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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (439)

Liebe Hochzeitsgäste, sehr geehrte Trauzeugen, hochgeschätztes Brautpaar.

Ich begrüße Sie herzlichst im Standesamt der Gemeinde ......., wohl zu einem besondeen Anlaß, der uns heute zusammenführt, denn Ihr feiert Hochzeit und schließt den besonderen Bund der Freundschaft, der Liebe und des Vertrauens.

Ich habe Euch mit einem Kärntnerlied begrüßt und in diesem Lied sowie in vielen Kärntnerliedern spielt die Liebe zwischen Mann und Frau eine große Rolle indem es heißt „Bin gekniet neben deiner hon die ghabt bei da Hond, seima ham aufe gongan mit’n Hoachzeitergwand. Und so können wir uns vorstellen, daß in diesem Lied sich ein Mann und eine Frau finden, die Hände reichen und festhalten, um gemeinsam das Leben zu gestalten und die Höhen und Tiefen des Lebens zu erfahren.

Ein bedeutsamer Schritt führt Euch heute hierher zum Standesamt, um im Kreise Eure Eltern, Verwandten und Freunde den Bund der Ehe zu schließen. Jeder von Euch beiden ist bis zu Eurem Kennenlernen seinen eigenen Weg gegangen. Aber von heute an wollt Ihr - wie Ihr das schon in der Vergangenheit bewiesen habt - gemeinsam Euren Lebensweg zurücklegen, erfüllt von dem Bewußtsein, dass Ihr damit Euren Lebensinhalt gegenseitig erweitert und bereichert.

Und diese Verbindung die ihr nun eingehen werdet, bedeutet nach innen ein noch engeres Zusammenrücken, eine noch engere Bindung, nach außen hin, der Gesellschaft gegenüber zu sagen, wir sind verheiratet, wir sind eine Familie.
Aber niemand weiß, was Euch die Zukunft bringen wird. Jetzt seid Ihr bemüht und bekundet auch die besten Absichten. Die Ehe ist ja nicht allein ein Bund für frohe und für schöne Stunden -- denn das Schicksal formt ohne Unterbrechung den Menschen und stellt ihn immer wieder vor neue Situationen. Beginnt Euren gemeinsamen Lebensweg mit dem ernsten Vorsatz, daß ihr durch guten Willen, Liebe und Geduld auf beiden Seiten immer einen Weg findet, um die Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern.

Ihr beide habt sicherlich das Gefühl, füreinander bestimmt zu sein und die Überzeugung in Eurem gemeinsamen Leben nicht nur gut miteinander auszukommen sondern auch glücklich zu werden. Dieses Glück in Eurer Ehe zu finden, soll auch Euer gemeinsames Ziel sein.

Vergeßt aber auch nicht, daß das dauerhafte Glück niemals erzwungen werden kann, sondern abhängig ist von der eigenen Anstrengung und dem freien Willen das „Du“ dem „Ich“ voranzustellen.

Ihr beide schließt die Ehe, weil Ihr gleichgerichtete Lebensziele und Wünsche habt. Eure gemeinsamen Ziele kann ich natürlich nur vermuten, allgemein werdet Ihr vielleicht folgende Erwartungen in Eure Ehe setzen:

Ihr erhofft euch Sicherheit, Ihr möchtet Euch aufeinander verlassen können.

Ihr wollt Euch gegenseitig unterstützen und gemeinsam viel erreichen. Ihr erwartet einen verantwortungsvollen Partner, eine harmonische Beziehung und vieles mehr.

Unbestritten kann es nur von Vorteil sein, wenn Ihr Euch diese Ziele setzt und ernsthaft versucht, diese auch zu verwirklichen.

* Ehe ist der Gegensatz von „Alleinsein“
* Ehe bedeutet, Gefühle zu zeigen
* Ehe bedeutet, einen Hort des Vertrauens, des Wohlbefindens zu
schaffen
* Ehe bedeutet auch Komplimente zu machen Aber was kann man tun um in der Ehe glücklich zu sein?? (z.B.)

Gemeinsame Ziele pflegen - gebt nicht Eure Identität auf - Gemeinsamtkeit verbindet - doch zuviel davon kann die Beziehung lahmlegen. Es ist nicht immer einfach eine Grenze zwischen Wir und dem Ich zu ziehen.

Streitet richtig - aber ohne Euch dabei tief zu verletzen - denn ihr beide werdet sofort spüren, wie weit ihr gehen könnt. Das ist das wichtigste an einem auch notwendigen, konstruktiven Streit.

Gemeinsam lachen - gemeinsam leben - der Humor soll ein wichtiger Bestandteil in Eure Beziehung sein. Das sich gegenseitig necken - ist ein belebendes Element in der Beziehung.

Gegenseitiges Verstehen und Achtung, Respekt vor dem anderen, Toleranz, Treue, Liebe, Anerkennung, Geduld sind wichtige Anforderungen an die Ehe. Und die Ehe ist auch für unser Seelenleben notwendig. Und zu jeden dieser wichtigen Anforderungen kann man sich selbst Gedanken machen: z.B: Toleranz soll für Euch nicht bedeuten jeden offensichtlichen Fehler des anderen zu entschuldigen oder gar wegzudiskutieren.
Fehler bleiben Fehler, falsches Verhalten bleibt falsches Verhalten. Aber „etwas entschuldigen“ und „Verständnis aufbringen“ ist nicht dasselbe. Die Toleranz soll eine Stütze für Eure Liebe werden und dass es Euch gelingt, durch gegenseitiges Toleranzüben eine glückliche Ehe auf sicherer Basis zu bauen!

Doch viele Menschen behaupten auch oft, die Ehe sei als Form der Partnerschaft überholt. Man könnte damit vielleicht übereinstimmen, wenn man die Ehe nur als Gesellschaftszwang sieht, der künstlich aufrechterhalten wird.
Wenn man jedoch die Ehe wie Ihr beide als Ausdruck für Eure ehrliche Zuneigung, Eure Gesprächsbereitschaft, Eurem Bemühen um den anderen, betrachtet, ist sie nach wie vor - und gerade in unserer hektischen und toleranzlosen Zeit - eine moderne Form der Beziehung, mit den besten Zukunftsaussichten!

Ein Philosoph hat die Ehe folgende charakterisiert:

... und vereint sollt Ihr bleiben, immerdar.
Ihr bleibt vereint,
wenn die weissen Flügel des Todes Eure Tage scheiden.
Wahrlich, Ihr bleibt vereint, selbst im Schweigen von Gottes Gedanken.
Doch lasset Raum zwischen Eurem Beinandersein.
Und lasset Wind und Himmel tanzen zwischen Euch.
Liebet einander, doch macht die Liebe nicht zur Fessel.
Schaffet eher daraus ein webendes Meer zwischen den Ufern Eurer Seelen.

Füllet einander den Kelch,
doch trinket nicht aus einem Kelche.
Gebet einander von Eurem Brote,
doch esset nicht vom gleichen Laibe.
Singet und tanzet zusammen und seid fröhlich, doch lasset jeden von Euch allein.
Gleich wie die Saiten einer Laute allein sind, erbeben sie auch von derselben Musik.
Gebet einander Eure Herzen,
doch nicht in des anderen Verwahr.
Denn nur die Hand des Lebens vermag Eure Herzen zu fassen.
Und stehet beieinander, doch nicht zu nahem beieinander:
Denn die Säulen des Tempels stehen einzeln, und Eichbaum und Zypresse wachsen nicht im gegenseitigen Schatten.





Liebes Brautpaar, es ist doch interessant zu wissen, wie sich Eure Liebe entwickelt hat. Ihr habt Euch vor ca. 4 einhalb Jahren kennengelernt. Dabei wird das Verlangen mehr über den Partner zu erfahren immer größer und dann verliebt man sich – und genau das ist eines der schönsten Momente im Leben des Menschen. Und so kam wie es kommen mußte – die erste Verabredung, die erste Einladung- der erste Kuß. Und seit dieser Zeit seid ihr bis heute zusammengeblieben, habt versucht Euer gemeinsames Glück in die Hand zu nehmen und zu schmieden.

Ihr habt zusammengehalten und gemeinsam Eure Vorstellungen und Ziele unter Rücksicht auf den Partner verwirklichen können. Und während dieser Zeit hat ihr Euch schätzen gelernt und habt auch die Stärken aber auch die Schwächen des Partners miterlebt und ihr wißt nun, wie ihr damit umzugehen habt.

Mit viel Freude aber sicher auch unter manchem Verzicht habt Ihr Euer Haus gemeinsam fertiggestellt und damit bereits einen fruchtbaren Grundstein für Eure Ehe gelegt. Die Arbeiten rund um das Haus sind mittlerweile auch zu Eurem gemeinsamen Hobby geworden. Man kann also sagen, Ihr beide seid jung, dynamisch, ehrgeizig und positiv zum Leben eingestellt. Genau diese Einstellung bewirkt heutzutage , daß man gemeinsam viel erreicht.

Beruflich habt Ihr genauso Erfolg, was in der heutigen Zeit ungemein wichtig ist. Der Heinz bei der Bundesbahn als Signalmeister und die Ulrike als Verkäuferin.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer großen Liebe sind auch Kinder, die eigentlich heute in unserer Gesellschaft die Familie wirklich widerspiegeln. So besagt ein altes Sprichwort. „Eines der wichtigsten Dinge in Ehesachen, ist lautes Kinderlachen“.

Denkt aber auch daran, daß Glück nicht allein von Gut, Geld und einer gesicherten Existenz, oder vielleicht sogar von den Mitmenschen abhängt, sondern allein davon, wie Ihr Euer künftiges Leben gestalten werdet, in dessen Ihr nun Euer Lebensglück und Eure Zukunft legt.

Mit dem heutigen Ereignis der Eheschließung wird vorerst der Kreis geschlossen. Ein gutes Fundament auf dem ihr Euren gemeinsamen Lebensweg aufbauen könnt.

Das Versprechen, das Ihr nunmehr abgeben wollt, ist die Bereitschaft, alles miteinander zu teilen, und als Mann und Frau in einer Gemeinschaft zu leben, der Gemeinschaft der Ehe.
Ich ersuche Euch, die Fragen die ich an Euch richten werde, zu beantworten und bitte Euch gleichzeitig dazu aufzustehen.

Musik ein - Nr. 3

„Und so will ich denn an Euch eine kleine aber doch so große Frage stellen, eine Frage, die Euer ganzes zukünftiges Leben einschließt, eine Frage, die Ihr mit den Lippen beantworten, aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahrmachen müßt.

Ich frage nun Dich, lieber Bräutigam  Heinz Thomas , bist Du gewillt, mit Deiner Braut,  Ulrike , die Ehe zu schließen? Dann antworte mir mit einem deutlichen JA.

Und nun frage ich Dich, liebe Braut  Ulrike , bist auch Du gewillt, mit Deinem Bräutigam  Heinz Thomas , die Ehe einzugehen? Dann antworte auch Du mir mit einem deutlichen JA.

Ihr beide habt nun vor Euren Zeugen und allen Anwesenden ein schönes aber auch verantwortungsvolles Gelöbnis abgelegt. Nun ersuche ich Euch, einem alten Brauch entsprechend, dies auch äußerlich zu bezeugen, indem ihr Euch gegenseitig die Ringe aufsteckt.

Ich freue mich nun aussprechen zu können, daß Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Euer herzliches Versprechen nunmehr in einer Gemeinschaft leben zu wollen, und als Beweis für jedermann habe ich darüber eine Urkunde angefertigt, die ich nun vorlesen werde. Im Anschluß ersuche ich Euch, sowie die Trauzeugen diese Urkunde hier feierlich zu unterschreiben.

















Musik aus

Glückwunsch

Ich persönlich wünsche Euch nun für Euer gemeinsames Leben viel Glück und Erfolg, viel Zufriedenheit und vor allem viel Gesundheit. Das Ihr zueinander ein unerschütterliches Vertrauen bewahrt und das Glück in Eurer Ehe findet.

Oft sind es Mißverständnisse, die das klare Wasser des Verstehens trüben. Wo Menschen zusammenleben, gehen Meinungen und Wünsche auseinander; Unruhe und Ungeduld legen einen dichten Schleier vor die Augen. Aber durch Achtung und die Wertschätzung vor dem Wesen des anderen und durch die Güte wird es Euch immer wieder gelingen, Eure Mißverständnisse und Meinungsverschiedenheiten aufeinander abzustimmen.

Bemüht Euch - auch alles miteinander zu gestalten, Eure Pläne miteinander zu schmieden, die Wünsche und Ansichten des anderen zu respektieren und sich vor allem in den Belangen des Alltags auszusprechen. Redet Sie viel miteinander und nehmt Euch die Zeit dazu, damit es in Eurer Ehe nie soweit kommt, dass das Sprichwort „im Ehestand muß man sich streiten, dass man dadurch voneinander etwas erfährt“ zum Tragen kommt. In dem Miteinander-Besprechen und Ausreden liegt auch das Geheimnis einer harmonischen Ehe, denn gerade dadurch wächst und verstärkt sich das Vertrauen in den Partner immer mehr und immer wieder. Und die Basis einer glücklichen Ehe ist unter anderem eben das gegenseitige Vertrauen und die Achtung voreinander.

Ihr werdet in Kürze aus diesen Saal als Ehepaar hinausgehen und bald wird wieder die Gewalt des Lebens von Euch Besitz ergreifen. Aber Ihr müsst nicht mehr mit den Problemen des Alltags alleine fertig werden, sondern gemeinsam mit dem Partner, den Ihr Euch nun anvertraut habt.

Ein neuer Lebensabschnitt hat seinen Anfang begonnen. Zu diesem neuen Anfang werden Euch heute und in den nächsten Tagen noch viele gratulieren. Auch mir ist es ein aufrichtiges Bedürfnis, Euch für Eure Zukunft alles Gute zu wünschen. Mein Wusch für Euch beide ist, dass Ihr, so wie in diesem Moment, ein Herz und eine Seele bleibt, dass Ihr nicht neben-, sondern miteinander lebt. Vergesst deshalb nie, dass all Euer Tun und Lassen das Glück Eures Lebens bestimmt und beeinflußt.

Als Abschluß darf ich Euch eine Trauungsmappe der Gemeinde ........... mit Euren Unterlagen überreichen, danke für die Aufmerksamkeit, und wünsche Euch und allen Anwesenden einen unvergeßlichen Tag.


 
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