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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (442)

Sehr geehrtes Brautpaar!

Ich heiße Sie hier im Trauzimmer unseres Standesamtes recht herzlich zu Ihrer Eheschließung willkommen. Begrüßen möchte ich auch Ihre Trauzeugen und alle weiteren Gäste, die hier heute bei der für Sie so wichtigen Stunde anwesend sind. Mein ganz besonderer Gruß gilt den Eltern. Ich freue mich, dass Sie, liebe Eheleute ... und ...., heute Ihre Kinder begleiten, dass Sie bei Ihnen sind an einem so enscheidenden Tag ihres Lebens.
Ich darf mich Ihnen vorstellen: Mein Name ist .....

Verehrtes Brautpaar!
Kann es für einen Standesbeamten eine schönere Aufgabe geben, als bei der Eheschließung von zwei sich liebenden Menschen mitwirken zu dürfen. Wohl kaum! Man sieht es Ihnen an, wie sehr Sie sich auf diesen Tag gefreut haben, und wir alle freuen uns mit Ihnen!
Als Sie beide kürzlich Ihre Anmeldung zur Eheschließung gemacht haben, musste zunächst geprüft werden, ob alle rechtlichen Voraussetzungen für Ihre heutige Eheschließung erfüllt sind.
Viel wichtiger als all diese rechtlichen Voraussetzungen sind jedoch immer die ganz persönlichen, privaten Bedingungen.
Sie beide, Herr ... und Frau .... haben nämlich schon lange vorher den viel wichtigeren, den ganz privaten Teil dazu beigetragen. Sie haben sich kennen und schätzen gelernt und Zuneigung zueinander gefunden. Aus Ihrer Zuneigung wurde Freundschaft, und aus Ihrer Freundschaft Liebe. Aus dieser Liebe heraus haben Sie den Entschuss gefasst, Ihren künftigen Lebensweg gemeinsam zu gehen, gemeinsam in der Ehe. Sie möchten sich gegenseitig unterstützen, füreinander da sein, Verantwortung für den anderen übernehmen.
Eine Grundvoraussetzung für eine jede glückliche Partnerschaft und Ehe ist immer das Vertrauen. Vertrauen in den geliebten Partner, ohne den Sie sich schon heute ein Leben nicht mehr vorstellen können, und Vertrauen in die gemeinsame Zukunft, die ab heute vor Ihnen in der Ehe liegt.
In der Zeit, in der Sie einander nun kennen, haben Sie sicherlich festgestellt, wie schön es ist, einen Partner an der Seite zu haben, dem man dieses Vertrauen schenken kann, bei dem man sicher ist, dass er zu einem stehen wird, egal was kommt, immer und auf jeden Fall.
Dieses einmal erworbene Vertrauen gilt es nun in Ihrer Ehe weiter auszubauen.
Vertrauen, Trauung, Treue, all das sind Begriffe, die gehören ganz eng zusammen. Ohne Treue ist das Eheleben nicht denkbar - bedingungslose Treue macht das Leben miteinander erst lebenswert.
Treue ist eine Tugend, ein geistiger Wert, ohne den Ehe und Familie, Freundschaft und Partnerschaft nicht bestehen können.
Treue heißt, sich auf den anderen einzustellen, den Partner annehmen, wie er ist. Daraus erwächst dann das Gefühl der Sicherheit und des Geborgenseins.
Treue zum anderen setzt Treue zu sich selbst voraus - \"Ja\" zu sich selbst zu sagen. Erst dann ist es möglich, das Wagnis der Ehe einzugehen.
Wenn Sie in Ihrer Ehe Ihren Partner durch Ihre Liebe und Treue stützen, mit ihm lachen und heiter sein können, aber auch - wenn es einmal sein muss - miteinander weinen können, werden Sie Ihr eheliches Glück miteinander finden. Mögen Sie es sich auf Dauer erhalten können!
Mit einem brasilianischen Sprichwort möchte ich meine kleine Ansprache beenden:
\"Wenn ich allein träume, ist es nur ein Traum, wenn wir gemeinsam Träumen ist es der Beginn der Wirklichkeit!\"
Ich wünsche Ihnen, dass Sie viele, viele gemeinsame Träume erleben können, die dann in Ihrer Ehe auch Wirklichkeit werden mögen!



 
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