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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (606)

Sehr geehrtes Brautpaar

Liebe Katharina, Lieber Andreas


Ihr tretet heute vor den Standesbeamten, um vor dem Gesetz den Bund der Ehe zu schließen. Damit vollendet Ihr nach außen hin, was Ihr wohl schon lange im Herzen gelobt habt.

Die Eheschließung ist mit Sicherheit einer der schönsten und bewegensten Momente im Leben eines Menschen. So ein Ereignis freut alle, aber besonders Eure Eltern, Verwandten, Bekannten und Freunde.

Beim Betreten dieses Raumes habt ihr zwei verschiedene Namen geführt, wenn ihr von hier weggeht führt ihr bereits den gleichen Namen. Das allein beweist schon, daß in den wenigen Minuten die ihr hier seid, eine für eure Zukunft wahrhaft bedeutsame Entscheidung fällt.

Ihr seid euch dessen bewußt, daß ihr mit dieser bedeutungsvollen Entscheidung die Verantwortung füreinander übernehmt, einander eure Zukunft und euer Lebensglück anvertraut und in einen neuen Lebensabschnitt eintretet.

Es ist eine weise Fügung des Schicksals, daß es den Menschen nicht gegönnt ist, einen Blick in die Zukunft zu tun. Könnte er das erahnen was ihm bestimmt ist, dann wäre das Leben kaum Lebenswert, weil ihm der Inhalt des bewußten Strebens fehlt.

Es ist dem Menschen wie ein Naturgesetz ins Herz geschrieben, daß es nicht gut für ihn ist, allein zu sein oder allein zu bleiben und früher oder später wird ihm bewußt, daß er zu zweit durchs Leben gehen muß, wenn er sein Glück finden soll.

Das Leben bekommt erst dann Sinn und Inhalt, wenn der Mensch eine Aufgabe hat für die er lebt. Es gibt keine andere, die für ihn so schön und so beglückend ist, wir für einen lieben Menschen zu Leben und für ihn zu sorgen.

Sympathie hat Euch zusammengeführt. Aus Sympathie wurde Liebe und so habt auch Ihr einander zum gemeinsamen Leben erwählt und ihr seit heute hier, um dieses schicksalhafte \"Ja\" Wort zu sprechen, in dem ihr euch fürs ganze Leben füreinander entscheidet. Mit eurem \"Ja\" Wort vereinigen sich eure Lebenswege, verbindet euer Schicksal und verpflichtet euch, Freud und Leid im Leben ehrlich zu teilen, füreinander liebevoll zu sorgen und einander stets ein guter Kamerad, ein treuer und angenehmer Wegfährte zu sein.

Ob ihr nun glücklich werdet, hängt nicht so sehr von Geld, Gut, Zeit- oder Lebensverhältnissen oder gar von den Mitmenschen ab, sondern vor allem davon, wie ihr euch mit dem Menschen versteht, in dessen Hände ihr nun voll Liebe und Vertrauen euer zukünftiges Leben legt.

Man kann sich seine Eltern, die Umwelt, die Zeit- oder Lebensverhältnisse, in die man hineingeboren wird, nicht selbst bestimmen oder selbst wählen, aber den Menschen, den man die Hand zum Lebensbund reicht und mit dem man sein Schicksal verbindet, den sucht man sich selbst aus.

In dieser Schicksalsstunde erfüllt euch nur einen Wunsch und der sei Vorsatz für euer ganzes zukünftiges Leben: \"Einander glücklich zu machen\" und ein Leitspruch soll lauten – „Wir stehen zueinander, wir halten zueinander“

Und so will ich euch eine Frage stellen, eine Frage die euer ganzes zukünftige Leben einschließt. Eine Frage die ihr zwar mit den Lippen beantwortet, aber mit dem Herzen und dem Willen zum gemeinsamen Leben wahr machen sollt.

Ich ersuche nun die Anwesenden, sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage nun dich, Bräutigam Andreas, bist du gewillt mit deiner Braut Katharina die Ehe zu schließen, dann antworte mit einem deutlichen Ja.

Nun frage ich auch dich, Braut Katharina bist du gewillt mit deinem Bräutigam Andreas die Ehe zu schließen, dann antworte auch du mit einem deutlichen Ja.

Euer gegenseitiges Ja Wort als Ausdruck eures Willens ein Ehepaar zu werden, hab ich vernommen. Damit habt ihr vor euch und euren Zeugen ein schönes aber auch verantwortungsvolles Gelöbnis über euer zukünftiges Leben abgelegt. Es ist mir daher eine Freude aussprechen zu dürfen, daß ihr nunmehr rechtmäßige Eheleute seid.

Um das nach außen zu dokumentieren, um aber auch einen alten Brauch Folge zu leisten, ersuche ich euch, sich gegenseitig den Ehering anzustecken.

\" Der Ring ist das Sinnbild des in sich geschlossenen, der Einheit und der Treue. Nehmt daher diesen kleinen goldenen Reifen zum äußeren Zeichen eurer Verbundenheit, eurer Liebe und eurer immerwährenden Bereitschaft füreinander und miteinander leben zu wollen.\"

Wie in jedem Liebesfilm gibt es ein Happyend, natürlich gibt es das Happyend auch hier und heute. Darum wage ich den berühmten Satz auszusprechen. Andreas du darfst deine Katharina jetzt küssen.

Ihr dürft jetzt wieder platz nehmen.

Zum jederzeitigen Beweis dieses bedeutungsvollen Beginns eines neuen Lebensabschnittes wurde euer gegenseitiges Gelöbnis in das Ehebuch des Standesamtes Kirchberg am Walde eingetragen, das ich nun verlese.

Ich bitte nun die Unterschriften unter diese Eintragung zu setzen.

Damit wäre der offizielle Teil am Ende. Ich möchte aber den Augenblick nicht vorübergehen lassen, ohne euch auch persönlich alles gute für eure Zukunft alles Gute zu wünschen.

Dieser Bund fürs Leben, den ihr nun geschlossen habt, soll der Bund der Liebe, Treue und Zufriedenheit, ein Bund des waren Glückes werden. Möge sich in eurer Ehe finden, was ihr euch erhofft und erwartet und euch stets gelingen, eure Meinungen und Wünsche aufeinander abzustimmen. Wenn ihr euch beide bemüht, auch vom anderen die Gedanken und Wünsche zu verstehen, wird es euch stets gelingen einen Weg zu finden, den ihr beide gehen könnt.

Ich wünsche euch, daß euer gemeinsames Leben von recht viel Glück und Sonnenschein begleitet sei. Ihr werdet am heutigen Tag oder in der nächsten Zeit wahrscheinlich noch recht viele Glückwünsche erhalten. Denkt aber bitte an diesen Tag des Glückes auch daran, daß in eurem weiterem Leben nicht immer die Sonne scheinen wird, es werden auch Wolken am Ehehimmel aufziehen, die versuchen euer gemeinsames Glück zu trüben und dann wird es von großer Bedeutung sein, wie ihr in solchen Situationen zueinander seit.

Ich wünsche euch daher vor allem, daß ihr zueinander immer ein unerschütterliches Vertrauen bewahrt, dann werdet ihr das Glück der Ehe finden, nachdem sich jeder Mensch sehnt.

Und bitte bleibt wie ihr seid, versucht euch nicht sich gegenseitig zu ändern. Lebt euer gemeinsames Leben in echtem wechselseitigem Zutrauen, lebt euer Leben in Zuneigung und Dankbarkeit, Dankbarkeit euch selbst gegenüber, euren Eltern, euren Freunden und Bekannten.

Möge daher in dieser Stunde eine wirklich gute und glückliche Ehe beginnen, dann wird euch dieser Tag immer in guter und lieber Erinnerung bleiben und laßt mich die Worte eines Dichters auf euren Lebensweg mitgeben:

Das Leben ist eine Mission.
Die Weisheit ist, dem Herzen zu glauben.
Die Heiterkeit ist der Balsam des Lebens.
Die Hoffnung ist der Duft, der das Herz jung erhält und Glück zu haben ist Schicksals Gunst, glücklich zu sein ist Lebenskunst.


 
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