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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (512)

Geschätzte Hochzeitsgäste!
Sehr geehrte Trauzeugen!
Liebes Brautpaar!

Ich heiße Sie und alle Anwesenden herzlich willkommen hier im Standesamt in …….
Für alle Anwesenden, die mich nicht kennen, darf ich mich zuerst einmal vorstellen. Mein Name ist ………..und ich bin ………

Ich habe mich sehr gefreut über Ihren Wunsch, im Heimatort der Braut zu heiraten.


Sie beide, Frau …. und …., wollen sich heute ganz offiziell das Ja-Wort geben.

Beim Aufgebot mussten Sie erklären, welchen Namen Sie nach der Eheschließung führen wollen und Sie haben entschieden, dass jeder seinen bisherigen Familiennamen beibehält. Ihre kleine Tochter wird auch weiterhin den Namen …führen.

Soweit zur Namensführung nach der Eheschließung.



Bevor ich zur eigentlichen Eheschließung komme, darf ich Ihnen noch ein paar Gedanken über die Liebe mit auf den Weg geben.

Liebe ist das einzige das wächst,
wenn man es verschwendet.

Unzählige Bücher sind über die Liebe geschrieben worden.
Jeder von uns kann eigene Geschichten hinzufügen:

von der Liebe auf den ersten Blick, von erfüllter Liebe, von zurückgewiesener Liebe.

Liebe ist ein Geschenk, etwas Lebendiges; Liebe lässt sich nicht erzwingen, sie passiert; Liebe erfüllt das Herz, lässt sich mit dem Verstand nicht erfassen, mit den Händen nicht festhalten; Liebe vermag alles, verändert alles; Liebe ist ein Geschenk, das Zerbrechlichste im Leben, das Kostbarste im Leben; aller Sinn des Lebens ist erfüllt, wo Liebe ist.
Liebes Brautpaar, Sie beide feiern heute das Fest Ihrer Liebe, gemeinsam mit den Menschen, die Ihnen viel bedeuten.

Durch Ihre Liebe zueinander haben Sie sich zum Ja – ich will entschieden. Ja, ich will mit dem gehen, den ich liebe.

In einem Lied von Konstantin Wecker heißt es:

\"Was ich an dir mag ist unbeschreibbar, ist ein ungeschriebenes Gedicht, besser ich beschränke mich aufs Staunen, mag dich weiter und erklär dich nicht.
Ist es deine Stimme, sind es deine Hände , ach – dein ganzes Wesen fesselt mich, um dich zu beschreiben bräucht es Bände, besser sag ich schlicht: ich liebe dich!\"

Ohne Liebe kann man nicht leben. Wir alle brauchen Menschen, die uns gern haben, uns annehmen, denen wir vertrauen können.

Die Entscheidung, das Leben mit einem anderen Menschen zu teilen soll keine Endstation, kein zur Ruhe kommen sein.

Vielmehr beginnt mit dem heutigen Tag ein Prozess, in dem es um Entwicklung und Wachstum Ihrer Beziehung geht.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie beide den Mut haben, einander herauszufordern und Ihren Lebensweg gemeinsam zu entdecken.


Wir kommen nun zum eigentlichen Teil der Trauung und ich stelle fest, dass alle rechtlichen Voraussetzungen für das Zustandekommen einer gültigen Ehe gegeben sind.


Um Ihre Ehe nun zu schließen, darf ich Sie bitten, zum Konsensgespräch aufzustehen.

Ich frage Sie, Frau ….:
Ist es Ihr freier Entschluss, mit dem hier anwesenden … die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte mit „Ja“.

Auch Ihnen, Herr …., stelle ich diese Frage: Ist es Ihr freier Entschluss, mit der hier anwesenden Frau … die Ehe einzugehen, dann antworten auch Sie mit „Ja“.

Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit „Ja“ beantwortet haben, spreche ich aus, dass Sie damit rechtlich verbundene Eheleute sind.

Tauschen Sie nun die Ringe zum äußeren Zeichen Ihrer Verbundenheit.

- Ringwechsel –

Es darf jetzt natürlich auch geküsst werden.

- niedersetzen – kurze Pause -
Ihr Eheversprechen ist im Ehebuch des Standesamtes … mit der Zahl … beurkundet und ich lese diese Eintragung nun vor.
Wenn alle Eintragungen richtig sind, bitte ich das Ehepaar und die Trauzeugen, im Ehebuch zu unterschreiben.

- Ehebuch vorlesen
- Ehebuch unterschreiben -

Mit der Unterzeichnung des Ehebuches ist nun der gesetzliche Teil Ihrer Trauung beendet.


Es ist das Privileg eines Standesbeamten, dass er seine Glückwünsche als erster aussprechen darf.
Ich möchte das mit einem Gedicht von Ludwig Börne tun:

„Dass Euer Leben mit Eurem Partner in steter Harmonie und ungetrübter Gemeinsamkeit verläuft, das wage ich Euch nicht zu wünschen.

Aber dass Ihr viele schöne Stunden miteinander verbringt, es Euch nie langweilig wird, Ihr immer wieder neue Seiten an Euch entdeckt, und nach einem Streit die Versöhnung nicht vergesst, das wünsche ich Euch.

Liebe ist gemeinsame Freude
an der wechselseitigen Unvollkommenheit.“


Ich darf Ihnen als erster ganz herzlich gratulieren.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Partnerschaft viele Momente des Glücks hat und auch der heutige Tag ein Tag des Glücks ist, an den Sie sich gerne zurückerinnern.

Gratulation

 
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