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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (479)

Sehr geehrte Trauzeugen, (verehrte Gäste,) doch vor allem Liebes Brautpaar!

Ein bedeutsamer Schritt führt euch heute hierher ins Standesamt der Gemeinde ….. Ihr wollt euch heute gegenseitig im Beisein eurer Trauzeugen (und Gäste) ein Versprechen geben.
Liebe …., lieber …., vor einiger Zeit habt ihr euch kennen gelernt, habt euch ineinander verliebt und auch bald gemeinsame Wünsche und Ziele entdeckt. Ein Stück eures Lebensweges habt ihr bereits gemeinsam zurückgelegt Und heute werdet ihr offiziell bekunden, dass ihr diesen eingeschlagenen Weg in Zweisamkeit und Verbundenheit zu Ende gehen wollt. Der 01.März 2008 ist somit für euch ein ganz besonderer Tag – ihr sagt JA zueinander - JA zur Ehe.
Es geht heute also um dieses kleine Wort JA. Aber warum kann gerade dieses Wort so viel bedeuten?
Es unterscheidet sich vom Wort „vielleicht“. „Vielleicht“ sagt man dann, wenn man keine Entscheidung treffen will, oder aus Bequemlichkeit.
Das Wort JA hingegen ist eine verbindliche Entscheidung fürs Leben. Es ist das Versprechen für einander da zu sein, die Sonnenseiten, aber auch die Schattenseiten des Lebens miteinander zu durchleben. Zu zweit lassen sich aber auch viele Wünsche und Ziele leichter verwirklichen.
Ein Zitat von Hélder Camara lautet: Wenn ich alleine träume, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam Träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit.
Ein Traum, an dem man gemeinsam bastelt, ist wie ein Pfeil auf einem gespannten Bogen – er braucht nur noch losgelassen werden.
Auch ihr habt sicher viele gemeinsame Träume, die ihr euch erfüllen möchtet. Manche von diesen Träumen werden vielleicht ohne großen Aufwand in Erfüllung gehen – andere wiederum nur mit viel Ausdauer und Zielstrebigkeit.
Bei der Anmeldung zu Eheschließung habt ihr mir verraten, dass ihr ein eigenes Haus bauen wollt. Euer erster gemeinsamer großer Traum wird sich also schon bald erfüllen. Mit dem Hausbau trefft ihr eine wichtige Entscheidung, denn ihr habt den Ort festgelegt, an dem ihr eure gemeinsame Zukunft verbringen werdet. Dieser Entschluss zeigt aber auch, dass ihr euch gegenseitig vertraut, und ihr füreinander Verantwortung übernehmen wollt.
Über den Hausbau habt ihr euch sicher viele Gedanken gemacht. Wie soll euer Haus aussehen, wer soll es planen. Wichtig ist vor allem die Wahl des richtigen Baustoffes. Denn nur ein Haus, das auf einem stabilen Fundament errichtet wird, schützt vor allen Stürmen und Unwettern.
Ähnlich ist es auch in der Ehe. Nur eine Ehe mit einem tragenden Fundament hat Bestand. So sagt zum Beispiel ein bekannter Dichter – „Die Ehe ist ein Bauwerk, das jeden Tag neu errichtet werden muss.“ So wie euer Haus euch vor Unwettern schützt, so soll auch die Ehe für euch ein stabiles Fundament – eine Stütze – sein und euch helfen, die Stürme des Lebens zu meistern. Ich wünsche, dass die Ehe für euch ein Haus ist, dass euch Schutz, Geborgenheit und vor allem Beständigkeit geben kann.
Die Beständigkeit und Verlässlichkeit als Fundamente eurer Liebe müssen sich jeden Tag neu bewähren; geht behutsam miteinander um, und mit jedem Tag gewinnt das Fundament eurer Ehe mehr Stabilität.

Ihr seht – euer Haus ist also mehr als nur Steine und Mörtel – es soll euch Anker sein – Heimat sein.
Ein Sprichwort sagt: Stein und Mörtel bauen ein Haus – Geist und Liebe schmücken es aus!
Liebes Hochzeitspaar, solange Vertrauen und Verantwortungsgefühl eure Begleiter sind, wird eure Ehe und eure gemeinsame Zukunft immer ein festes und sicheres Fundament haben. …..(Trauungsformel)

 
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