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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (411)


Wiederverheiratung

Verehrtes Brautpaar, werte Gäste.

Ich darf Sie, Frau
und Sie , Herr
nochmals sehr herzlich zu Ihrer erneuten Eheschließung begrüßen.

Wir alle sind Kinder unserer Zeit.
Trennung und Scheidung können auch eine Chance für einen gemeinsamen Neubeginn sein.

Es gibt keine ewige Wahrheit, keine ewige Treue, keine zeitlose Vernunft.
Es gibt nur die Geschichte zweier Menschen selbst.

Alles fließt, alles ist in Bewegung und nichts währt ewig.
Deshalb können wir auch nicht zweimal in denselben Fluß steigen.
Denn beim zweiten Mal haben der Fluß und auch wir uns verändert.

Das gilt auch für Ihre Partnerschaft.

Die Welt ist von dauernden Gegensätzen geprägt.

Wenn wir niemals krank wären, würden wir nicht begreifen, was Gesundheit bedeutet-

Wenn wir niemals hungrig wären, hätten wir keine Freude am Sattsein.

Wenn niemals Winter wäre, könnten wir den Frühling nicht genießen.

So ist es auch mit dem Glück.

Manchmal muß man von einem Menschen fortgehen,
um ihn zu finden.

Ihr Gehen und Wiederfinden liegt schon viele Jahre zurück,

und es war nur eine sehr kurze Zeit, während der Sie getrennt waren.



Ein Grund, warum Sie wieder zusammenfanden, war die Verantwortung für Ihren Sohn Dennis,
der die Liebe und Zuneigung beider Eltern braucht


Heute nun gehen Sie in der Gewißheit miteinander die Ehe ein,

daß Sie einen Menschen an Ihrer Seite haben, den Sie sich als Lebenspartner wünschen,

einen Menschen, der Ihrer Liebe würdig ist,

einen Kameraden, mit dem Sie auch weiterhin gemeinsam wandern wollen, über die Höhen und durch die Täler des Lebens.

Einen Gefährten in Freud und Leid.

Am heutigen Tage geben Sie sich das Versprechen:

Mit Dir will ich leben, ich will in Freud und Leid an Deiner Seite sein, mein Vertrauen in Dich ist durch nichts zu erschüttern.

Ich darf Sie nun bitten, sich von den Plätzen zu erheben und durch Ihr „JA“-WORT dieses Versprechen auszudrücken.

Ich frage Sie,
Herr Baumann ist es Ihr freier Wille, die Ehe

mit Frau Baumann einzugehen,

so antworten Sie bitte mit „ja“.

Ich frage Sie,
Frau Baumann ist es Ihr freier Wille, die Ehe

mit Herrn Baumann einzugehen,

so antworten auch Sie bitte mit „ja“.



Nachdem Sie beide vor mir Ihren festen Entschluß, die Ehe miteinander einzugehen, durch Ihr „JA-WORT“ bestätigt haben,

sind Sie nunmehr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute.
Ringwechsel


Ich lese Ihnen jetzt das Heiratsbuch vor.

Die Richtigkeit bestätigen Sie mir bitte durch Ihre Unterschrift.
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Liebes Ehepaar,

Sie haben sich nun erneut das „JA-Wort gegeben und damit das Versprechen, sich immer zu lieben und weiterhin in Treue zusammenzuhalten.

Am heutigen Tage werden Ihnen Menschen Ihre Glückwünsche aussprechen-
das Glück in der Ehe zu erhalten, ist aber allein Ihre Aufgabe.

Vergessen Sie nie, daß ein großes Glück nicht von allein kommt -
es sind die liebevollen Kleinigkeiten des Alltags, die ein harmonisches Zusammenleben ermöglichen:

das Bewußtsein, einen geliebten Menschen an seiner Seite zu wissen,

ein Lächeln, ein Händedruck zur rechten Zeit, das Füreinanderdasein-

all das sind Bausteine des Glücks.

Auch auf Ihrem gemeinsamen Lebensweg werden Sie nicht nur Glück und Sonnenschein begleiten,

nehmen Sie sich an den Händen, wenn es einmal beschwerlich wird -
gemeinsam ist kein Weg zu weit !

Ich möchte die Eheschließung beenden mit einem Gedicht eines unbekannten Verfassers:

Ich will wachen,
wenn Du müde bist,
ich will erinnern,
wenn Du vergisst,

ich will schweigen,
wenn Du recht hast,
ich will sprechen,
wenn Du irrst,

ich will vorangehen,
wenn Du zögerst,
ich will stark sein,
wenn Du verzagst.

Ich werde geh’n, wenn Du allein sein willst,

doch ich werde da sein, wenn Du mich brauchst.
 
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