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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (555)

Herzlich willkommen liebes Brautpaar im Trauraum des ................ Rathauses.
Ein ebenfalls herzlicher Gruß gilt euren Trauzeugen, Eltern, Freunden und Bekannten, allen die Euch auf diesen Weg heute hier begleiten!

An solchen Tagen wie dem heutigen stelle ich immer fest, dass die größten Feiertage in keinem Kalender stehen - es bringt sie das Leben. Heute nun ist die Zeit der Erfüllung der Träume und Wünsche. Getroffen habt ihr euch Anfang Mai 2005 zum ersten Mal persönlich in Weimar. Vorausgegangen waren diesem Treffen natürlich viele Mails und unzählige Telefonate. Nicht mitgerechnet die Blumensträuße die euer Glücksbote überbrachte. Fast zwei Monate später gestand dir, liebe Claudia, Detlef seine Liebe. Nach fast zwei Jahren pendeln zwischen Weimar und Hamburg habt ihr beide euer neues gemeinsames Zuhause in Halstenbeck gefunden.

Da eure gemeinsame Zukunft hier in Weimar begann, freue ich mich natürlich besonders, dass Ihr Euren ganz besonderen Tag heute hier im Weimarer Rathaus beginnt.




Liebes Brautpaar!

Eure Eheschließung ist zweifelsohne eines der wichtigsten und weitreichendsten Ereignisse in eurem Leben und sie soll mit der heutigen Feier im Kreise eurer Familien und Freunde Euch auch unvergesslich bleiben.
Heute vollendet Ihr nach Außen hin, was Ihr euch beide schon lange im Herzen gelobt habt.

Dieses Versprechen was Ihr euch jetzt gleich geben werdet ist auch nicht neu es haben sich vor Euch schon unzählige Frauen und Männer gegeben, und die Worte sind seit langer Zeit immer die gleichen.

Es lautet:

“ Ich verspreche Dir die Treue in guten wie in bösen Tagen in Gesundheit und Krankheit bis der Tod uns scheidet.
Ich will Dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.“

Ihr beide habt Euer Zusammensein genutzt, einander kennen zu lernen, wart bemüht Eure Herzen aufeinander abzustimmen und habt gegenseitiges Verständnis füreinander gesucht und gefunden. Ihr habt den Glauben und das Vertrauen, künftig Euer Leben gemeinsam zu meistern.

Ihr beide schließt heute hier in Weimar die Ehe, weil Ihr gleichgerichtete Lebensziele und Wünsche habt. Ihr erhofft Euch Sicherheit und möchtet Euch aufeinander verlassen können, wollt Euch auf den Weg in die Ehe gegenseitig unterstützen und gemeinsam viel erleben.

Zeitmangel ist heute ein weit verbreitetes Problem in unserer gefühlskalten Gesellschaft. Ihr habt sicherlich auch bereits die Erfahrung gemacht, wie schwierig es ist, all die Interessen, Verpflichtungen und Wünsche die an Euch gestellt werden unter einen Hut zu bringen.
Es sind auch nicht die großen Taten, die Euch für das Leben zusammenschweißen werden, sondern mehr die unscheinbaren Gesten.

Ich nenne nur einige:
nur einen Augenblick Zeit haben:
für ein Gespräch,
für einen Händedruck,
für ein Lächeln,
nur einen Augenblick Zeit haben:
für den anderen,
für seine Gedanken,
für seine Ängste,
nur einen Augenblick Zeit haben: für seine Freude.
nur einen Augenblick Zeit haben:
für das Leben.

Diese kleinen Augenblicke Zeit werden Eure Beziehung immer lebendig halten, und sollten auch die Faszination füreinander lange Jahre überdauern lassen.

Aber auch das es einmal Spannungen in einer Ehe geben kann sollte ich nicht vergessen zu erwähnen.
Sie werden Euch zwar nicht besonders angenehm sein, aber ohne sie wäre Eure Ehe auch nicht so spannend. Eure Eltern werden Euch das bestätigen können. Wenn also der Haussegen einmal nicht gerade hängt und es einmal zu Spannungen kommt, hilft meist ein ruhiges, vernünftiges Gespräch, man denkt noch einmal über das Problem nach und überlegt ob es sich lohnt, wertvolle Lebenszeit zu verschenken. Denn diese geht Euch unwiederbringlich verloren. Ihr werdet beide dann kompromissbereit sein müssen, jeder wird ein Stück auf den anderen zugehen , man trifft sich in der Mitte. Ein altes Sprichwort sagt hier:“ Die Kunst des Streitens in der Ehe liegt darin, sich in den Haaren zu liegen, ohne dem anderen die Frisur zu zerstören.“ Also, auch wenn einmal nicht die Sonne scheint, die Dinge nicht so toll laufen wie man möchte, oder wie man es sich wünscht, auch dies ist Glück und gehört zum Leben, zum Menschsein dazu.
Ich wünsche Euch, dass ihr alles, was Euch das Leben wiederfahren lässt, gemeinsam bewältigt und dass es für Euch noch viele Stunden des Glücks gibt, die Ihr gemeinsam mit eurem Familien genießen könnt.
Mit diesen Worten wollte ich Euch nur noch einmal die Bedeutung dieses Augenblicks vor Augen führen denn ich werde jetzt die Fragen stellen auf die Ihr sicherlich schon wartet.

Seid Ihr dazu bereit?









Ich richte zunächst die Frage an dich, lieber ……………, ist es dein fester Wille, die Ehe mit der hier anwesenden Frau ……………… einzugehen und den Ehenamen …………. zu führen so antworte mir bitte mit ja.

Liebe ………………..,
ich stelle dir jetzt die gleiche Frage, ist es ebenfalls dein fester Wille, die Ehe mit dem hier anwesenden Herrn ……………… einzugehen und den Ehenamen …………… zu führen so antworte auch du bitte mit ja.

Nachdem ihr beide vor mir, dem zuständigen Standesbeamten erklärt habt, dass ihr die Ehe miteinander eingehen wollt, erkläre ich euch hiermit kraft Gesetzes für rechtmäßig verbundene Eheleute.
(Als sichtbares Zeichen der Verbundenheit bitte ich die Ringe Euch gegenseitig anzustecken.) .


Setzt euch wieder.
Ich verlese euch jetzt die Eintragung im Heiratsbuch des Standesamtes der Stadt ........, die anschließend von euch und euren Trauzeugen unterschrieben wird.

Ich bitte jetzt das Brautpaar
zur Unterschrift.
Zuerst unterschreibt die Frau alle Erklärungen mit Vornamen, neuen Namen u. Geburtsnamen,
dann der Mann, abschließend die Trauzeugen.



Liebe ……………., diesen Namen darfst du jetzt tragen,
lieber …………….,


ich habe vorhin von Glücksmomenten gesprochen, addiert also all die kleinen Glücksmomente und Ihr werdet erkennen, dass Ihr dem Glück nicht nachzujagen braucht, denn es wartet ja rings herum schon auf Euch.

Gern würde ich euch natürlich auch als Standesbeamter mit dem Trauschein Euch auch den unfehlbaren Tipp geben, wie man eine glückliche Ehe führt. Doch das tut mir leid, findet das mal schön selbst heraus. Diesen Tipp gibt es auch nicht und ich glaube das wissen wir auch alle hier.

Denn jedes Paar ist anders, jedes Paar hat seine ganz eigenen Vorstellungen und Ziele für die Ehe, ihr beide natürlich auch.

An einem Tag wie heute solltet ihr jedoch einmal Bilanz ziehen und gemeinsam über Eure weiteren Ziele in der Zukunft nachdenken. Ich wünsche Euch die Klarheit, damit ihr erkennt was Euch beiden wichtig ist und was ihr davon verwirklichen könnt. Vielleicht erschließen sich Euch dabei noch ganz neue Möglichkeiten.

Wir leben doch in dieser hektischen Zeit meist mit der Uhr. Die Zeit läuft uns davon und wir ihr hinterher. Aufhalten können wir sie nicht, aber ihr beiden, ihr könnt sie besser nützen. Die wichtigste Zeit für euch ist immer der Augenblick. Sagt nicht: später einmal…….. Gönnt euch Zeit für euch selbst. Und lebt euer Leben jetzt. Denn ihr beide geht euer Leben jetzt gemeinsam.

Bewahrt euch eure Fröhlichkeit, euren Humor und die Geselligkeit, kurz bleibt einfach so wie ihr seid, dann werdet ihr nicht nur selbst viel Freude an Eurer Ehe haben, sondern alle können an dieser Freude teilhaben.
Zum Abschluss eurer Eheschließung würde ich euch gerne ein Wort von Clemens von Brentano mit in eure Ehe geben. Es lautet: „ Liebet das Leben, lebet die Liebe, denn nicht im Kopf sondern im Herzen liegt der Anfang.“




 
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