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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (43)

Blick in die gleiche Richtung

Liebe ……….!
Lieber ………….!

Begrüßung

Zwei Menschen geben sich die Hand, sie sagen JA zueinander und tauschen Ringe aus.
Zwei verschiedene Charaktere, in ihrer Anschauung, ihrem Temperament, ihrem Denken und Fühlen.
Doch gibt es etwas, was diese Verschiedenheiten auf einen Nenner bringt.
Ist es Liebe, Zuneigung, Sympathie?

Viele namhafte Dichter und Schriftsteller haben sich bemüht, diese Beziehung zweier Menschen untereinander zu ergründen und zu beschreiben. Aber bislang ist es noch niemandem gelungen, dieses individuelle Empfinden auf Papier zu bringen.


Ein sehr guter Versuch „die Liebe“ zu beschreiben
gelang Antoine de Saint Exuperie mit folgendem Satz:

„Die Erfahrung lehrt uns, dass die Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man in die gleiche Richtung blickt.“



Ich sehe , jetzt bildlich gesprochen, wie Ihr so um 2001 aus zwei verschiedenen Richtungen kommend, einen gemeinsamen Weg gefunden und ihn beschritten habt.


-Den gemeinsamen Weg, mit Blickrichtung zueinander, den geht Ihr schon.

-Den gemeinsamen Eheweg, den eröffnet Ihr nunmehr in wenigen Minuten.

-Mit Heute gilt es dann -mehr denn je,- Eure Blicke in die gleiche Richtung zu drehen.


Das heißt, Ihr werdet trotz möglicherweise unterschiedlichen Geh-Geschwindigkeiten immer nur diesen gemeinsamen Weg, diese gemeinsame Richtung, vor Augen haben.

Ihr durchwandert dabei unzählige Höhen, mitunter auch Tiefen,
macht die unterschiedlichsten Erfahrungen
und müßt mit Verführungen aller Art, - und das sind beileibe nicht wenige in unserer Zeit - fertig werden.

Bei allem Gemeinsamen sollt Ihr dabei jedoch nie vergessen, dass Ihr eigenständige und individuelle Menschen bleibt.


Liebe ………!
Lieber ………!


Ihr habt Euch heute hieher zur Trauung begeben.

Das Wort Trauung sagt mir, Ihr traut Euch miteinander durch das Leben zu gehen.
Ihr traut Euch aber auch gegenseitig etwas zu und vor allem habt Ihr auch Vertrauen zueinander.

In diesem Vertrauen steckt aber auch der Begriff „Treue“.

Altmodisch, diese Eigenschaft, denken viele –
wo doch in unserer Zeit die grenzenlose Freiheit so gepriesen und verherrlicht wird.

Wenn ich Euch und euren Umgang miteinander sehe und spüre, so gehört dieser Begriff mit Sicherheit nicht in die Kategorie Altmodisch und überholt.

Ich wünsche Euch, dass Ihr diese Begriffe, diese Eigenschaften, in allen Situationen des Ehelebens immer evident habt und sie wie ein kostbares Gut verwahrt.


 
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