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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (481)

Liebes Brautpaar,
ich darf Sie, Ihre Familienangehörigen und Gäste recht herzlich im Trauzimmer der Stadt .... zu diesem für Sie besonderen Tag begrüßen.
Zunächst möchte ich mich vorstellen:
Mein Name ist ………… und Funktion benennen. Nicht nur für Sie ist dieser Tag ein ganz besonderer Tag sondern auch für mich, da dies meine erste Eheschließung als Standesbeamtin ist.
Vor der Trauung ist von den Verlobten noch eine abschließende Erklärung zur Namensführung in der Ehe abzugeben.
Sie haben bei der Anmeldung zur Eheschließung den Namen …… zum Ehenamen bestimmt und ich hoffe, dass Sie bei dieser Entscheidung geblieben sind.
• Namenserklärung (vorlesen)
Ich darf Sie nun bitten, die Erklärung zu unterzeichnen.
(Unterschriften)
Eine Ehe wird nur dadurch geschlossen, dass die Verlobten vor einem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Diese Erklärungen dürfen nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung abgegeben werden.
Diese so amtliche Formulierung kann man auch anders ausdrücken:
Unser Ja ist ein Ja,
unser Ja ist kein Möglicherweise,
kein unter Umständen,
kein Probeweise,
unser Ja ist kein Naja,
unser Ja ist ein Ja zu uns.
Bevor wir zum eigentlichen Teil der Eheschließung übergehen, möchte ich gerne noch ein persönliches Wort an Sie richten.
Natürlich habe ich mir als frischgebackene Standesbeamtin überlegt, welche Worte für diesen besonderen Anlass angemessen sind. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass kein Außenstehender beurteilen kann, was die Ehe für zwei Menschen bedeutet. Für mich ist die Ehe ein Abenteuer, das nicht formulierbar, nicht greifbar ist.
Eine Ehe zwischen zwei Menschen ist der innigste Bund, den wir Menschen kennen. Gegenseitige Rücksicht, Liebe und Treue sind die Grundlagen dieser Gemeinschaft.
Ihre Trauung heute bedeutet, dass sie „Ja“ zu einander sagen und Ihren Partner so annehmen möchten, wie er ist:
Mit allen Stärken und Schwächen, Talenten aber auch Fehlern.
„Ja“ zu sagen heißt, dass Sie mit Ihrem Partner an Ihrer Seite alle Hochs und Tiefs des Lebens teilen möchten. Sie haben einander ausgewählt, weil Sie davon überzeugt sind, dass Sie beide den gleichen Weg einschlagen möchten.
Ihr „Ja“ zueinander bedeutet,
dass Sie sich loslassen können, und doch gehalten werden, dass Sie Fehler machen, und Ihnen diese Fehler verziehen werden, dass Sie Halt suchen, und Ihnen Halt gegeben wird aber vor allem, dass Sie Liebe schenken und diese Liebe selber spüren.
Liebe kann niemals heißen einander alles zu sein.
Das schafft kein Mensch.
Liebe heißt zwar gemeinsam leben,
aber auch den anderen sein und leben zu lassen.
Jeder muß den anderen so akzeptieren, wie er ist, und keiner darf versuchen, den anderen zu ändern.
Ich darf Sie, liebes Brautpaar, jetzt bitten, aufzustehen.
Wenn ich Sie jetzt einzeln und nacheinander frage, ob Sie die Ehe miteinander eingehen wollen und Sie diese Frage mit „Ja“ beantworten, dann sind Sie rechtmäßig verbundene Eheleute Herr ………………., sind Sie bereit, mit der anwesenden ……………….. die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage mit „Ja“.
Frau ……………….., sind Sie bereit, mit dem anwesenden ……………. die Ehe einzugehen, so beantworten Sie meine Frage mit „Ja“.
Nachdem Sie nun beide die an Sie gerichtete Frage mit „Ja“ beantwortet haben, erkläre ich Sie kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute.
Ich darf Sie jetzt bitten, als Zeichen der Verbundenheit die Ringe anzustecken.
Pause (Brautkuss????? – ansonsten dezenter Hinweis) Dann folgt zum Abschluss eine weitere Formalität: die Vorlesung des Heiratseintrages und Unterschriften Überreichen der Urkunden mit Gratulation


 
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