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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (578)

1. Begrüßung

Liebes Brautpaar, sehr verehrte Gäste,
ich heiße Sie herzlich willkommen heute am hier im Trau-zimmer des

Für alle, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich kurz vorstellen.
Mein Name ist , ich bin Standesbeamtin hier in und habe heute die ehrenvolle Aufgabe Ihre Trauung vorzunehmen.

Heute ist er also.
Der bedeutungsvolle Tag an dem Sie beide sich Ihr „Ja-Wort“ geben.
Heute bekennen Sie sich auch ganz offiziell zueinander, und bekräftigen mit Ihrem „Ja-Wort“, dass Sie es ernst miteinander und mit Ihrer Partnerschaft meinen.

2. Einleitung

Für mich als Standesbeamtin gehört es mit zu den schönsten Aufgaben meiner Tätigkeit, ein Paar in die Ehe zu geleiten.

Und so möchte ich, bevor ich zum eigentlichen Teil der Ehe-schließung komme, noch ein paar Worte an Sie richten.
Ich habe Ihrem Wunsch entsprochen und eine allgemeine An-sprach vorbereitet.

3. Hauptteil

Und diese möchte ich nun beginnen, mit einem kleinen Zitat von einem mir leider unbekannten Dichter:

Verheiratet sein ist nicht nötig,
glücklich verheiratet sein ist nötig.




Hinter diesen Worten steckt viel Wahrheit.
Heute kommt es nicht darauf an, dass Sie von mir ein Papier bekommen, dass Ihre neue Rechtsstellung in der Gesellschaft beweist, sondern es kommt auf Ihr zukünftiges Zusammenle-ben an.

Der Entschluss, zu heiraten, musste erst reifen.
Sie wollten sich erst gut kennen lernen und haben irgendwann einmal das sichere Gefühl bekommen, diesen Menschen will ich an meiner Seite haben.

Sie wollen sich nun fest binden und nicht mehr länger nur als Lebenspartnerin oder Lebenspartner gelten, sondern als Ehe-frau und Ehemann.

Das beweist auch einem Außenstehenden, dass Sie tiefe Ge-fühle füreinander empfinden.
Sie schlagen mit der Eheschließung einen Weg ein, der nur möglich ist,

- wenn man sich richtig mag,
- wenn man das Gefühl hat zusammenzugehören und
- wenn man gemeinsame Lebenspläne verwirklichen will.

Heute sind Sie sich Ihrer Gefühle sicher und so soll es auch bleiben.
Glücklich verheiratet zu sein hängt von Ihren Gefühlen zuein-ander ab.

Als Ehefrau und Ehemann haben sie vor allem auch den Alltag gemeinsam zu meistern.
In Ihrer Partnerschaft haben Sie sich bereits darauf eingerich-tet, zusammen das tägliche Leben zu gestalten.
Es muss der Beruf bewältigt werden, daneben der Haushalt und vieles andere mehr.
Nicht immer ist man da in bester Laune.
Oft tut man dies oder jenes eben, weil man es tun muss.

Um in einer glücklichen Partnerschaft zu leben, müssen in den täglichen Alltag kleinere und zwischendurch größere High-lights gestreut werden.

Doch die Höhen im Leben – die wunderbaren Stunden, in de-nen man sich für den glücklichsten Menschen der Welt hält – fliegen einem nicht einfach so zu.
Sie sind oftmals die Ausnahme.

Aber für die kleineren Freuden ist man selbst verantwortlich. Sie selbst nur kennen Ihre Vorlieben, die Sie den Alltag ver-gessen lassen.
Zum Beispiel ein ausgedehntes Frühstück ohne Hetze genie-ßen, ganz spontan auszugehen in ein schönes Lokal oder ins Kino, gemeinsam über einen Film lachen oder es zieht Sie hin-aus in die Natur zu einem kleinen Spaziergang.

Ihre Ehe lebt von Kleinigkeiten, die Sie sich zwischendurch für den anderen ausdenken, zum Beispiel eine Idee, was man ge-meinsam unternehmen könnte oder ein unverhoffter Blumen-strauß.
Auch ein liebes Wort zum richtigen Zeitpunkt – vertreibt jeden Alltagsfrust.

4. Schlussgedanke

Liebes Brautpaar,

vielleicht sehen die gemeinsamen Highlights Ihrer Beziehung auch ganz anders aus.

Es ist auch möglich, dass sich diese im Laufe der Jahre verän-dern.
Doch das bedeutet, stets am Ball zu bleiben, nicht den Alltag grauer und grauer werden zu lassen, sondern stets im Hinter-kopf zu behalten,

nicht verheiratet zu sein ist nötig,
glücklich verheiratet zu sein ist nötig.

Zum Schluss meiner kleinen Ansprache habe ich zwei Wün-sche an Sie:

Zum einen, dass Sie sich immer gern an den heutigen Tag er-innern

und

dass es Ihnen weiterhin gelingt eine fürsorgliche, harmonische und glückliche Partnerschaft zu führen.

5. Trauvorgang

Um Ihre Ehe nun zu schließen, bitte ich Sie beide sich von Ih-ren Plätzen zu erheben.



 
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