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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (554)

Liebes Brautpaar, verehrte Trauzeugen, werte Hochzeitsgäste!

Ein herzliches willkommen, hier im Trauraum des ............ Rathauses. Ich freue mich, Sie heute als Ihr Standesbeamter, einen kleinen Moment Ihres zukünftigen Lebens begleiten zu dürfen.

Die Liebe, die Liebe, welch lieblicher Dunst!
Doch erst in der Ehe – da steckt die wahre Kunst, das ist schon etwas komplizierter als Marmeladen kochen oder die Likör - und Sektherstellung für den Eigenbedarf.
In der Geschichte heißt es, nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau.
Um die Welt aber vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.
Erinnern Sie sich noch, wie Ihrer beider Geschichte anfing? Sie haben sich ja vor längeren Zeiten schon einmal flüchtig im Weimarer Studentenclub kennen gelernt, aber dort war es noch na ja, es hatte eben noch nicht gefunkt. Die Zeit war halt noch nicht reif dafür. Zum 40. Geburtstag Ihres Freundes Erik, Ende 2005, trafen Sie sich dann beide wieder und unterhielten sich bis in die frühen Morgenstunden. Bei einer gemeinsamen Wanderung, die sich daran anschloss, sowie in den darauf folgenden Wochen starteten Sie, Uwe, eine sehr umfangreiche Werbeaktion, die in dem Bau eines maßgefertigten Spülenschrankes in der Wohnung von Frau Klein gipfelte. Von diesem Zeitpunkt war Frau Klein, ich gebe zu Sie hat es Ihnen nicht leicht gemacht, von Ihren Qualitäten überzeugt. Meine Hochachtung, denn Sie blieben ausdauernd am Ball.
Was dann folgte bezeichnen wir als Verliebtsein, daraus ergab sich, eines schönen Tages eine Liebeserklärung, und darauf folgte der Heiratsantrag.
Ich persönlich meine der Heiratsantrag und die Annahme des Heiratsantrages ist das größte und schönste Kompliment, das ein Paar sich machen kann.

Damit Sie auch in späteren Jahren immer wieder ja zueinander sagen, wird Ihre Gesprächsbereitschaft in der Ehe immer von Bedeutung sein. Da Sie ja wie ich Ihren Unterlagen entnehmen konnte auch ausreichend gemeinsame Interessen haben, gibt es für mich daran keine Zweifel.

Es gehören weiterhin dazu:

-lieben und geliebt werden,
-vertrauen schaffen und vertrauen genießen, -dankbar annehmen und großzügig teilen, -das leben genießen und leben fördern, -begeistert erzählen und konzentriert zuhören, -Abenteuer suchen und Geborgenheit schenken – -dies alles ist das Geheimnis einer glücklichen Ehe.

Wir Menschen entwickeln und verändern uns im laufe unseres Lebens, bewusst und unbewusst. Die vorhandenen Interessen und Neigungen wandeln sich,
Missverständnisse die im laufe der Zeit in Ihrer Ehe einmal entstehen können, lassen sich durch gezielte Fragen und klare Antworten aus dem Weg räumen.

Es heißt aber auch, auftretente Probleme nicht unter den Teppich zu kehren.
Immer den Kompromiss suchen und dem Partner die nötige Aufmerksamkeit schenken.
Fragen und Antworten ergeben sich im Gespräch von selbst, dies alles sind die Momente, die den Wert Ihrer Ehe steigern.
Dann sagen Sie sich gegenseitig:

So wie Du bist – so mag ich Dich! So wie es ist, so ist es richtig.
Dann hätten wir noch die Toleranz in der Ehe, denn:
Toleranz, ist die Bereitschaft, auch den anderen Standpunkt zu zulassen und zu respektieren.
Der Ehepartner ist hier bereit über die Grenzen zu gehen, das gibt ihm eine besondere Qualität als „Freund“.
Habe ich vorhin gesagt, Sie sind ohne Makel? Gut, wer kann das aber schon wirklich von sich behaupten?
Ich kann es jedenfalls nicht, denn ich habe auch schon mal den Hochzeitstag vergessen, aber manchmal sind es ja auch nur die kleinen Gesten, das einfache Wörtchen danke, die Rose, das Essen zu zweit beim Kerzenschein, alles Dinge, die aber den Umgang zwischen zwei Partnern so angenehm und freundschaftlich machen. Ich hoffe Ihnen Beiden fällt dazu noch einiges mehr ein.
Man beachte:

„Heirat ist nicht das Happy-end – es ist immer erst ein Anfang“.
Ein bekannter Schauspieler hat einmal zur Ehe gesagt: „warum wohl manche Frauen auf die Idee gekommen sind, einen Ehering als Ersatz für Handschellen zu benützen?“ Das vergessen wir aber ganz schnell, ich sage lieber, der Ehering ist zwar keine Tapferkeitsauszeichnung, die man am Finger trägt, sondern der Ehering ist die Erinnerung an das schönste Kompliment, dass sich zwei Verliebte machen können, hier im Trauraum des ......... Rathauses ja zu einer gemeinsamen Zukunft zu sagen.

Doch genug der Vorrede, wir kommen jetzt zu den für Sie entscheidenden Fragen, deren Antwort auf Ihrer beider Zukunft wirkt.


 
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