugen mit "JA" beantwortet habt, stelle ich fest, daß Ihr damit Kraft Gesetzes rechtlich verbundene Eheleute seid.

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für Euer neu begründetes Eheleben.

Ihr habt zwei Eheringe mitgebracht. Ihr wisst, der Ring ist ein altes Symbol für die Liebe. Darf ich euch nun bitten, zum äußeren Zeichen Eurer Verbundenheit die Ringe zu tauschen.

KUSS

Ich freue mich sehr, euch als erste gratulieren zu dürfen.

Ihr dürft nun wieder Platz nehmen.

Im Ehebuch unseres Standesamtes wird diese Eheschließung festgehalten. Ich lese euch nun diesen Eintrag vor und bitte euch anschließend, diesen Eintrag mit euren Unterschriften zu ergänzen.

Unterschriften der Brautleute (mit dem verheirateten Namen), Trauzeugen und mir (Heiratsurkunde unterschreiben)
Wir kommen nun zum Abschluss dieser Feier und ich wünsche mir, dass Ihr zwischendurch gerne

An Euer Herz denkt, das füreinander schlägt,
An Eure Augen, die dem Ehepartner liebevoll zuzwinkern,
An Eure Ohren, die Ihr füreinander offen haltet,
An Eure Hände, die stets gerne den anderen spüren,
An Eure Beine, die einen gemeinsamen Lebensweg eingeschlagen haben.

Glück ist nicht an einen Ort gebunden, es kennt auch keine Jahreszeiten und das Glück hat noch immer der gefunden, der sich über das Leben freut.

Alles Gute, Dokumente, Blumen

 
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