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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (514)

Ich darf Sie liebes Brautpaar und Ihre Gäste als Standesbeam-tin ganz herzlich hier im Trauzimmer begrüßen.

Bevor ich zum rechtlichen Teil der Eheschließung komme würde ich gerne noch ein paar persönliche Worte an Sie rich-ten.

Aufgrund Ihrer Lebenserfahrung, der Jahre die Sie mir voraus sind in denen Sie Menschenkenntnis gesammelt haben und auf eine Vielzahl von Ereignissen und Erlebnissen zurückblicken können, ist es nicht immer ganz leicht, die passenden Worte zu finden. So ist es für mich jedes mal von neuem ein kleiner Versuch.

Sie Beiden haben sich entschlossen heute die Ehe miteinander einzugehen, mit all ihren Rechten und Pflichten.

Es liegt mich fern Sie an diesem so wichtigen und schönen Tag mit Belehrungen über Rechte und Pflichten zu langwei-len.

Doch lassen Sie mich kurz einige Gedanken zum Thema Part-nerschaft äußern!

Ein Griechisches Sprichwort sagt:

„In der Ehe ist es nicht so wichtig, den richtigen Partner zu finden, wie der richtige Partner zu sein!“

Ein, wie ich denke sehr treffendes Sprichwort, denn es lässt für alle Beteiligten offen zu entscheiden, was ist richtig und was ist falsch.

Es liegt zukünftig an Ihnen Beiden das Richtige für ihre Part-nerschaft und Ihre Ehe herauszufinden.

Denn wie Sie ja wahrscheinlich wissen, was der eine noch völ-lig in Ordnung findet, kann den anderen bereits verletzen.

Was das eine Ehepaar als normal empfindet und verkraftet, kann beim nächsten Paar bereits zum Bruch führen. Es erfor-dert viel Toleranz, Fingerspitzengefühl und Einfühlungsver-mögen die Grenzen gegenseitig herauszufinden und zu akzep-tieren.

Eine spannende aber auch verantwortungsvolle Aufgabe – ei-ne Aufgabe, die nicht so nebenbei und nicht in ein zwei Jahren erledigt sein wird. Sie wird sich vielmehr im Laufe Ihres ge-meinsamen Lebens immer wieder neu und immer wieder an-ders stellen.

Wie in jeder Gemeinschaft gibt es auch in der Ehe Höhen und Tiefen, gilt es Konflikte zu bewältigen, Vertrauen zu schaffen und zu bewahren.

So wie Sie die angenehmen und schönen Zeiten genießen werden, sollten Sie auch die manchmal stürmischen und weni-ger erfreulichen Momente der Partnerschaft leben und meis-tern.

Ich möchte Ihnen nun durch Ihre Eheschließung die Möglich-keit geben, Ihre Ziele die Sie sich für Ihr Partnerschaft und Ihr Familienleben gesteckt haben zu erreichen und die Anforde-rungen die die Institution „Ehe“ an sie stellt, gemeinsam zu bewältigen.

Dazu darf ich Sie und Ihre Trauzeugen bitten sich von Ihren Plätzen zu erheben:

Ich frage Sie, Herr
ist es Ihr eigener und fester Entschluss mit der hier anwesenden Frau die Ehe einzugehen, so antworten Sie mit „JA“.

Frau
ist es auch Ihr freier Wille, mit dem hier anwesenden Herrn die Ehe einzugehen, so antworten auch Sie mit „JA“.

Nachdem Sie Beide vor mir als der zuständigen Standesbeamtin, Ihren Trauzeugen und Gästen erklärt haben, die Ehe miteinander einzugehen, sind Sie nun Kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute.

Bitte stecken Sie sich jetzt als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit Ihre Eheringe an.

Ich möchte Ihnen ganz herzlich gratulieren und wünsche Ihnen alles Gute.

Nun verlese ich den Eintrag im Heiratsbuch und darf Sie bitten, auf die Richtigkeit der gemachten Angaben zu achten, die Sie im Anschluss mit Ihrer Unterschrift bestätigen.


 
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