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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (548)

Begrüßung
Sg.Brautpaar, Liebe ..............
Viele Dinge im Leben kann man selber nicht beeinflussen.Äußere Umstände, mitunter der Zufall, aber besonders die gesellschaftlichen Vorgaben weisen unser Leben in vorgezeichnete Bahnen.
Einen weitreichenden und das zukünftige Leben bestimmenden Entschluss fasst der Mensch aber alleine(zumindest in der heutigen Zeit). Er wählt, gleitet von seiner Zuneigung, seinen Lebenspartner.
Dieser einschneidende Schritt wird von Euch heute und hier öffentlich dokumentiert, um allen zu zeigen, daß es eure Absicht ist, eine Gemeinschaft auf Dauer einzugehen.
Nch österr.Recht geht ihr heute einen Vertrag ein, der nicht nur rechtliche Folgen hat sondern im Besonderen moralische Pflichten begründet.
Ihr habt euch sozusagen zu einer GmbH, einer \"Gesellschaft mit gemeinsamer Haftung\" zusammengeschlossen. Und das ineiner Zeit, in der man die Notwendigkeit einer Ehe vielfach in Frage stellt. Immerhin werden teilweise schon die Hälfte aller Ehen geschieden.
Warum soll man also dieses Risiko eingehen, wo doch ein zwangloses Zusammenleben viel einfacher wäre.
Diese Fragen werden euch sicher auch schon beschäftigt haben.
Ihr seid aber zu dem Entschluss gekommen, dass die Ehe das einzig taugliche Mittel zum Zusammenleben zwischen Frau und Mann ist.
Ich kann euch nur zu diesem Entschluss beglückwünschen, denn die Institution der Ehe und Familie sind die Grudnsteine jeder Gesellschaft. Die Ehe erfüllt das angeborene Bedürfnis des Menschen nach einem festen sozialen Gefüge, das Bedürfnis der Intimität, Vertrauen, Zärtlichkeit und Zusammengehörigkeit.
Jemand hat einmal gesagt:
Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit mit den`Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte.
Dem kann ich allerdings nicht zustimmen.
Natürlich wird es im Zusammenleben Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten geben. Am Anfang einer Beziehung sieht man zwar alles himmelblau, aber nach einigen Jahren des engen Zusammenlebens können sogar die kleinen eigentlich lächerlichen Dinge des Alltags zu Reibereien führen.
Vielfach stellt auch die unrealistische Erwartungshaltung, die man an den Partner stellt, ein Problem dar. Der Mensch, den man heiratet, sollte allen Bedürfnissen entsprechen, den Bedürfnissen in wirtschaftlicher, intellektueller, emotionaler und auch sexueller Hinsicht.
Es muss uns klar sein, diesen Menschen gibt es nicht.
Damit soll zum Ausdruck kommen, dass Toleranz und Nachsicht ein wesentlicher Schlüssel zum Gelingen einer Ehe sind.
Liebes Brautpaar,
es steht mir eigentlich nicht zu, Belehrungen zu halten und das Gesagte soll auch nicht schulmeisterlich klingen. Ich habe mir nur erlaubt, einige wenige Gedanken zum komplexen Thema Ehe aufzugreifen.
Ich kann leider kein Rezept zum Gelingen einer Ehe anbieten, weil ich keines kenne.
Aber eines weiß ich ganz sicher, zu zweit ist das Glücklichsein schöner als alleine.
Die Schlussfolgerung daraus heisst eindeutig (zumindest für den heutigen Tag passend) EHE Ich bin überzeugt, dass euch eine glückliche Zeit bevorsteht und ich wünsche euch viele glückliche Tage und Stunden miteinander.

Konsensgespräch und Schlusswünsche
 
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