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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (432)

Liebes Brautpaar, werte Trauzeugen,


ich möchte Euch recht herzlich hier im Standesamt ……………………………. begrüßen.



Großes geschieht in dieser Stunde,

unzählige Male ist schon begonnen worden, was heute beginnt, und es bleibt ein Geheimnis, ob es gelungen ist. Aber dennoch ist, was heute beginnt, noch nie getan worden. Denn das Leben jedes Menschen und jeder Ehe ist einmalig.

Es beginnt heute, was noch nie geschah. So, wie hier gelebt werden muss, ist noch nie gelebt worden.

 Man kann das von jeder Ehe sagen. Aber dadurch wird es nicht weniger wahr.

 Man kann von jedem Menschen sagen, dass er einmalig sei. Aber dadurch hört er nicht auf, so zu sein. Und so ist es auch mit der Ehe.

 Man kann ihr darum zwar immer noch viele Ratschläge und Gebote mit auf den Weg geben. So wie es die Erfahrung der Menschen und die Weisheit der Kirche tun. Aber worauf Eure einmalige Ehe zugeht ist ein einmaliges Geheimnis und darum verstummt alle Weisheit.

Großes geschieht in dieser Stunde,

wenn Ihr Zeichen füreinander werdet, wenn Ihr jetzt schließlich eure Lebensgeschichten zusammenwachsen lässt.

Das eheliche „Ja-Wort“, diese feierliche und im Leben bewährte Annahme durch den anderen vermittelt die Erfahrung:

 da ist nun jemand, der „ja“ zu mir sagt,
 der sich freut, dass ich bin,
 für den es gut ist, dass es mich gibt,
 der nicht nur etwas von mir will, sondern mich will.

Und das eigene „Ja-Sagen“ zum anderen, den der Mensch sich antrauen lässt, vermittelt die Erfahrung; da ist nun jemand, der sich auf mein „Ja-Sagen“ verlässt, der künftig auch davon lebt, dass ich ihn angenommen habe als diesen Menschen.




Liebes Brautpaar!


An der Schwelle Eures gemeinsamen Lebens steht jetzt Euer „Ja“, das Ihr nun zueinander sagt. Ich bitte Euch jetzt aufzustehen.

Ich frage dich nun, ist es dein freier Wille und fester Entschluss, mit der hier anwesenden den Bund der Ehe einzugeben, dann antworte bitte mit einem deutlichen JA!

Nun frage ich dich, ist es auch dein freier Wille und fester Entschluss, mit dem hier anwesenden den Bund der Ehe einzugeben, dann antworte auch du mit einem deutlichen JA!

Ihr beide habt meine Fragen deutlich mit einem „Ja“ beantwortet. Als gesetzlich beauftragter Vertreter der Republik Österreich erkläre ich somit, dass Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Zum sichtbaren Zeichen Eurer dauernden Verbindung überreiche ich Euch jetzt die Eheringe und bitte Euch, sie Euch gegenseitig anzustecken.


Ihr habt hiermit gelobt, den Bund der Liebe und Treue zu bewahren für das ganze Leben und dieses Gelöbnis wurde im Ehebuch des Standesamtes …………………………………… eingetragen!




Ich bitte nun das Brautpaar und die Trauzeugen, Eure Unterschriften unter diese Eintragung zu setzen.


Liebe , lieber ,


Ihr habt euch nun dieses „Ja“ gesagt, das mehr ist als ein Wort. Es ist ein Wagnis. Es ist der ehrliche Wille zum Miteinander. Wo er vorhanden ist, wo auch im Alltag Toleranz und gegenseitige Achtung bestehen bleiben, kann sich die Freude, die den Hochzeitstag geprägt hat, weiter vertiefen.

Denn es ist vielleicht die schönste Erfahrung im Leben, gemeinsam zu wachsen, sich gemeinsam zu entwickeln, viele Lebensphasen zu durchwandern, verschiedene Erfahrungen zu machen, und dabei im Ehepartner einen verlässlichen und liebevollen Gefährten zu finden.

Für diese große gemeinsame Aufgabe kann ich Euch kein Rezept, sondern möchte ich Euch nun noch folgende alte Legende mit auf den Weg geben:


Ein junger Mann hatte einen Traum. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“ Der Engel gab ihm freundlich zur Antwort: „Alles, was Sie wollen.“ Der junge Mann sagte: „Dann hätte ich gerne:
- eine Frau, die mich immer versteht und auf die ich mich verlassen kann,
- eine glückliche Ehe, die bis zu unserem Lebensende glücklich bleibt,
- gute Freunde, die uns auf unserem Lebensweg begleiten,
- Kinder, die sich gut entwickeln und an denen wir unsere Freude haben,
- und, und ....“
Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen.“

Es ist schön,
sagst du, geliebt zu werden.
Dann liebe doch!
Das Geliebtwerden ergibt sich
ganz von selbst.

Die standesamtliche Trauung ist somit beendet. Im Namen der Gemeinde Weinburg am Saßbach darf ich Euch für Euer gemeinsames Leben viel Kraft, Glück, Freude, Zuversicht und Gottes Segen wünschen!

Gratulation.


 
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