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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (581)

(Unterschiedliche Nationen)

Sehr geehrtes Brautpaar, sehr geehrte Trauzeugen, ich heiße Sie hier in den Räumen unseres Standesamtes herzlich willkommen.

Sie beide, Frau ........ und Herr ................., haben in den letzten Wochen alle bürokratischen Hürden genommen und können nunmehr heute die Ehe miteinander eingehen.
Bevor ich zur eigentlichen Trauung komme, möchte ich Ihnen noch ein paar Worte mit auf den gemeinsamen Lebensweg geben,

Wie jedes Brautpaar wollen Sie mit Ihrer Ehe eine Brücke zueinander schlagen, eine enge Verbindung zwischen zwei Menschen herstellen. In Ihrem Fall trifft dies in noch stärkerem Maße zu, denn sie schlagen nicht nur eine Brücke von Mensch zu Mensch, sondern auch zwischen verschiedenen Völkern.

Sie beide kommen aus zwei Ländern, die eine unterschiedliche geschichtliche Entwicklung durchgemacht haben, die von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägt sind und deren Sprachen sich stark unterscheiden. Sie haben von daher im Umgang miteinander mit einer gewissen Fremdheit zu tun.

Diese Fremdheit macht natürlich auch einen Reiz aus. Unbekanntes zieht einen ja oft an, und wer möchte nicht manchmal das Vertraute hinter sich lassen und neue Welten kennenlernen. Sie können sich also gegenseitig die Entdeckung neuer Sphären, neuer Lebensgewohnheiten und Bräuche bieten und Ihre Sichtweise auf das Leben um einen anderen Blickwinkel bereichern.

Einen Zugang zum anderen zu finden ist jedoch bei ........ und ........... glücklicherweise nicht besonders schwierig, denn zwischen beiden Völkern hat es seit Jahrhunderten einen Austausch in vielfältiger Hinsicht gegeben. Die Geschichte der österreichisch........... Beziehungen reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. An Hand alter Chroniken lassen sich die damaligen Verbindungen zurückverfolgen.


Trotzdem gibt es natürlich durch die unterschiedliche Geschichte und Kultur auch Unterschiede in den Lebensverhältnissen und Lebenseinstellungen. Aber die Wünsche, die die Menschen hegen, sind sich wahrscheinlich dennoch ziemlich ähnlich.

Wer sehnt sich im privaten Bereich nicht danach, jemanden zu haben, der zu einem gehört, eine Familie zu gründen, ein schönes Zuhause zu schaffen oder gemeinsam etwas aufzubauen. Diese Wünsche wollen Sie sich nun mit Ihrer Eheschließung erfüllen.

Sie haben trotz aller Fremdheit zueinander gefunden, sich einander angenähert und glauben nun an eine gemeinsame Zukunft. Sie vollziehen im kleinen, was sich auch in der großen Politik abspielt: das Aufeinander-Zugehen von Ost und West nach Jahrzehnten der Abgrenzung, das Zusammenwachsen der Welt. Sie beide sind da schon etwas weiter, indem Sie eine Brücke zueinander geschlagen haben und einen gemeinsamen Weg in die Zukunft einschlagen.

Liebes Brautpaar!

Nun ich möche zum wichtigsten Teil dieser Amtshandlung kommen, der eigentlichen Eheschließung, und bitte Sie deshalb, sich von den Plätzen zu erheben.



Wie es hier Tradition ist, frage ich zuerst Sie, Herr .................Wollen Sie aus freiem und eigenem Willen, mit der hier anwesenden Frau ..................die Ehe eingehen, dann antworten Sie mit JA

Nun frage ich Sie Frau................... Wollen auch Sie mit dem hier anwesenden Herrn..............................., aus freiem und eigenem Willen die Ehe eingehen, dann antworten auch Sie mit JA

Da Sie beide meine Frage übereinstimmend mit JA beantwortet haben, stelle ich fest, dass Sie damit kraft Gesetzes rechtlich verbundene Ehegatten sind.

Sie können sich nun gegenseitig Ihre Ringe anstecken, die Ihre Zuneignung und Verbundenheit symbolisiert.


Jetzt ist auch der Moment des Hochzeitkusses gekommen.

Verlesung (setzen)

Unterschriften


Ich möchte Ihnen noch viel Glück für Ihren weiteren Lebensweg wünschen.
 
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