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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (478)

Liebes Brautpaar, liebe ..., liebe Verwandten und Freunde des Brautpaares.
Wir sind heute zu diesem feierlichen Anlass zusammengekommen und ich darf Sie als Standesbeamter der Gemeinde Xxxxxxx herzlich willkommen heißen.

Mein Name ist Heidi xxxxxxxx Ich bin vor 4 Jahren zur Standesbeamtin bestellt worden und seid einem Jahr nehme ich hier in Xxxxxxx auch Eheschließungen vor.

Und heute, wird es sozusagen ernst für Sie. Nun sagen Sie auch ganz offiziell, dass Sie sich füreinander entschieden haben und zusammenbleiben wollen. Denn Sie haben sich ineinander verliebt und festgestellt, dass Sie gut zueinander passen.

Durch Ihr „Ja-Wort“ heute gelten Sie beide dann nicht nur in Ihrem Verwandten und Bekanntenkreis als Paar, sondern auch ganz offiziell vor der Gesellschaft als Ehepaar.
Dieses Ja-Wort heute drückt jedoch mehr aus, als nur den Wunsch ein Dokument zu bekommen, das die andere Rechtsstellung in der Gesellschaft ergibt.

Vielmehr ist es in erster Linie auch eine Herzensangelegenheit. Bei dem Wort Hochzeit fallen jedem Menschen auch Begriffe wie Liebe, Treue, Zuneigung, gegenseitige Achtung und Unterstützung ein. Freude kommt auf bei dem Gedanken an den gut vorbereiteten Hochzeitstag, an die vielen Details, die sich vielleicht ihre Familie und Freunde haben einfallen lassen haben, um diesen Tag zu einem herausragenden Tag zu machen.

Vielleicht haben Sie sich heute daran erinnert, wie Sie sich kennen gelernt haben. An die erste Verliebtheit, an das Kribbeln im Bauch, an das Glück einander zu treffen. Oder an den Moment, wo Sie Frau Xxxxxxx erstmal deutlich empfanden: der ist der Richtige, beziehungsweise Sie Herr Xxxxxxx wussten die ist die Richtige für mich; ich habe den Menschen gefunden, mit dem ich mein Leben verbringen will.


Heute ein ganz besonderer Tag denn eine Eheschließung ist nichts Alltägliches sondern etwas zum Feiern und ich als Standesbeamter werde heute öffentlich feststellen und beurkunden, dass sie mit dem Ja-Wort rechtlich verbundene Ehegatten sind.

Das kleine unscheinbare Wörtchen „Ja“ – heute ist es von besonderer Bedeutung.
Mit diesem Wörtchen „Ja“ lässt sich gerade heute viel ausdrücken. Ich erlebe immer wieder, dass dieses Wörtchen für Zuneigung und Liebe steht, ich als Standesbeamter und natürlich – genauso wie Sie – als Privatperson.

Sie sagen bewusst „JA“ zum Partner, d.h. Sie erklären sich bereit, ihn bzw. sie so anzunehmen, wie er bzw. sie ist, mit allen seinen Fehlern und Schwächen, aber auch seinen Talenten und Stärken. Sie werden die Höhen und Tiefen im Leben gemeinsam erleben und durchstehen und auch den ganz normalen Familienalltag mit Isabelle zusammen verbringen.
Ziel wird es sein, sich gegenseitig zu unterstützen, zusammen die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft zu planen. Schon heute nach ihrer Kennlernphase können Sie von sich sagen, dass Sie Weggefährten wurden, Partner, ein Team und nun ab heute ein Ehepaar. Dies geschieht alleine durch das kleine Wörtchen „Ja“. Nicht durch das Unterschreiben des Heiratseintrages entsteht die Ehe, sondern durch Ihr übereinstimmendes „Ja“, das Sie beide gleich vor mir aussprechen werden. Dieses Wörtchen „Ja“ schließt aber noch mehr ein.
Der Schriftsteller Albert Camus sagte:

Einen Menschen lieben, heißt einwilligen, mit ihm alt zu werden.

Keine leichte Aufgabe, eher eine große Herausforderung in der heutigen Zeit. Gemeinsam alt zu werden kann bedeuten, dass sie 50 oder mehr Jahre Partnerschaft vor sich haben können. Dies ist eine lange Zeit.

Ich glaube, Ihnen ist bewusst, dass Sie sich zusammen entwickeln, wachsen und reifen müssen. Jeder verändert sich durch eigene Erfahrungen auf gewisse Weise weiter.
Für eine gute Partnerschaft ist es wichtig, den anderen dran teilhaben zu lassen. Fragt man Paare, die schon lange miteinander verheiratet sind, nach ihrem Patentrezept für eine dauerhafte Ehe, sagen viele u.a.: „Wir haben viel miteinander geredet.“ D.h. sie haben den anderen teilhaben lassen am eigenen Leben. Man kann auch verschiedene Meinungen austauschen und so vom anderen lernen. Miteinander reden kann viele Qualitäten haben. Es hängt davon ab wie man sich zuhört.
Gute Gespräche brauchen vor allem Zeit, gerade wenn schwierige Themen, unterschiedliche Meinungen Urlaubspläne oder große Zukunftspläne besprochen werden.
Zum Abschluss meiner kleinen Ansprache wünsche ich Ihnen, dass Sie stets füreinander Zeit finden für gute Gespräche über Kleinigkeiten, aber auch über große Dinge, die Sie bewegen.

Vielleicht waren Sie heute Morgen gespannt, wie wohl Ihre Eheschließung im Standesamt ablaufen wird. Nun brauchen Sie nicht mehr länger auf den entscheidenden Moment des Tages zu warten. Ich bitte Sie jetzt, sich von den Plätzen zu erheben.


Ich frage nun Sie, Herr xxxxx Xxxxxxx, ist es Ihr freier und eigener Wille, mit der hier anwesenden Frau xxxxxxx Xxxxxxx die Ehe zu schließen, dann antworten sie mit „Ja“.

Wollen auch Sie, Frau xxxxxxxx Xxxxxxx aus freiem und eigenem Willen mit dem hier anwesenden Herrn xxxxxxx Xxxxxxx die Ehe schließen, dann antworten auch Sie mit „Ja“.

Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit „JA“ beantwortet haben, stelle ich fest, dass sie damit kraft Gesetz rechtlich verbundene Ehegatten sind.

Als Zeichen dieser Verbundenheit gelten die Eheringe, die Sie sich jetzt gegenseitig anstecken können.

Jetzt ist auch der Moment für den Hochzeitskuss gekommen.

Bevor Sie sich nun wieder setzen, um den Heiratseintrag zu unterschreiben, möchte ich Ihnen noch alles Gute für Ihr zukünftiges Eheleben wünschen.
Möge Ihnen dieser Tag immer in guter Erinnerung bleiben.
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