logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (416)

Liebes Brautpaar, liebe Gäste,

ich heisse Sie herzlich im Standesamt ................ willkommen. – Bitte nehmen Sie Platz.

Wir sind hier zusammengekommen, um Sie Herrn ................................... und Sie Frau .................................... in den Stand der Ehe zu führen. Als Trauzeugen sind anwesend ....



Liebes Brautpaar!

Es gibt einen wunderschönes Zitat von Francois Mauriac, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
„Jemanden zu lieben heißt, als einziger ein für die anderen unsichtbares Wunder zu sehen“

...und dieses Wunder haben Sie beide bereits im jeweils anderen entdeckt und ich nehme an, dass das auch mit ein Grund ist, warum Sie noch einen Schritt weiter gehen:

Denn Sie sagen „JA“ – Sie sagen „Ja“ zueinander, Sie sagen „Ja“ zu Ihrer Liebe und Sie sagen „Ja“ zu einem gemeinsamen Leben.

Aber das sagen Sie nicht nur heute, denn die Liebe ist eine tägliche Entscheidung für den Partner. Lassen Sie sich nicht vom Alltag oder eventuellen kleinen Streitereien vom Weg abbringen und sagen Sie trotz der kleinen Fehler, die jeder von uns hat jeden Tag zu ihrem Liebsten im Stillen „JA“, dann bin ich mir sicher, dass Sie ein langes gemeinsames und glückliches Leben vor sich haben.

Liebe ist keine Selbstverständlichkeit und es gibt auch keine Garantie dafür. Sehen Sie Ihre Liebe deshalb immer als ein Wunder an, als ein Geschenk, das man hegen und pflegen sollte, damit es keine Risse und Sprünge bekommt.

Dieses Geschenk ist ein sehr kostbares Gut, das nicht jeder bekommen kann, und wenn man es ergattert hat, macht es über die Massen glücklich.

Liebe zeigt sich in vielerlei Gestalten, zB als gegenseitiges Vertrauen das verbindet, als die Wärme die man einander gibt und sie zeigt sich auch in der Freude, die man verspürt, wenn man den anderen sieht.

Mit dem Menschen, den Sie lieben teilen Sie Gefühle, Gedanken, Erlebnisse und auch Geheimnisse, die für niemand anderen zugänglich sind.

Vergessen Sie aber auch nicht, dass sich bei Ihnen um zwei verschiedene Individuen handelt und es sollte nicht das Ziel sein, aus diesen zwei Personen eine einzige zu machen. Denn gerade die kleinen Unterschiede in der Persönlichkeit sind das Salz in der Suppe, das den Alltag ein bisschen pikanter und reizvoller macht.

Ich vergleiche die Ehe und Liebe auch gerne mit einem Baum, denn die für alle sichtbaren Äste über der Erde können nur gesund sein, wenn auch in den für die meisten nicht sichtbaren Wurzeln unter der Oberfläche alles in Ordnung ist.

Auch ein Baum fängt klein an und erst mit den Jahren wächst er und wird immer größer und schöner und ich wünsche Ihnen, dass auch Ihre Liebe immer mehr erblüht und wächst.

Die Vielfältigkeiten der Astgabelungen und Verzweigungen sind ein Sinnbild für die vielen Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede der zwei Menschen, die in der Ehe vereint werden und vom Stamm der Liebe getragen werden.

Dieser Stamm endet in den tief in die Erde gegrabenen Wurzeln, die dem ganzen Baum Halt geben und diese Wurzeln bestehen aus gegenseitiger Wertschätzung, Verständnis, Vertrauen, Wärme und einer guten Portion Humor.

Denn der Humor ist es, der uns mit einem Augenzwinkern über die kleinen Schwächen des Partners hinwegsehen lässt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie auch im Alltag nie Ihren Humor verlieren und sich immer daran erinnern, was Sie an Ihrem Partner haben.

Kommen wir jetzt zum wichtigsten Teil dieser Trauung, dem JA-Wort
 
zurück zur Übersicht