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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (580)

Sehr verehrtes Brautpaar!


Werte Angehörige und Gäste!


Als Standesbeamtin der Stadt Wolkenstein möchte ich Sie recht herzlich im Trauzimmer auf Schloß ............... begrüßen.

Sie sind hierher gekommen, damit ich Ihrer Entscheidung,

- miteinander die Ehe einzugehen –

rechtliche Geltung gebe.


Sie begehen damit eine äußerst wichtige für Ihre ganze Lebenszeit entscheidende Handlung.



Am ............................................................ wurde durch Sie die Anmeldung zur Eheschließung vorgenommen.


Da keine Ehehindernisse festgestellt wurden, kann heute die Eheschließung vollzogen und beurkundet werden.


Als gemeinsamer Familienname wurde durch Sie der

Geburtsname des / der ................................................... bestimmt.






Verehrtes Brautpaar!

Gestatten Sie mir noch einige Ausführungen zur Bedeutung der Ehe bevor wir zum eigentlichen Teil der Eheschließung kommen.

Ich hoffe, dass Ihnen die nachfolgenden Anregungen etwas für Ihren gemeinsamen Weg in der Ehe hergeben werden, vielleicht sogar Denkanstöße darstellen können.

Auf die rechtliche Seite der Ehe möchte ich in diesem Augenblick nicht eingehen.

Ich möchte aber auch keine Lobeshymne über die Ehe – hier ertönen lassen.

Zu Beginn einer Ehe sieht man meist alles in rosaroten Farben.

Doch für den Erhalt einer Ehe ist es von Bedeutung, dass man die Realität, die Wirklichkeit betrachtet.

Man sollte daher in der Ehe umsichtig ein, dass heißt sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft, aus dem richtigen Blickwinkel betrachten.

Nicht zu pessimistisch und nicht zu optimistisch sein.

Das ist einfach gesagt, aber schwer durchführbar, daher sollte man es immer wieder versuchen.

Ihre Ehe wird nämlich mit Leben erfüllt, wenn in Ihr

Gegenseitiges Verständnis, Vertrauen, Aufgeschlossenheit, Toleranz, Achtung, Liebe und Treue

herrscht.

Herrscht dies, so kann auch jedem sein eigener Freiraum gewährt werden.
Bemühen Sie sich daher immer, miteinander zu reden, über das was Sie freut und vor allem über das, was Sie bedrückt.

Lassen Sie es nicht zur Sprachlosigkeit in Ihrer Ehe kommen.

Dies ist vor allem auch einmal wichtig für Ihre Kinder.


Den jeder Mensch braucht eine Person, mit der es reden kann.

Ohne einen solchen Menschen, zermürbt es sich selbst.

Durch Reden können viele Unklarheiten beseitigt werden.

Gefahren und Risiken, die in einer Ehe auftauchen, überwunden werden.


Eine Ehe ohne Gefahren und Risiken gibt es nicht.
Es kann nicht immer heiterer Sonnenschein sein.
Der Alltag lässt dies, wie Sie sicherlich wissen nicht immer zu.


Es wäre allerdings vermessen von mir Sie belehren zu wollen, ihnen sagen zu wollen, welche Probleme ihnen das Leben stellen wird.


Sie beide haben beschlossen ein gemeinsames Leben zu führen.

Auf Sie warten neue Jahre, die Ihnen die Erfüllung aller Ihrer Wünsche und Hoffnungen bringen mögen.

Sie wissen selbst, dass die Erfüllung Ihrer Wünsche und Hoffnungen von Ihrer beider Tatkraft und von ihrem gemeinsamen Willen abhängen werden.




Verehrtes Brautpaar!


Sie sprechen dann im Anschluss hier ein kurzes „ Ja “
aber dieses kleine „Ja“ soll durch Ihr ganzes Leben fortklingen
und sie fest aneinander binden.



Nichts greift so tief in das menschliche Leben ein
und nichts wirkt so ergreifend für die Zukunft,
wie der Tag der Eheschließung.


Erfassen Sie daher den rechten Sinn der Ehe, indem sie einander

Hilfe und Stütze,

Freund und Vertrauter

aber auch Verstehender und Verzeihender sind.


Wahren Sie immer in Ihrer Ehe die menschliche Würde,
vergessen Sie nie, dass Sie persönlich Freud und Leid
in Ihren Händen halten.


Nutzen Sie diese macht zu Ihren Gunsten und zum glücklichen
Gedeih Ihres Ehebundes.








Sehr verehrte Brautpaar


Im Vollzug des Ehegesetzes habe ich nun einzeln und nacheinander an Sie die Frage zu richten, ob Sie die Ehe miteinander eingehen wollen.

Wenn Sie diese Frage mit „Ja“ beantworten sind Sie Kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute.

Ich darf nun Sie und die Anwesenden bitten sich von Ihren Plätzen zu erheben.

Ich frage nun Sie Herr ........................................................................ .
Ist es Ihr Wille die Ehe mit der hier anwesenden

Frau .................................................................................
einzugehen.
So antworten Sie mir bitte mit „Ja“.

Und nun frage ich Sie Frau ....................................................................
Ist es Ihr Wille die Ehe mit dem hier anwesenden

Herrn ......................................................................................................
einzugehen.
So antworten Sie mir bitte ebenfalls mit „Ja“.

Ich danke Ihnen!

Auf Grund Ihrer beiderseitigen übereinstimmenden Willenserklärung, erkläre ich Sie hiermit für rechtmäßig verbundene Ehepartner und die Ehe für rechtgültig geschlossen.

Nachdem Sie soeben nach Recht und Gesetz den Bund fürs Leben geschlossen haben, wollen Sie nach altem Brauch und alter Überlieferung als äußeres Zeichen den Ehering zu tragen, mit der großen Verpflichtung sich gegenseitig die Treue zu halten.
(bitte nehmen Sie Platz)

Ich gebe Ihnen nunmehr die Eintragung im Ehebuch zur Kenntnis und bitte Sie diese dann durch Ihre Unterschrift zu bestätigen.




Verehrtes Brautpaar!

Mit diesem Augenblick hat nun Ihre Ehe begonnen.

Bei allen entscheidenden Wendungen im Leben sind wir mehr
oder weniger erfüllt von Erwartungen und Erwägungen,
von Plänen und guten Vorsätzen.

Wie sollte das auch anders sein, heute an diesem bedeutungsvollem Tag, wo für Sie ein neuer Abschnitt Ihres Lebens beginnt.


Seien Sie verehrte Frau ..........................................................................................
Ihrem Mann eine gute Kameradin, nehmen Sie Teil an den Interessen und Neigungen Ihres Gatten.


Und Sie, verehrter Herr ..........................................................................................
Bemühen Sie sich um den Gleichklang in Ihrer Ehe, indem Sie
Ihre Gattin als gleichberechtigte Partnerin achten.

Das wahre und echte Glück hängt nicht ab vom Besitz äußerer Dinge,
sondern Sie werden selbst empfinden, wenn Sie die Liebe und Zuneigung, die Sie Ihr „Ja-Wort“ hat sprechen lassen,

immerdar bewahren und in Achtung voreinander begegnen
und zwar auch dann, wenn ernstere Aufgaben und Pflichten
im laufe des Alltages an Sie heran treten.
Da sollen Sie dann Ihre guten Vorsätze, die Sie heute für
Ihren gemeinsamen Lebensweg fassen unter Beweis stellen.

Denn nicht nur in guten Zeiten erweißt sich eine wahre Kameradschaft,

sondern erst in den ernsten verantwortungsvollen Tagen wird sich dies bewähren.

Nehmen Sie in Ihrer Ehe auch jederzeit Rücksicht aufeinander,
versuchen Sie die eigenen Fehler und Schwächen abzulegen
und sehen Sie über die des anderen Teils mit Liebe und Verständnis hinweg.


Ihre Familie, Ihr Heim soll der ruhige Pol in Ihrem Leben sein,
wo Sie sich gegenseitig wieder aufrichten und Kraft schöpfen
für die Entwicklung des Einzelnen und der Familie.




Verehrtes Ehepaar!


Ich über gebe Ihnen nachher Ihr „Stammbuch der Familie“.

Darin gibt es nach der ersten wichtigen Eintragung
mehrere Seiten für spätere Beurkundungen.


Sorgen Sie beide dafür, dass dieses kleine Buch eine Glückschronik für die

Familie .............................................................................

wird.











Liebes Ehepaar!


Ich habe nun die Ehre und Freude Ihnen zuerst gratulieren zu dürfen.


Alles Gute wünsche ich Ihnen, mögen all Ihre Wünsche sich erfüllen,
Gesundheit und Glück sollen stets Begleiter Ihres gemeinsamen Lebensweges sein.


Auch im Namen der Stadt ............ spreche ich Ihnen die besten Glückwünsche aus.


Werden Sie echte und treue Lebenskameraden.

Stehen Sie in Freud und Leid immer fest zusammen,
dann werden Sie immer gern an den Tag der Eheschließung zurückdenken.


 
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