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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (597)

Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr,

werte Trauzeugen und Gäste,

ich darf Sie herzlich willkommen heißen im Standesamt der Gemeinde XY. Für die, die mich noch nicht kennen darf ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist....

Sie beide haben sich für dieses besondere Ereignis in Ihrem Leben, dieser Eheschließung ein besonderes Datum ausgesucht, nämlich heute den 06.06.06. Dieses Schnapszahlenhochzeitsdatum kann man nicht nur leicht merken, sondern es soll Ihnen besonders viel Glück für die Ehe bringen.

Ich habe erfahren dass u.a. Motorradfahren ihr gemeinsames Hobby ist, das Sie sehr verbindet. Viel Zeit verbringen Sie beide auf bzw. bei Ihren Motorrädern. Darum habe ich es auch heute zum Thema meiner kleinen Ansprache gemacht.

Von heute an sind Sie unterwegs auf großer Fahrt, der Tour des Lebens zu zweit. Natürlich dürfen dabei Ihre Motorräder nicht fehlen. Ein gemeinsames Hobby zu haben, ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten Partnerschaft. Für die Freizeit ist es wichtig, das Sie beide eine Gemeinsamkeit haben, die Ihnen beiden Spaß macht.

Heute nun beginnt Ihr Eheleben. Sie beide starten eine große gemeinsame Tour. Sie behalten beide ihre Persönlichkeiten, steigen also nicht auf das Motorrad vom Partner auf, wo sich einer dem anderen anpasst, wo einer dem anderen die Verantwortung und Führung überlässt. Nein, ich denke dass jeder von Ihnen sein eigenes Motorrad weiterfährt und somit jeder seine Freiheit behält, wie sie auch in einer Partnerschaft ganz wichtig ist. Jeder muss auch mal seinen eigenen Weg verfolgen können, unabhängig vom anderen.

Zu Beginn Ihrer gemeinsamen Reise muss die Route geplant werden. Sie beide setzen sich zusammen und besprechen Ihre Zukunft. Wichtige Entscheidungen, z.B. ob Sie eine Familie gründen wollen oder nicht, wo Sie wohnen werden, welchen beruflichen Werdegang Sie einschlagen wollen, wie sie die täglichen Pflichten aufteilen wollen, werden Sie gemeinsam treffen.

Wenn Sie dies geklärt haben, kann die Fahrt beginnen. Mal wird der eine, mal der andere vorausfahren bzw. auch mal im Windschatten fahren. Wichtig ist jedoch zusammenzubleiben, und nicht dem anderen davonzufahren, sondern auf sein Tempo Rücksicht zu nehmen. Will einer den andern abhängen, dann ist auch schon der Wurm drin. Der andere fährt dann frustriert hinterher und fühlt sich alleingelassen.

Auf Ihrer gemeinsamen Fahrt durchs Leben kommen Sie unweigerlich über Berge und durch Täler. Kurvenreiche Straßen lassen u.a. das Motorradfahrerherz höher schlagen. So ist es auch, wenn Sie sich unterm fahren wortlos durch Gesten verstehen. Wenn jeder nur den anderen anschauen muss und weiß, man denkt und fühlt das gleiche. Man spürt eine Harmonie, fühlt sich getragen von der Zuneigung des anderen. Jedoch bei den Kurven muss man aufpassen, nicht dass man diese zu schnell anfährt und dann letztendlich irgendwo abseits der Straße wieder landet. Deshalb vielleicht mal ein bisschen runter vom Gas und schön gemütlich durch die Gegend kurven so dass Sie die Schönheiten, die sich Ihnen auf dem Weg bieten, genießen können und evtl. auch schauen können: Wie geht’s und was treiben die anderen, meiner Familie, Freunde und Bekannte.

Vergessen Sie auch nicht bei voller Fahrt zwischendurch ein paar Pausen für Ruhe und Erholung einzulegen, nicht dass Ihnen einmal der Tank leer wird, also ausgepowert sind und es auf halber Fahrt einfach nicht mehr weitergeht und Sie somit stehen bleiben. Aber keine Angst und Bange, es fährt ja noch jemand mit auf Ihrer großen Tour auf den Sie vertrauen können. Ihr Partner lässt Sie dann sicherlich nicht im Stich und lässt Sie aufsteigen und nimmt Sie ein Stück mit. In dieser Zeit können Sie sich dann erholen und sozusagen wieder auftanken, damit die Fahrt anschließend wieder in aller Frische weitergehen kann. Aber dann nicht übertreiben, nur so schnell fahren, wie Ihr Schutzengel fliegen kann!

Mit diesen Worten möchte ich nun schließen und Sie werden nun im Kreise Ihrer Verwandten und Freunde den Bund für´s Leben schließen und damit fortan einen Partner an der Seite haben, der für Sie einzig geworden ist, so wichtig, dass Sie nun einander vor allen das Ja-Wort geben. Dazu darf ich Sie und die Trauzeugen bitten, sich von den Plätzen zu erheben.

Nachdem ich Sie so pflichtgemäß auf die Wichtigkeit und Bedeutung der Ehe aufmerksam gemacht habe, frage ich Sie

Herr

ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit der hier anwesenden

Frau

die Ehe einzugehen, so sprechen Sie „Ja“!

Frau

ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit dem hier anwesenden

Herrn

die Ehe einzugehen, so sprechen Sie „Ja“!

Da Sie meine Fragen bejaht haben, spreche ich aus, dass Sie nunmehr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Sie haben auch ihre Eheringe mitgebracht, die Sie sich nun zum Zeichen, dass Sie fest verbundene Ehegatten sind, gegenseitig anstecken dürfen.

Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen alles Gute für Ihr gemeinsames Eheleben zu wünschen und um im Bild zu bleiben: Gute Fahrt!



 
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