logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (522)

Frau und Herr , lieber , lieber, sehr geehrte Trauzeugen und Hochzeitsgäste ich begrüße Sie herzlich zur standesamtlichen Eheschließung hier im Standesamt der Friedensgemeinde ..........


Sie beide, Liebes Brautpaar, wollen sich heute ganz offiziell Ihr Jawort geben. Sie leben bereits eine Weile zusammen, haben zwei reizende gemeinsame Kinder und wollen nun auch vor dem Gesetz als Paar, als Familie gelten.

Dieser feierliche Anlass der Sie heute hierher führt ist ein ganz besonderer. Sie haben sich nach reiflicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen, der nach dem Gesetz zu einer echten Lebensgemeinschaft gehört. Sie geben sich das Eheversprechen durch das JA – Wort und schließen mit diesem Vertrag den wohl innigsten Bund den es zwischen zwei Menschen geben kann.

hinter diesem Entschluss zu heiraten, seht sicher eine große gegenseitige Zuneigung „Ich will mit dem Menschen gehen, den ich von Herzen liebe“, mit diesem Worten fängt ein Gedicht an, in dem es darum geht, diesen gemeinsamen Weg ohne WENN und ABER zu beschreiten.

Für Sie beide fängt mit dem heutigen Tag kein neuer Lebensabschnitt im herkömmlichen Sinn an, Sie haben sich bereits vor Jahren füreinander entschieden.

Sie beide wissen wie das zusammenleben im Alltag aussieht.
Sie haben mit Ihrem Partner bereits verschiedene Labenssituationen erlebt:

Durch die Geburt Ihrer Kinder und haben Sie zusätzlich Verantwortung übernommen.

Dazu kommen Gedanken über die Gesundheit und Erziehung Ihrer Kinder, aber auch, ob noch genügend Zeit für den Lebenspartner bleibt.

Was ich damit sagen will, ist dass Sie nicht aus jugendlichem Leichtsinn die Ehe schließen, sondern sehr wohl nach reiflicher Überlegung.

Mein Wunsch für Sie beide ist, dass Sie in Ihrer Beziehung immer mehr und immer stärker die Ehe als eine Einrichtung der Geborgenheit erfahren, wo Sie sich beide wohlfühlen.

Diese Geborgenheit muss aber immer wieder aufs Neue gesucht werden.

Die Freiheit des Partners/der Partnerin respektieren, aber immer wieder breit sein, den Werkt des geliebten Menschen neben Ihnen neu zu entdecken, Ihm Vertrauen zu schenken.

Dadurch wird der Partner für Sie einzigartig.

Die Einzigartigkeit des Partners/der Partnerin sollte erhalten bleiben indem Sie sich dem Partner/der Partnerin widmen, Sie sich gegenseitig bewundern und immer wieder voneinander bezaubern lassen.

Auf Ihrer weiteren Lebensreis wird es nicht ausbleiben, dass Sie neuen Menschen begegnen an denen Sie faszinierendes entdecken.

Die Einzigartigkeit des Partners der heute neben Ihnen sitzt, soll nicht durch Vergleiche mit anderen in Gefahr gebracht werden.

Denn Sie haben Ihr Glück, ja bereits gefunden, durch Ihre Kinder und durch Ihre Liebe zueinander.

Für das Wort „Liebe“ gibt es unzählige Erklärungen, eine die mir besonders gut gefällt ist:

Liebe ist gleich „einander“
denn ich finde, gerade diese „einander“ ist etwas was im Alltag oft vernachlässigt wird.

füreinander da zu sein, füreinander Sorge zu tragen
zueinander stehen, zueinander „halten“
umeinander bemüht sein, umeinander „besorgt“ sein
miteinander durch Dick und Dünn gehen,
miteinander das Leben meistern,
voreinander „keine Geheimnisse haben“ und schließlich einander „halten“, wenn es gut tut aber auch einander „loslassen“, wenn es notwendig ist.

Einander Liebe zu geben heißt auch, sich gegenseitig Beachtung zu schenken – einander zuhören.

Es gibt zahlreiche Anlässe um seinen Partner immer wieder mit einem Geschenk zu überraschen, aber:


Eines der wertvollsten Geschenke ist die eigene Zeit

weil man sie nicht vermehren kann

weil sie nicht käuflich ist

weil sie unwiederbringlich und kostbar ist.

Schenkt einender genügend Zeit.

An dieser Stelle möchte ich Euch ein Gedicht vortragen, welches mir besonders gut gefällt:


Ich wünsche Euch Zeit


Ich wünsche euch nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche euch nur, was die meisten nicht haben; Ich wünsche euch Zeit, euch zu freuen und zu lachen, und wenn ihr sie nutzt, könnt ihr was draus machen.

Ich wünsche euch Zeit für euer Tun und Euer Denken, nicht nur für euch selbst, sondern zum Verschenken.
Ich wünsche euch Zeit, nicht zum Hasten und Rennen, sondern Zeit zum Zufriedensein können.

Ich wünsche euch Zeit, nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge euch übrig bleiben.
Als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrau´n.
anstatt nach der Zeit auf die Uhr zu schau´n.

Ich wünsche euch Zeit, nach den Sternen zu greifen, und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen Ich wünsche euch Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche euch Zeit, zu Euch selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche euch Zeit, auch zum Schuld zu vergeben.

Ich wünsche euch – Zeit zu haben zum Leben.
Nehmt Euch die Zeit, Euch den Jahreszeiten des Lebens genauso anzupassen, wie die Natur den Jahreszeiten.


Denn gerade diese Jahreszeiten bestehen, so wie die Natur, nicht immer nur aus Sonnentagen.
Wir alle und besonders ihr beide wisst,
dass nach jedem Regentag auch wieder die Sonne scheint.


Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass beide Verlobte vor der Standesbeamtin mit Ihren JA Wort erklären, dass sie miteinander die Ehe eingehen wollen.

Dieses kleine Wort „Ja“
heute versprochen
sollt für immer gelten.

Dieses kleine Wort „JA“
heut versprochen
sollt Sie begleiten,

Dieses kleine Wort „JA“
heute versprochen
soll kostbar bleiben.
Es gilt,
da können tausend kleine „NEIN“
und abertausend halbherzige „VIELLEICHT“ kommen.
Ihr ja IST EIN ja ZUEINANDER:

Ich darf nun zum rechtlichen Teil kommen und stelle fest, dass Sie alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtsgültigen Ehe erfüllen.
Ich ersuche Sie und die Trauzeugen sich zur Abgabe der Ehekonsenserklärung von den Plätzen zu erheben.

Liebes Brautpaar, ich bitte Sie die Frage, die ich nach den Gesetz an Sie zu richten habe, frei und ohne Zwang zu beantworten.

EHEKONSENS
Mit diesem feierlichen Versprechen, welches Sie vor mir und den beiden Trauzeugen abgegeben haben, ist der Ehebund geschlossen.

Ich darf aussprechen, dass Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute sind.


Einem alten, aber sehr schönen Brauch zufolge, bitte ich Sie den Ringwechsel vorzunehmen.

Tragt diesen Ring mit Stolz, und werdet Euch immer wieder aufs Neue bewusst, dass Ihr zusammengehört und diese Verbundenheit niemals ein Ende finden soll..

Brautkuss


Ihr Versprechen nun in einer ehelichen Lebensgemeinschaft leben zu wollen, wurde im Ehebuch des Standesamtes der Friedensgemeinde St. Ulrich bei Steyr eingetragen, welches ich nun auszugsweise vorlesen.


MUSIK

Nun ersuche ich die Trauzeugen, das Zustandekommen der Ehe mit Ihrer Unterschrift zu bezeugen.



Sie haben nun die Ehe geschlossen.
Ich persönlich finde den Begriff schließen im Zusammenhang mit der Ehe gar nicht so passend.

Das klingt so nach – abgeschlossen, - fertig – da ist nichts mehr beizutragen, - da ist nichts mehr zu tun!!!

Sie beide wissen es sicher besser, und viele verheirateten Paare werden das bestätigen können:
Es ist genau umgekehrt! Man muss ständig an der Partnerschaft arbeiten und immer etwas dazu beitragen!!

Deshalb meine ich, dass Sie heute Ihre Ehe nicht geschlossen haben, nein Sie haben Ihre Ehe heute eröffnet!

Ich wünsche Ihnen daher abschließend, dass Sie auch in späteren Jahren Ihre Ehe täglich von neuem so wie heute mit Liebe eröffnen.

Als Ihre Standesbeamtin habe ich die Ehre, und darf Ihnen als Erste gratulieren und die Heiratsurkunden überreichen.

Ich wünsch Ihnen alles Gute für Ihren gemeinsamen Lebensweg und wünsche Ihnen und Ihren Gästen noch einen schönen Tag

 
zurück zur Übersicht