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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (531)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Zeugen, werte Gäste!

Ich begrüße Sie alle recht herzlich zur heutigen Eheschließung von ….. und …...

Ich freue mich sehr, dass ich Eure heutige Eheschließung durchführen darf. Genauso wie Ihr beide euch in den letzten Wochen wahrscheinlich Gedanken gemacht haben, was sich bzw. ob sich überhaupt etwas für Euch mit dem heutigen Tag verändern wird, habe auch ich mir lange überlegt, was ich Euch beiden an diesem für sie doch sehr wichtigen Tag erzählen soll. Womit ich meine Rede beginnen könnte.

Nach einigem Suchen in diversen Büchern und Skripten fiel mir folgendes Gedicht von Markus Bomhard auf, mit dem Titel „Sterne und Träume“:

„Weißt du noch, wie ich dir die Sterne vom Himmel holen wollte, um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber du meintest sie hingen viel zu hoch.
Gestern streckte ich mich zufällig dem Himmel entgegen und ein Stern fiel in meine Hand hinein – er war noch warm und zeigte mir, dass Träume vielleicht nicht sofort in Erfüllung gehen, aber irgendwann.“

Ihr beide, liebes Brautpaar, werdet bereits festgestellt haben, dass Träume durchaus in Erfüllung gehen können, z.B. durch die Geburt eurer Tochter ………. Und auch der heutige Tag zeigt, dass man nur an seine Träume glauben muss, um diese wahr werden zu lassen.

Mit Eurem heutigen Ja-Wort, versprecht Ihr dem Stern Eures Lebens eine gemeinsame Zukunft. Ihr festigt damit Eure Beziehung, die schon vor Jahren mit einem schüchternen Lächeln, einem zufälligen Gespräch, einer belanglosen Freundschaft oder einem flüchtigen, aber alles sagenden Blick begann und untermauert eure Bereitschaft für ein gemeinsames Leben.

Woody Allen hat die Ehe in seiner humorvollen Betrachtungsweise wie folgt charakterisiert:

Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man allein nie gehabt hätte.

Damit wird aufgezeigt, dass die Eheschließung zwar in erster Linie den Schritt ins „große Glück“ bedeutet, dieser Schritt aber, wenn wir ehrlich sind, irgendwann einmal mit dem einen oder anderen Problem verbunden sein kann.

Mit der Angst darüber, für die Partnerin / den Partner nicht mehr genug Zeit zu haben. Auch wenn es neben Beruf und Alltag sehr schwer sein kann, eine partnerschaftliche Beziehung aufrecht zu halten, werdet ihr beide liebes Brautpaar sehen, dass oft schon Kleinigkeiten ausreichen, um das Prickeln/die Schmetterlinge im Bauch in eurer Beziehung zu halten. Manchmal liegt viel mehr Liebe und Verlangen in einem einzigen, zärtlichen Kuss oder Wort als in einer leidenschaftlichen Umarmung. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass ihr beide liebe …… und lieber …….. immer die notwendige Zeit für euch und eure Familie finden werden.

Aber was ändert sich nun wirklich durch euer Ja-Wort?

Jene Änderung, welche auch Außenstehenden zeigt, dass ihr nun offiziell zusammengehören, liegt in der gemeinsamen Namensführung. Auch durch die Ringe bestätiget ihr, wir gehören zusammen. Wir wollen zusammen alt werden.

Euer heutiges JA-Wort wird wahrscheinlich nichts am täglichen Leben miteinander ändern, denn ich bin davon überzeugt, dass ihr euch diesen Schritt sehr genau überlegt habt und auch sehr genau wisst, was für eine gute Ehe bzw. eine harmonische Partnerschaft wichtig ist.

Ihr habt in Eurer schon einige Zeit dauernden Partnerschaft sicher bereits festgestellt, dass nicht immer alles „eitle Wonne“ sein kann. Vor allem in Fragen der Kindererziehung gehen die Meinungen oft auseinander, aber durch Euren Entschluss, heute hier die Ehe einzugehen, zeigt Ihr, dass Ihr beide bereit seid, auf die Wünsche und Anliegen des Partners zu achten und eine gemeinsame Zukunft aufzubauen.

So nun aber zum wesentlichen Teil der Standesamtlichen Trauung. Zum so genannten Konsensgespräch.

Ich stelle fest, dass Ihr beide alle Voraussetzungen für das Zustandekommen einer rechtgültigen Ehe erfüllt und ersuche Euch zur Abgabe Eurer Erklärung von den Plätzen aufzustehen.

Ich frage nun Dich, ………. willst du aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Deiner Braut, ………….. eingehen, dann antworte bitte mit „Ja“.

Ebenso frage ich Dich, ……………. willst du aus eigenem und freien Willen die Ehe mit Deinem Bräutigam, …………… eingehen, dann antworte bitte mit „Ja“.

Nachdem Ihr nun vor Euren Zeugen erklärt habt, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, spreche ich aus, dass Ihr von nun an rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Zum äußeren und sichtbaren Zeichen, Eurer Liebe und Verbundenheit und der Bereitschaft von nun an miteinander leben zu wollen, ersuche ich Euch, die Ringe zu tauschen.


EB…..


Liebe …………., lieber ……………….. !

Ihr beide habt soeben die Ehe nach den Vorschriften des Gesetzes geschlossen. Ihr habt Euer Wort verpfändet und dafür ein ganzes Leben erhalten. Ein ganzes Leben für ein kleines, unscheinbares „Ja“.

Aber entscheidend ist nicht allein das Wort, sondern vielmehr die Überzeugung und der Wille, mit dem es ausgesprochen wurde. Diese kleine Wörtchen Ja muss nun gefüllt werden mit Eurer gegenseitigen Liebe und Achtung, mit dem Verstehen des Anderen und der Bereitschaft immer und überall für einander da zu sein und füreinander auch Opfer zu bringen.

Dass dies für Euch beide, liebe …………… und lieber ………….. keine Schwierigkeit sein wird, zeigt Eure bereits bewährte Partnerschaft.

Abschließend wünsche ich Euch alles Gute für Eure gemeinsame Zukunft und dass Ihr immer die notwendige Zeit füreinander und für eure Familie findet.

Abschließend wünsche ich Euch alles Gute für Eure gemeinsame Zukunft und möchte Euch noch folgende Worte eines mir leider nicht bekannten Dichters mitgeben, die Euch immer an den heutigen Tag, an die Gedanken und Gefühle, die Euch heute bewegen, erinnern sollen.

„Ich will jeden Tag ein Stück mit Dir gehen, etwas Dir geben, Dir sagen, wie froh es mich macht, an Deiner Seite zu leben, Deine Zuneigung, Dein Verständnis und Deine Stärke zu spüren.“

Ich wünsche euch nochmals alles Gute und darf als Beweis dass….
ht

 
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