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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (770)

Liebe Luisa, lieber John, ich möchte euch, eure Eltern und Hochzeitsgäste recht herzlich hier im Rathaussaal willkommen heißen. Schön, dass Ihr so viele Hochzeitsgäste mitgebracht habt, die später bezeugen können, dass ihr an diesem Tag den Grundstein für ein Leben als rechtmäßige Eheleute gelegt habt. Als die Luisa vor einigen Monaten im Standesamt vor mir stand, habe ich nicht im Traum daran gedacht, dass Sie die Eheschließung mit John hier anmelden will. Sie war doch zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt und in meinen Augen noch so klein. Aber ich habe festgestellt, sie ist selbstbewusst und weiß was sie will und ist schon weiter in der Welt rumgekommen als ich. Und so ist Luisa heute mit ihrem John hier, um diesen Tag zu einem ganz besonderen Tag für sie beide, ihre Familie und Freunde zu machen, indem Sie heute vor mir, der zuständigen Standesbeamtin, durch Ihre Eheschließung Ihre eheliche Partnerschaft besiegeln und beurkunden. Ich freue mich mit euch über diesen, euren ganz besonderen Tag. Liebes Brautpaar, Liebe kennt keine Grenzen. Es ist ein unermessliches Glück, wenn man einen Menschen kennen gelernt hat, mit dem man sich so tief verbunden fühlt. Vom heutigen Tag an tragt Ihr nicht nur Verantwortung für euch selbst, sondern auch füreinander. Die Erfahrung, für den Ehepartner verantwortlich zu sein, macht euch zufrieden und glücklich. Ihr beide gemeinsam bestimmt alle Wege in eurer Ehe, gebt die Richtung an und setzt Prioritäten. In einer Ehe sollte man sich gegenseitig mit allen guten und schlechten Eigenschaften annehmen und sich respektieren. Aufmerksam dem Partner zuzuhören, bedeutet die Kunst des Liebens. Verzeihen können, wenn der Andere einen Fehler begeht, bedeutet die Kunst des Liebens. Schwächen des Anderen zu akzeptieren, den Partner und seine Meinung wichtig zu nehmen, Krisen zu meistern und dem Partner Wünsche zu erfüllen, auch das bedeutet die Kunst des Liebens. Liebe Luisa, lieber John, zwei moderne Menschen wie ihr, habt euch natürlich nicht beim Dorffest kennen gelernt, sondern übers Internet. Aber ganz altmodisch, wie auch schon eure Eltern und Großeltern, wollt ihr euch heute hier im Standesamt das Ja-Wort geben. Dass ich keine Garantieurkunde für euch vorbereitet habe, dass wisst Ihr auch, aber wenn ihr euch eure Liebe von heute bewahrt, braucht Ihr diese auch gar nicht. Wenn ihr einmal glaubt, es geht so nicht weiter, denkt einfach an den Tag eures Kennenlernens oder an die heutige Eheschließung zurück, wie verliebt ihr wart und warum ihr gerade diesen Partner für euch ausgesucht habt. Mit diesen Gedanken kann ich euch beruhigt ins Eheleben schicken und wir kommen nun zum offiziellen Teil der Eheschließung. Ich möchte Sie nun bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben. Im Vollzug des Ehegesetzes habe ich nun einzeln und nacheinander an euch die Frage zu richten, ob ihr die Ehe miteinander eingehen wollt. Wenn ihr diese Frage mit „ja“ beantwortet, seid ihr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute. Deshalb frage ich dich, John, ist es ein freier Wille, die Ehe mit Luisa einzugehen, so antworte mit ja!? Und ich frage dich, Luisa, ist es dein freier Wille, die Ehe mit John einzugehen, so antworte mit ja!? Nachdem ihr beide meine Frage mit „ja“ beantwortet habt, habt ihr die Ehe miteinander geschlossen und ich erkläre euch Kraft Gesetzes nunmehr zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten. Ich verlese euch nun die Niederschrift über die Eheschließung, die ihr dann unterschreiben werdet. Ich darf euch bitten, nach vorn zu kommen, um die Unterschriften vorzunehmen. Der Ring ist ein Symbol der Einheit, des verbundenen Schicksals, des Zusammenhalts und der ewigen Liebe und Treue. Deshalb möchte ich euch nun bitten, euch gegenseitig die Ringe auf die rechte Hand zu stecken. Bitte nehmt wieder Platz. Sehr verehrtes Ehepaar XY, durch euer Ja-Wort und die Unterschriften im Heiratsbuch des Standesamtes Musterort ist eure Eheschließung nun vollzogen. Liebes Ehepaar, ... dieses kleine Wörtchen „ja“, wie oft sagt man es in der Stunde oder am Tag!? Manchmal sagt man dieses Wort nur so dahin, ohne weiter darüber nachzudenken. Heute aber hat dieses Wort „ja“ für euch beide, eine ganz besondere Bedeutung. Ihr habt euch durch dieses Wort auch vor dem Gesetz zueinander bekannt und euch für ein gemeinsames Leben in einer Ehe entschlossen. Ein Leben lang werdet ihr euch in vielfältiger Form eure gegenseitige Sympathie und Liebe zeigen und manchmal an das heutige Versprechen mit dem kleinen Wörtchen „ja“ zurückdenken. Ich wünsche euch für euren gemeinsamen Lebensweg, dass ihr immer an euch und eure Liebe glaubt.
 
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