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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (474)

\"Wenn du den Menschen neben dir trägst und erträgst, wirst du bald merken, wie du selbst von der Liebe getragen wirst!\"

Mit diesem kurzen Zitat begrüße ich das Brautpaar sowie die Trauzeugen und Hochzeitsgäste zur heutigen Trauung am Standesamt Wolfern auf das allerherzlichste.

Mit Sonnenschein wurde unser Brautpaar auf das Standesamt begleitet. Ein Start in eine gemeinsame Zukunft, wie man ihn sich nicht besser vorstellen könnte.

Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr!

Wenn du den Menschen „TRÄGST und ERTRÄGST“

Ich glaube in diesen Zeilen steckt eigentlich schon drinnen, auf was es in der Zweisamkeit, sprich in der Partnerschaft und natürlich auch im Eheleben ankommt.

Dieses TRAGEN soll nicht aber heißen, dass man sich gegeneinander nur durch die Gegend schleppt, sondern sinngemäß den Partner unterstützt und hilfreich zur Seite steht.

Es gibt eine Fabelgeschichte, die ich dazu kurz vorbringen möchte.

In einem Wohnzimmer stand ein bequemer Polstersessel und ein Holzsessel. Die ganze Familie benützte mit Vorliebe den Polstersessel. Der Holzsessel, der unmittelbar daneben stand, ging immer leer aus.
Eines Tages fragte der traurige Holzsessel den Polstersessel:
„Warum setzen sich alle nur bei dir nieder? Bei mir sitzt nie jemand!“ Daraufhin antwortete der Polstersessel: „Ich gebe nach!“

Und dieses Nachgeben, die Rücksichtnahme und Toleranz bedeutet, die Partnerin, den Partner, mit seiner ganzen Persönlichkeit, mit all seinen Ecken und Kanten und seinen Eigenheiten zu akzeptieren und anzunehmen.
Um andere, besonders die Partnerin oder Partner zu verstehen, auch seine Gefühlswelt kennen und verstehen zu lernen, muss man sich füreinander Zeit einräumen, besser gesagt in unserer Hast und Schnelllebigkeit, sich für einander Zeit freikämpfen.
Sie haben in der Zeit gelernt mit Toleranz, Zeitmangel, Problemen und Schwierigkeiten gelernt umzugehen.

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Liebes Brautpaar!

Man kann die Ehe mit der Freundschaft vergleichen. Freundschaft, so sagten die alten Römer, sei dann gegeben, wenn zwei dasselbe wollen und dasselbe nicht wollen.
Was ist dann Ehe?
Ein Unterschied ist gewiss darin zu erkennen, dass die Freundschaft leichter aufgekündigt werden kann als die Ehe, dass Freundschaft wesentlich leichter zu leben ist.
In der Ehe sitzt man immer beisammen, wird mit den Fehlern und Schwächen des Partners konfrontiert, muss gemeinsam Krisen überwinden, unter Freunden trifft man sich nur dann und wann, daher kann man sich in der Freundschaft gegenseitig weit weniger zur Last fallen.
Beide aber, Ehe und Freundschaft, sind auf Dauer angelegt. So könnte man vielleicht sagen: Die Ehe ist die Vollendung des Begriffs der Freundschaft und soll zu einer Einheit führen, dass beide dasselbe wollen und dasselbe nicht wollen.


Geschätztes Brautpaar!
Wenn ich den herrlichen Brautstrauß bewundere geht ihr beide heute den gemeinsamen Weg mit ROSEN!
Und die Rose ist ja ohnehin das Sinnbild für Liebe und für Treue!
Ich wünsche ihnen, dass ihr Leben stets von solcher Blütenpracht geprägt ist (wie dieser Brautstrauß) und dass sie das Füreinander-DASEIN und die Geborgenheit in der Familie stets erfahren können.

Sehr geehrtes Ehepaar!
Woddy Allen hat einmal gesagt: „Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte.“ Zweifellos steckt in diesem etwas launigen Spruch auch ein Körnchen Wahrheit. Vor Pannen ist man nie ganz gefeit. Ich aber bevorzuge lieber und gerade heute einen Ausspruch von Albert Schweitzer, der besagt: „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.

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GEDANKEN (vorlesen)

Sg. Brautpaar!
Sie werden nun Ihren Willen bekunden, künftig als Eheleute zusammenleben zu wollen. Dazu bitte ich nun alle Anwesenden für diesen bedeutenden Augenblick aufzustehen.

Sg. Brautpaar!
Sie haben vor kurzen den Antrag auf Trauung gestellt und es wurde festgestellt, dass alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe gegeben sind.

Und so frage ich sie, Frau …, wollen Sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Herrn ….. eingehen, so beantworten Sie die Frage mit „JA“

So richte ich die Frage an Sie, Herr …., wollen Sie aus eigenem und freiem Willen die Ehe mit Frau …. eingehen, so beantworten Sie die Frage ebenfalls mit „JA“.

Nachdem Sie beide nun vor Euren Zeugen und Gästen Ihren Ehewillen durch Ihr JA bekräftigt haben, freut es mich aussprechen zu dürfen, dass sie beide von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute sind.


Ringwechsel

Ihr habt vereinbart einen Ringwechsel als äußeres Zeichen Eurer Verbundenheit vorzunehmen und ich bitte nun darum.


Ich werde nun den Heiratseintrag im Ehebuch verlesen.
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