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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (530)

Liebes Brautpaar! Frau.............., Herr ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

liebe Familien des Brautpaares

Sehr geehrte Trauzeugen Frau ................. ,Herr ..................

Liebe Angehörige, Freunde und Gäste!

Ich begrüße Sie und Ihre Familie ganz herzlich hier im Standesamt .................

Wir alle sind hier zusammengekommen, um einen besonderen Augenblick im Leben dieser beiden Menschen mitzuerleben und mitzugestalten.

Mein Name ist ................... Ich bin die zuständige Standesbeamtin, vor der Sie heute die Ehe schließen werden.

Die Ehe ist eine der intensivsten Form menschlicher Gemeinschaft und Zusammenlebens.

In der Ehe verbinden sich zwei einmalige und einzigartige Personen eng und auf Dauer miteinander.

Ihr bisheriger individueller Lebensweg hat Sie beide jeweils geprägt, Eltern, Verwandte, Lehrer sowie Freunde und Bekannte haben Ihnen ihren Prägestempel aufgedrückt,
- die einen stärker die anderen schwächer -, so dass sich Ihre jeweiligen Persönlichkeiten und Charaktere herausbilden konnten;

Sie meinen beide, Ihren jeweiligen Partner zu kennen und ihn verstanden zu haben, aber im Laufe Ihres Zusammenlebens werden Sie aneinander immer wieder neue Seiten und Eigenheiten kennen lernen;

dieser Prozess wird niemals abgeschlossen sein;

Dieses ständige Erkennen, Anerkennen und Kennen bezieht sich auf den gesamten Menschen, von seinem Äußeren bis zu seiner inneren Einstellung, vom Greifbaren bis zum Unbegreifbaren.

Sie werden Ihren Ehepartner in seiner Einmaligkeit und in seinem Anderssein achten, respektieren und tolerieren und Ihm gegenseitig den Freiraum geben, den er für seine weitere Selbstentfaltung und für die Entwicklung seiner individuellen Eigenart braucht.

Eng miteinander verbunden sein und sich gleichzeitig gegenseitig die notwendige Freiheit zu geben, schließt sich nicht gegeneinander aus, sondern wird die Garantie für eine glückliche Ehe sein.

Die Individualität eines Jeden von Ihnen beiden wird Ihr Zusammenleben, Ihre gemeinsamen Gespräche und Erlebnisse, sei es z.B. durch verschiedenen Sichtweisen, bereichern und spannend gestalten.

Ihre Individualität wird dazu führen, dass Sie eine unzertrennliche Einheit werden, in der Sie sich gegenseitig ergänzen, bereichern, beleben und vervollständigen.
Ich persönlich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingen wird, im alltäglichen Miteinander Ihre jeweilige persönliche Individualität als einen gemeinsamen Schatz zu bewahren und zu entwickeln und dass sich zwischen Ihnen bei aller individueller Freiheit ein festes Band herausbildet, dass ein Leben lang standhalten wird.

Der Dichter Erich Fried hat sich diesem Thema in einem Gedicht gewidmet, dass ich Ihnen nun vortragen möchte:



Dich
von Erich Fried

Dich
dich sein lassen
ganz dich

Sehen
dass du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreißen
und das was sich anschmiegen will

Wer nur die Hälfte liebt
der liebt dich nicht halb
sondern gar nicht
der will dich zurechtschneiden
amputieren
verstümmeln

Dich dich sein lassen
ob das schwer oder leicht ist?
Es kommt nicht darauf an mit wie viel
Vorbedacht und Verstand
sondern mit wie viel Liebe und mit wie viel offener Sehnsucht nach allem – nach allem was Du bist


Nach der Wärme
und nach der Kälte
nach der Güte
und nach dem Starrsinn
nach deinem Willen
und Unwillen
nach jeder deiner Gebärden
nach deiner Ungebärdigkeit
Unstetigkeit
Stetigkeit

Dann
ist dieses
dich dich sein lassen
vielleicht
gar nicht so schwer



Bevor ich nun zur eigentlichen Trauung komme, ein paar Worte zu Ihrer zukünftige Namensführung:

Bei der Anmeldung der Eheschließung haben Sie erklärt und auch vorhin der Eheschließung unterzeichnet, den Geburtsnamen des Mannes .............als gemeinsamen Ehenamen zu führen.

Sie Frau ................. werden diesem Ehenamen ihren Geburtsnamen ...................... hintenanfügen und somit den Familiennamen .......................... führen.


Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass die Verlobten vor dem Standesbeamten erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Die Verlobten müssen die Erklärung persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit abgeben.

Nachdem Sie also vor mir einzeln die Frage, ob Sie die Ehe miteinander eingehen wollen, mit einem uneingeschränkten Ja beantwortet haben, werde ich Sie kraft Gesetztes zu nunmehr rechtmäßig verbundenen Eheleuten erklären.

Zum Zeichen der Besonderheit dieses Augenblickes bitte ich Sie, sich von den Plätzen zu erheben:

Möchten Sie, Herr .................. die Ehe mit Frau ..................... eingehen?

Möchten Sie, Frau .................... die Ehe mit Herrn .................... eingehen?

Nachdem Sie beide die Frage mit „Ja“ beantwortet haben, erkläre ich Sie nunmehr Kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleute.
Herzlichen Glückwunsch!

Ringe / Kuss Foto?!


Ihre Eheschließung wird in das Heiratsbuch der Stadt ................ eingetragen und beurkundet.

Gleichzeitig wird für Sie ein Familienbuch angelegt,
in das auch Ihre Eheschließung eingetragen wird.

Das Familienbuch verbleibt immer im Standesamt ..............

Einen Auszug der Urkunde aus dem Heiratsbuch über Ihre heutige Eheschließung erhalten Sie für Ihr persönliches Stammbuch der Familie

Heiratseintrag verlesen !!! Unterschriften!!!!

Ich möchte Sie nun zunächst Herr ..............und dann Frau ......................

nach vorn bitte, um den Heiratseintrag mit Ihrem vollständigen Namen zu unterzeichnen:

Zeugen auch unterschreiben lassen Frau ................. und Herrn .......................


Noch ein paar Worte zum Abschluss und zur Abrundung:


Mit der heutigen Eheschließung beginnen Sie ein gemeinsames Buch zu schreiben.

Es ist Ihr ureigenes Buch.

Noch sind die Seiten des Buches leer und unbeschrieben;

sie füllen sich Tag für Tag;

Der Titel des Buches wird von Ihnen gewählt;

Ganz gleich, welchen Titel Sie wählen, das Buch handelt von Ihnen und von Ihrem gemeinsamen Leben.

Die Einleitung beschreibt zunächst Ihre erste Begegnung,
das gegenseitige Näherkommen und die zunehmende Zuneigung und letztendlich den Entschluss,
die Ehe miteinander einzugehen.

Mit dem heutigen Tag, also mit Ihrer Eheschließung,
beginnt der Hauptteil des Buches.

Seite für Seite werden Sie nun füllen, jede Seite wird anderes berichten, denn jeder Tag in Ihrem ehelichen Zusammenleben bringt neue, spannende und freudige Erlebnisse.

Erlebnisreiche Phasen werden mit beschaulicheren Zeiten abwechseln;

Die meisten Seiten werden Sie gemeinsam schreiben;

im Stil und Ausdruck werden Sie sich gegenseitig korrigieren und verbessern;

bezüglich der Gliederung werden Sie sich gegenseitig verständigen, denn manchmal wird der eine Ehepartner das eine für wichtiger als der andere ansehen und bewerten;

Manchmal wird jeder von Ihnen eine eigene Seite selbst und ohne den Partner verfassen,
denn Sie werden nicht immer die gleichen Erlebnisse erfahren;

Ab und zu , meist bei Beginn eines neuen Abschnittes Ihres gemeinsamen Buches, blättern Sie einige Seiten zurück, lesen,
was Sie früher geschrieben haben und rufen sich ins Gedächtnis, was Sie erlebt haben;

Das Buch, dass Sie heute zu schreiben beginnen, wird interessanter und spannend mit jeder Seite, die Sie gemeinsam füllen;


Ich wünsche Ihnen nun abschließend, dass es Ihnen gelingen wird, ein umfangreiches Buch Ihrer Ehe mit vielen freudigen und erlebnisreichen Seiten und Kapiteln zu schreiben,

Ich wünsche Ihnen nun einen schönen Tag, den Sie sicherlich / vielleicht im Kreise Ihrer nächsten Angehörigen verbringen werden und möchte mich nun an dieser Stelle nach dem ich Ihnen auch meinen Glückwunsch ausgesprochen habe von Ihnen verabschieden.

Glückwünsche / Übergabe Fambuch

Verabschiedung




 
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