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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (410)


Liebes Brautpaar, sehr geehrte Trauzeugen, geschätzte Gäste

Ganz herzlich möchte ich Sie zur zivilen Trauung im Trauzimmer der Gemeinde .... begrüssen. Insbesondere die Brautleute, die heute vor den Trauzeugen und mir erklären wollen, dass sie die Ehe miteinander eingehen möchten. Es freut mich, dass ich die Ehre habe, als Zivilstandsbeamtin die heutige Trauung durchzuführen.

Als erstes möchte ich noch gerne ein paar persönliche Worte als Einleitung an Sie richten, bevor wir zum eigentlichen Trauakt kommen.

Die Eheschliessung soll nicht nur eine äussere Bindung beinhalten, sondern vielmehr der Anfang eines neuen Lebens voller Liebe, gegenseitigem Respekt und Vertrautheit sein. Die Ehe soll Ihrem Zusammenleben Festigkeit und Dauer verleihen und auch rechtliche eine tiefere Bedeutung geben.

Zusammen leben bedeutet Glück und Freude aber auch Unzufriedenheit und Unglück miteinander zu teilen. Der gemeinsame Lebensweg ist oft schmal, aber nie so schmal, dass man ihn nicht gemeinsam meistern mag. So lange die Sonne scheint ist der Weg meistens gut ersichtlich. Wenn es aber regnet, gibt es manchmal unebene Stellen und Hindernisse. Diese zu meistern setzt ein fester Wille und ein beidseitiges Verständnis voraus. Aber wenn die Liebe immer im Mittelpunkt steht und die treibende Kraft in Ihrer Gemeinschaft ist, wird es Ihnen bestimmt gelingen, die auftauchenden Probleme zu lösen.

Sicher haben Sie nicht von mir erwartet, dass ich Ihnen von irgendwelchen Vorschriften über die Pflichten der Ehe referiere. Vielmehr ist es meine Aufgabe, Sie auf die rechtliche Wirkung einer Heirat aufmerksam zu machen.
Im ZGB Artikel 159 werden in drei Sätzen über die Wichtigkeit der Ehe, eheliche Gemeinschaft sowie Rechte und Pflichten der Ehegatten, beschrieben. Als Gegenstück hören Sie die Gedanken von Jörg Zink zum Thema Liebe.

ZGB Art. 159
Durch die Trauung werden die Ehegatten zur ehelichen Gemeinschaft verbunden. Sie verpflichten sich gegenseitig, das Wohl der Gemeinschaft in einträchtigen Zusammenwirken zu waren und für die Kinder gemeinsam zu Sorgen. Sie schulden einander Treue und Beistand.

Jetzt werden Sie gemeinsam durch das Leben gehen und die Zukunft gemeinsam in Ihre Hand nehmen. Wenn Sie meine nachfolgende Frage mit Ja beantworten, sind Sie sich bewusst, welch grosse Bedeutung darin liegt. Sie sagen bewusst Ja zum Partner, das heisst, Sie erklären sich bereit, ihn so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Fehlern und Schwächen, aber auch mit seinen Stärken und Talenten.
Sie werden von nun an die Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam meistern, aber auch den ganz normalen Alltag miteinander verbringen. Sie werden gemeinsam Ihre Gegenwart gestalten und Ihre Zukunft planen.

Nun möchte ich zum wichtigsten Teil vom heutigen Tag, nämlich Ihrer Eheschliessung kommen. Ich bitte Sie beide von Ihren Plätzen zu erheben.

Ich bitte nun das Brautpaar meine Frage klar und deutlich zu beantworten. Ebenfalls bitte ich die Trauzeugen gut zuzuhören:

Frau __________________________
Ich richte an Sie die Frage:
Wollen Sie mit Herrn _________________ die Ehe eingehen?

Herr ___________________________
Ich richte an Sie die Frage:
Wollen Sie mit Frau __________________ die Ehe eingehen?

Nachdem Sie beide meine Frage mit Ja beantwortet habt, ist Ihre Ehe durch die beidseitige Zustimmung gesetzlich geschlossen und ist rechtskräftig.

Wenn Sie wollen, dürfen Sie jetzt Ihr Ja – Wort durch einen Kuss besiegeln und die Ringe tauschen
Die Eheschliessung halten wir mit der Unterschrift von Ihnen und den Trauzeugen fest. Die Trauzeugen bezeugen mit Ihrer Unterschrift den Vollzug Ihrer Eheschliessung. Dabei bitte ich Sie sich wieder zu setzen.
Liebe Neuvermählte

Ich beglückwünsche Sie ganz herzlich zur soeben geschlossenen Ehe und wünsche Ihnen beide nur das Beste für den gemeinsamen Lebensweg.
 
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