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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (571)

Verehrte Hochzeitsgäste und Trauzeugen!
Liebe Kinder und liebes Brautpaar Frau ......... und Herr ............!


Im Namen des Bürgermeisters unserer Gemeinde begrüße ich Sie alle recht herzlich in unserem Gemeindeamt in ..............
Sie Frau ......., sind sicher überrascht, heute vor dem Standesbeamten zu stehen und mit ihrem Lebensgefährten ............ die Ehe zu schließen. In einem äußerst intensiven Schriftverkehr und mehreren ausführlichen Telefonaten hat ihr künftiger Ehegatte letztendlich alle bürokratischen Hürden gemeistert und die gesetzliche Grundlage für diese Eheschließung geschaffen.
In einem Telefonat habe ich ihren künftigen Ehemann auch gefragt, ob Sie denn auch „Ja“ sagen würden, weil Sie ja nichts von der Trauung wüssten. Da konnte mich der Bräutigam beruhigen und gab mit die Garantie, dass alles problemlos verlaufen wird und Sie mit der Eheschließung sicher einverstanden sind.
Alleine die Idee, im Urlaub zu heiraten und die Lebensgefährtin damit zu überraschen, finde ich ist eine ganz tolle Sache. An dem Ort zu heiraten, wo man Urlaub macht und sich wohl fühlt ist sicher für alle Beteiligten etwas Wunderschönes und wird Ihnen allen ewig in positiver Erinnerung bleiben.
Die heutige Eheschließung wird Ihnen beiden eine noch stärkere Bindung zueinander geben.

Sie beide verbindet die Sehnsucht nach einem Weggenossen, der mit Ihnen den Weg wandert, der noch vor Ihnen und Ihren insgesamt 4 Kindern liegt. Der Bräutigam Herr ........ meinte, die Familie ...............sei eine typische PatchworkFamilie.
Was ist das, eine Patchwork Familie ?
Wenn ein Elternteil eine Beziehung mit einem neuen Partner eingeht und einer der Partner bereits Kinder hat oder in ihrem Fall, wo beide Partner bereits Kinder haben, nannte man den früher Stiefmutter oder Stiefvater. Und die sind - wie wir aus den Märchen wissen – meistens böse und gemein. Heute nennt man eine neu zusammengewürfelte Lebensgemeinschaft Patchwork-Familie. Das klingt viel lustiger -nach einem buntem Fleckerlteppich. Bei jedem Fleckerlteppich ist es sehr wichtig, dass alle Fleckerl gut und eng miteinander verbunden sind und den Teppich somit zusammenhalten. Genauso soll es auch bei Ihrer Familie sein, wichtig ist der Zusammenhalt, damit der Teppich fest verwoben bleibt und keine Risse bekommt. Die \"normale\" Kleinfamilie,bestehend aus Mama, Papa, Kind ist heute nicht mehr die Norm. Jede siebente Familie, so schätzt man, lebt heute als Patchworkfamilie zusammen

Es ist für Sie beide, Frau ........ und Herr .......... ein schönes Gefühl, den Partner für’s Leben getroffen zu haben, mit dem man Ideen und Pläne verwirklichen kann und auch Vorhaben für die Zukunft schmieden kann. Aus dem tiefen Gefühl der Zuneigung und des Vertrauens sind Sie beide bereit, ein gemeinsames Leben mit all seinen Höhen und Tiefen aufzubauen.
Sie beide sind heute sicher mit dem Gefühl und der Überzeugung hier her gekommen, füreinander bestimmt zu sein, miteinander gut auszukommen und mit Ihren Kindern glücklich zu werden.
Jeder Partner muss in der Ehe mit seinen eigenen Wünschen zurückstehen, oder manchmal gar verzichten, um den Lebensweg gemeinsam beschreiten zu können. In der Ehe muss es auch ein Verzeihen geben. Jeder von Ihnen muss bereit sein, einmal den ersten Schritt zu setzen und auf den Partner wieder zugehen.

Ich wünsche Ihnen ein unerschütterliches Vertrauen zueinander und gegenseitiges Verständnis, um nicht nur in allen großen Fragen sondern auch in den tausend kleinen Dingen des täglichen Lebens immer wieder den Weg zueinander zu finden.


Liebe Frau ........., lieber Herr ............. !

Ich möchte Sie und die Trauzeugen bitten, sich zum Zwecke des Konsensgespräches von den Plätzen zu erheben.


Nun möchte ich Ihre Erklärung entgegennehmen und bitte Sie daher, die Fragen, die ich nach dem Gesetz an Sie zu richten habe, mir frei und ungezwungen zu beantworten:

Ich frage Sie, Herr ............, ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit der hier anwesenden Frau ............ die Ehe einzugehen, so sagen Sie bitte JA !

Ich frage Sie, Frau ..........., ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit dem hier anwesenden Herrn ............ die Ehe einzugehen, so sagen Sie bitte JA !

Auf Grund Ihr beiden ausgesprochenen Ja-Worte spreche ich nun Kraft meines Amtes aus, dass Ihr nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Zum jederzeitigen Beweise dieses bedeutungsvollen Lebensabschnittes wurde Ihr gegenseitiges Gelöbnis in das Ehebuch eingetragen, welches ich nunmehr vorlesen werde:


(UNTERSCHRIFTEN)


Mit Liebe habt Ihr diese Gemeinschaft begonnen und nur in Liebe kann eine glückliche Ehe gedeihen.

Dieser Tag soll einer von recht vielen schönen Tagen sein und Euch immer in Erinnerung bleiben.

Dies wünsche ich Euch beiden von ganzem Herzen !

 
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