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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (430)

Sehr geehrtes Brautpaar, sehr geehrte Eltern, verehrte Gäste, ich begrüße Sie noch einmal recht herzlich im Standesamt der Stadt ........
Nach diesem besonderen, vom Brautpaar ausgesuchten musikalischen Auftakt ist es nun meine Aufgabe, Sie beide, sehr geehrte Frau …. und sehr geehrter Herr …, behutsam an die tägliche Wirklichkeit heranzuführen, die Sie beide von heute an als Ehepaar erwartet.
Viele Stunden, Tage und Wochen fiebern Sie beide sicher dem heutigen Tag entgegen. Einen ganz besonderen Tag dazu haben Sie sich dazu auch ausgesucht. Nur aller vier Jahre hat man ja überhaupt die Möglichkeit, an einem 29. Februar die Ehe zu schließen. Ihren Hochzeitstag werden Sie doch aber sicher vielleicht jedes Jahr feiern, aber nur aller vier Jahre werden Sie das wieder an einem 29. Februar können.
Verehrtes Brautpaar,
Ihre gemeinsamen Besuche der beiden Standesämter finden heute den Höhepunkt als das letzte Kapitel einer Geschichte, Ihrer persönlichen Liebesgeschichte. Sie beide haben sich kennen, schätzen gelernt und Zuneigung zueinander gefunden. Sie wollen heute im Beisein Ihrer Eltern, Ihrer Angehörigen und Freunde den Bund fürs Leben schließen.
Sehr verehrte Frau ….., sehr verehrter Herr …., Sie wissen vielleicht schon sehr genau wie es in einer Ehe und Familie zugeht. Hier gilt es, Gemeinsames zu sehen, dort Kompromisse zu finden, Einigung herzustellen, wo unterschiedliche Auffassungen bestehen. Immer sollte einer für den anderen dasein und gegenseitige Hilfe sollte selbstverständlich sein.
Man muss, so meine ich, in der Ehe einander annehmen, mit allen guten und schlechten Eigenschaften sich respektieren. Nicht ein Teil soll dominieren, nicht der andere sich freiwillig zurückziehen. Vertrauensvoller Umgang miteinander ist wichtig und notwendig.
Es bleibt wohl des öfteren ein kleines Geheimnis, wie zwei Menschen zueinander gefunden haben. Dort, wo dann nach Zuneigung und aufrichtigem Begegnen eine Bindung entstanden ist, ist man bei dem richtigen Partner. Bestätigt wird das durch gegenseitige Liebe, Achtung und Treue.
Vergessen Sie nie, offen und ehrlich aufeinander zuzugehen und sich das Miteinanderredenkönnen zu bewahren. Aber sehen Sie nicht immer alles zu verbissen, denn natürlich wird das Eheleben auch Kanten und Ecken haben und sicherlich werden Sie gemeinsam auch Schwierigkeiten zu überwinden haben.
Wenn Sie dann aber gemeinsam lachen können und mit einer Portion Gelassenheit an die täglichen Dinge des Lebens herangehen, werden Sie jede Hürde nehmen. Finden Sie beide einfach Ihren persönlichen Lebens- und Eheweg und damit die ganze Spannweite des Ehelebens zwischen Glück und Sorgen.
Sicher kennen Sie bereits den Charakter, das Temperament, das Wesen Ihres Partners mit allen kleinen Eigenheiten. Der tägliche Umgang miteinander aber will gelernt sein, bedarf immer wieder neuer Anstöße, kritischen Überdenken der eigenen Position, des Sich-hinein-Versetzens in die Situation des Partners. Gelingt dies Ihnen beiden, steht einer glücklichen und dauerhaften Ehe nichts mehr im Wege.
Wenn Sie im Vertrauen auf Ihre Zuneigung im täglichen Umgang miteineinander die Rücksicht üben und das Verständnis walten lassen, das Sie für sich selbst erwarten, wird es Ihnen gelingen, eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Ehe zu schaffen. Ich wünsche Ihnen beiden natürlich eine glückliche und harmonische Ehe in Gemeinsamkeit, wo einer dem anderen hilft, alle Probleme des Alltags, zu meistern.
Sehr geehrte Frau ……, sehr geehrter Herr ……., Sie haben mich darum gebeten, den heutigen Tag auch zum Anlass zu nehmen, Ihren Eltern für all das Danke zu sagen, was sie Ihnen auf den bisherigen Lebensabschnitt mitgegeben haben.
Liebe Eltern,
Sie haben das Brautpaar mit zu den Menschen gemacht, die sie heute sind. Sie haben sie großgezogen und ihnen Liebe gegeben, haben ihnen Geborgenheit und Vertrauen entgegengebracht. Sie haben sie bis zu dem heutigen Tag begleitet und werden auch in Zukunft für das Brautpaar und zukünftige Ehepaar immer zur Seite stehen.

Sehr geehrtes Brautpaar,
mit meiner Ansprache habe ich versucht, Ihnen etwas vom Eheleben zu vermitteln, was auf Sie beide zutrifft. Ich hoffe für Sie beide, dass Sie den Partner gefunden haben, der mit Ihnen durch das weitere Leben geht. Und zu dem Sie aus vollem Herzen sagen können: „Mit Dir möchte ich alt werden!“ Menschen, die zueinander gehören, sind wie zwei Ufer eines Flusses. Der Strom, der zwischen Ihnen fließt, verbindet und trennt Sie zugleich. So bewahren Sie Ihre Eigenheit und sind doch Eines.
Für Sie, liebes Brautpaar, ist nun der feierliche Augenblick gekommen, in dem Sie sich das Ja-Wort für das weitere Leben geben. Ich bitte daher Sie und die Anwesenden, sich von den Plätzen zu erheben.


 
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