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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede (594):

Liebes Brautpaar, liebe Trauzeugen (, liebe Gäste)

Ich begrüsse Sie herzlich zur zivilen Trauung von XX und YY. Sie sind heute bei uns erschienen, um die gesetzliche Formalität zu erfüllen, die unser Schweizer Gesetz zum Abschluss einer Ehe vorschreibt.

Das Gesetz setzt verschiedene Voraussetzungen für die Trauung. So muss man zum Beispiel volljährig und urteilsfähig sein. Man darf nicht miteinander verwandt sein. Doch die wichtigste Voraussetzung kann kein Gesetz der Welt regeln: die Liebe. Denn nur sie gibt einem die Kraft, alle Höhen und Tiefen gemeinsam zu meistern und Freud und Leid miteinander zu teilen.

Für eine glückliche Ehe gibt es kein Gesetz und kein Rezept, an das man sich halten kann. Aber es gibt einige Grundregeln, wie beispielsweise gegenseitige Achtung, Toleranz und Verständnis für die Eigenheiten des Ehepartners. Sogar unser Gesetzgeber hat sich Gedanken darüber gemacht, welche Rechte und Pflichten auf persönlicher Ebene mit einer Ehe verbunden sind. Ich zitieren Ihnen dazu den Artikel 159 aus dem ZGB (Schweizerisches Zivilgesetzbuch):

1 Durch die Trauung werden die Ehegatten zur ehelichen Gemeinschaft verbunden.
2 Sie verpflichten sich gegenseitig, das Wohl der Gemeinschaft in einträchtigem Zusammenwirken zu wahren und für die Kinder gemeinsam zu sorgen.
3 Sie schulden einander Treue und Beistand.


Länger möchte ich Sie jedoch an diesem feierlichen Tag nicht mit gesetzlichen Vorschriften belästigen. Gedichte können oft mehr sagen als lange Reden. Ich möchte Ihnen daher nun ein Gedicht vortragen über....:

(Gedicht)

Nun kommen wir zum eigentlichen Trauungsakt, und ich darf Sie dabei einzeln nach Ihrem Ja-Wort fragen:

Frau ....., ich richte an Sie die Frage: Wollen Sie mit Herr..... die Ehe eingehen?
Herr ....., ich richte an Sie die Frage: Wollen Sie mit Frau..... die Ehe eingehen?

Da Sie beide meine Frage mit ja beantwortet haben, ist Ihre Ehe nun durch Ihre beidseitige Zustimmung geschlossen und Sie gelten nun vor dem Gesetzt als angetrautes Ehepaar.

Zur Bezeugung dieses Aktes darf ich Sie sowie Ihre Trauzeugen bitten, den Eintrag im Eheregister zu unterzeichnen.

 
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