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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (414)

Liebes Brautpaar!
Sehr geehrte Trauzeugen!
geschätzte Festgäste!
Es ist mir eine Ehre und auch eine große Freude Sie hier im Trauungsraum des Standesamt… auf das allerherzlichste begrüßen zu dürfen.
begrüßen zu einem
sicherlich bedeutungsvollsten Ereignis
im Leben dieser zwei Menschen hier.

Liebe Braut, lieber Bräutigam!

In einer Zeit, die von Misstrauen zerrissen und von Unduldsamkeit zerwühlt ist, treten Sie voreinander hin um die ernsten Worte zu sprechen:
„Ich will mit Dir gehen,
ich will mit Dir Dein Leben teilen!“
Welch’ großer Entschluss,
welch’ glückliches Bewusstsein Ihrer gegenseitigen Sicherheit liegt in diesen Worten— auch wenn sie nicht so ausgesprochen werden!

Vertrauen heißt das Wort, auf dem Sie Ihre Gemeinschaft bauen, und Liebe ist das Kleid, mit dem Sie sie umgeben wollen.

Wie schön ist es doch,
einander in Liebe angehören zu können
und angehören zu wollen,
und wie froh stimmt das Gemüt.
Wie wenig hat schon unsere harte Zeit dafür übrig, was wir so sehnlich wünschen: Güte, Güte des Herzens.
Wie sagt doch ein schönes Wort:
“Ein bisschen Güte von Mensch zu Mensch ist besser als alle Liebe zur Menschheit!“ Wie wahr ist es, dass das Gutsein der Quell ist, aus dem immer neue Freude und neues Vertrauen fließt!
Diesen Quell können wir nie und nimmer ausschöpfen, --so tief ist er-.
Und so wenig brauchen wir uns zu schenken, um glücklich zu sein:
Ein guter Blick, ein verstehendes Wort,
eine verzeihende Gebärde.
Wie schön könnte das Leben sein, wenn wir immer Verständnis, Verständnis für den anderen hätten, wenn wir uns eingedenk wären, dass sein Leben auch unser Leben ist, dass sein gedeihen auch uns froh machen kann!
Aber in der kleinsten Gemeinschaft, die wir auf dem Erdenrund haben, kann, ja soll es so sein: in der Ehe.
Denn von ihr strahlt alle Kraft des Lebens aus,- sie ist die winzige Zelle, aus der die Familie sprosst und später der mächtige Baum des Staates wächst.“

Lieb haben, alles gemeinsam miteinander tragen, die Pflicht verdoppeln und das Recht halbieren— das ist der rechte Sinn vom Ehestand.
Treten Sie mit diesem Sinnen und Trachten- in Ihre schöne Gemeinschaft der Ehe ein, dann wird das Glück bei Ihnen häufiger Gast sein.
Das wünsche ich Ihnen herzlich!

Da ich überzeugt bin, dass Sie den Willen haben, an Ihrem Eheglück miteinander zu arbeiten, möchte ich mit Ihnen diesen Ehevertrag abschließen.

Ich kann feststellen, dass Sie alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllt haben und ich darf Sie nun bitten, Sich, zur Abgabe Ihrer Erklärung vor dem Standesbeamten- sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage Sie, Herr ….
Wollen Sie aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Frau … eingehen, dann antworten Sie mit \"JA\".

Ich frage Sie, Frau ….
Wollen Sie aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Herrn … eingehen, dann antworten Sie mit \"JA\".

Nachdem Sie nun vor Ihren Zeugen
und ohne Vorbehalt erklärt haben,
dass Sie die Ehe miteinander eingehen wollen, ist Ihr Ehebund geschlossen.

Mir, als Ihren Standesbeamten, obliegt es nun auszusprechen; dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind. -----

Die Eheringe, schon in der Geschichte
bei Römern und Ägyptern als Treue-Ringe bezeichnet- sind seit jeher Hochzeitsversprechen und Signum des Ehestandes.

Diese Ringe nebeneinander betrachtet-
werden und sollen Ihnen immer
Symbol der Unendlichkeit sein-
der Unendlichkeit Ihrer Liebe,
des Füreinanders und Miteinanders Ihres neuen Seins.

Zum äußeren Zeichen dieser Verbundenheit bitte ich Sie nun die Ringe zu wechseln.—

Selbstverständlich darf nun der erste eheliche Kuss nicht fehlen. --- Einer weiteren Tradition dieses Hauses folgend, ersuche ich Sie alle dem jüngst vermählten Ehepaar der Welt zu applaudieren ! ! !

Sie dürfen wieder platz nehmen.

Im Ehebuch des Standesamtsverbandes ....... habe ich folgende Eintragungen für Sie vorbereitet.
Unter der Nummer …/20..
….., am . . .

Wenn dieser Eintrag richtig ist darf ich Sie nun bitten, Ihren Ehevertrag zu unterzeichnen.

Sehr geehrter Herr …,
sehr geehrte Frau …,
zum Abschluss der Zeremonie
darf ich Ihnen die Heiratsurkunden überreichen und für Ihre weitere Zukunft alles Gute wünschen.

 
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