logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (487)

Sehr geehrte Eltern und Trauzeugen, geschätzte Hochzeitsgäste, ich begrüße Sie sehr herzlich hier im Standesamt ......

Ganz besonders aber begrüße ich Sie liebes Brautpaar zu Ihrer standesamtlichen Trauung.

Es ist immer wieder ein ganz besonderer Moment für mich zwei Menschen in einen neunen Lebensabschnitt zu begleiten.

Bei der Vorbereitung einer geeigneten Trauungsrede, bin ich in einem Buch auf eine Geschichte gestoßen, die mir im Zusammenhang mit Ihrer Eheschließung sehr gut gefällt.
Zwei Kugelhälften

\"Als das Leben am Anfang stand, fielen unzählige Kugeln auf die Erde. Bei ihrem Aufprall zersprangen sie in zwei Hälften. Uneben und frei auseinander geteilt symbolisieren sie die unterschiedlichen Charaktere zweier Menschen.

Doch jede dieser verschiedenen Kugelhälften ist für ein Gegenstück bestimmt, so wie auch zwei Menschen füreinander bestimmt sind.

Wir alle sind auf der Suche nach unserer anderen Hälfte, eben nach der anderen halben Kugel.

Wenn Sie glauben, Sie haben Ihre andere Hälfte gefunden, dann werden Sie feststellen, dass die beiden halben Kugeln oft nur an einer einzigen kleinen Stelle zusammenpassen, was Sie durch sorgfältiges Drehen und Probieren herausfinden können, denn nicht alles kann von vornherein passen und übereinstimmen.
Nun müssen beide an ihrer halben Kugel arbeiten, schleifen und feilen. Nur langsam und in kleinen Schritten ebnet sich dieser kantige Bruch durch das Geben und Nehmen in der Liebe.

Nach einiger Zeit, wenn sich beide Hälften abgeschliffen haben, lassen sie sich fast reibungslos zu einer Kugel formen. Aber eben nur fast, genau passen - wie am Anfang unserer Zeit - darf es nie, denn sonst verliert man seine Persönlichkeit.

Jedoch eines vergessen Sie nie: Sie sollten nicht an der anderen, sondern stets an der eigenen Hälfte feilen.
Sie, liebes Brautpaar, suchen das Glück der Ehe in einem Lebensalter, das die Sorgenlosigkeit und Unbeschwertheit der Jugend bereits überwunden hat.

Sie ersehnen tiefe und stille Freude in der Ehe nach manchem Leid. Sie beide verbindet die Sehnsucht nach einem Weggenossen, der mit Ihnen den Weg wandert, der noch vor Ihnen liegt.

Ungetrübt werden auch die Tage in Ihrer Ehe nicht verlaufen. Aber Sie wissen, dass uns das Leben manchmal fordert, und Sie haben das Vertrauen und die Liebe zueinander, dass alle Nöte gemeinsam leichter zu überwinden sind.

So werden Sie sich in der Ehe zurechtfinden, insbesondere dann, wenn Sie mit Einsicht und Klugheit all das übersehen, was früher anders war, was jetzt noch eckig und kantig ist, wird sich abschleifen und runden.

So schaffen Sie sich, gestützt auf Ihre Lebenserfahrung, das Heim und die Häuslichkeit, nach der Sie sich sehnen und in der Sie sich geborgen fühlen.

Denn, nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird.
Sie haben beschlossen nicht nur im Herzen ein Paar zu sein, sondern auch vor dem Gesetz – deshalb wende ich mich jetzt der rechtlichen Seite der Trauung zu und stelle fest, dass die Vorraussetzung für eine rechtsgültige Ehe erfüllt sind.
Ich ersuche Sie daher liebes Brautpaar, sich von Ihren Plätzen zu erheben.
Frau ......, wollen Sie die Ehe mit Herrn ....... eingehen, dann antworten Sie bitte mit einem deutlichen „JA“.

Nun frage ich auch Sie Herr ......., wollen Sie die Ehe mit Frau ........ eingehen, dann antworten Sie bitte mit „JA“.

Nach dem Sie beide meine Frage mit JA beantwortet haben, stelle ich fest, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Zum äußeren Zeichen Ihrer Verbundenheit, nehmen Sie bitte den Ringwechsel vor.

An dieser Stelle warten die Fotografen auf den Brautkuss.

Sie dürfen Sich wieder setzen.

Nachdem Ihr Eheversprechen auch schriftlich festzuhalten ist, werde ich nun diese Eintrauung im Ehebuch auszugsweise vorlesen und ersuche Sie und Ihre Trauzeugen, anschließend diesen Eintrag mit Ihrer Unterschrift zu ergänzen.

Verlesung des Ehebuches

Zum Abschluss der Trauung wünsche ich Ihnen für den heutigen Tag alles Gute, eine schöne Hochzeitsfeier und vor allem, dass Sie auch noch nach Jahren sagen können

„mein Partner – Partnerin, ist die passende Hälfte für mich, die mir Stütze und Geborgenheit gibt.

Der Bürgermeister der Gemeinde ...... lässt mich ebenfalls die besten Glückwünsche übermitteln.

 
zurück zur Übersicht