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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (622)

Sehr geehrte Damen und Herren, ich begrüße sie recht herzlich im Standesamtsaal des ....... Ganz besonders begrüße ich das Brautpaar - Frau ..... und Herrn ...... - mit ihren Trauzeugen. Herzlich willkommen! Es freut mich, dass auch viele Kinder heute anwesend sind. Grüß Euch.
An die Kinder hab ich eine große Bitte. Wollt ihr mir helfen, dass wir alle eine schöne Hochzeitsfeier erleben? Dann seid doch bitte hier im Standesamt ganz besonders leise. Wenn ihr das gut macht, dann könnt ihr nachher zu mir kommen und eine kleine Belohnung abholen. Machen wir das so? Gut, also Pssst.

Sehr geehrte Frau ....., sehr geehrter Herr ......
Der Hochzeitstag ist ein ganz besonderer Tag im Leben eines Paares. Denn beide bekräftigen an diesem Tag ganz offiziell, dass sie ihr Leben miteinander teilen wollen. Auch für mich ist es heute ein aufregender Tag und so freut es mich ganz besonders, dass ich Ihre Trauung vornehmen darf.

Ich möchte ihnen ein paar Gedanken mit auf den Weg geben, Gedanken die humorvoll und auch tiefgründig sind und ich hoffe, dass sie sich gerne daran erinnern werden.
Bei meinen Vorbereitungen bin ich auf ein Zitat von Alfred Hitchcock gestoßen, der einmal folgendes gesagt hat.

„Richtig verheiratet ist der Mann, der jedes Wort versteht, das seine Frau NICHT gesagt hat.“

Trotz intensiver Recherchen habe ich kein ähnliches Zitat über eine richtig verheiratete Frau gefunden, das Hitchkcocks Aussage ergänzen oder ihr etwas entgegenseztzen könnte.

Ich sage daher:
„Richtig verheiratet ist die Frau, die nicht ALLES sieht und kommentiert, das ihr Mann getan bzw. nicht getan hat.“

Beide Aussagen klingen sehr humorvoll, ja sogar etwas gegensätzlich.

Doch der tiefere Sinn dieser Aussagen steckt für mich in der Feststellung, dass gegenseitiges Verständnis eine Beziehung auszeichnet.
Ganz besonders dann, wenn das blinde Verständnis, das wortlose Verständnis auch recht groß ist.
Sich in einer Partnerschaft auszusprechen ist ganz bestimmt sehr wichtig, keine Frage.
Und wenn Mann - und Frau, das Gefühl haben, sich auch ohne Worte gut zu verstehen, nicht immer alles ansprechen zu müsen, dann hat das schon eine besondere Bedeutung.

Wie man sich auch austauscht ob mit oder ohne Worte, wichtig ist, dass die Kommunikation in der Partnerschaft funktioniert.
Gelungene Kommunikation ist das Um und Auf in einer Beziehung - in einer Ehe. Miteinander zu kommunizieren bedeutet nämlich sich Zeit nehmen füreinander. Sich Zeit nehmen für den Partner, für die Partnerin.
Indem man versucht auf den anderen einzugehen, sich in ihn hineinzufühlen, die Dinge auch aus der Sicht des Ehemannes, aus der Sicht der Ehefrau zu sehen.
Denn jeder spricht andere „Sprachen der Liebe\". Diese kann man lernen. Dazu gehören u. a.: Lob und Wertschätzung, Geduld und Hilfsbereitschaft, Zweisamkeit und Zärtlichkeit, Hingabe und Liebe.
Wenn sie sich durch die Kommunikation in ihrer Partnerschat immer wieder neu finden und bestätigt fühlen, so haben sie darin einen ganz wichtigen Baustein für eine glückliche Ehe gefunden.
Das Geheimnis einer glücklichen Ehe liegt darin, die Partnerschaft zu hegen und zu pflegen. Die Liebe bleibt, weil sie miteinander reden, einander zuhören und unsterstützen - miteinander kommunizieren. So zeigt sich, wie stark die gegenseitige Bindung ist.

Und nun ist der Augenblick gekommen ihre Bindung auch vor dem Gesetz zu beschließen.

Dazu bitte ich sie und die Trauzeugen sich von den Plätzen zu erheben.

Ich frage zuerst sie, Herr ..... Ist es ihr freier und eigener Wille, mit der hier anwesenden ....... die Ehe einzugehen, so antworten sie mit einem deutlich vernehmbaren „Ja“.

Frau ...., ist es auch ihr freier und eigener Wille, mit dem hier anwesenden ..... die Ehe einzugehen, dann antworten auch sie mit einem deutlich vernehmbarem „Ja“.

Nachdem sie beide meine Frage übereinstimmend mit „Ja“ beantwortet haben, stelle ich fest, dass sie nach den Gesetzen der Republik Österreich rechtmäßig verbundene Eheleute sind.

Als symbolisches Zeichen ihrer Verbundenheit bitte ich sie nun den Ringwechsel vorzunehmen.

Jetzt ist auch der Moment für den Hochzeitskuss gekommen, Herr ....., sie dürfen ihre Braut jetzt küssen.

Bitte nehmen wieder Platz.

Das Versprechen, dass sie sich soeben gegeben haben wurde ordnungsgemäß im Ehebuch des Standesamtes .......eingetragen. Ich darf sie, liebes Ehepaar und die Trauzeugen bitten, dieses Ehebuch zu unterzeichnen.
Sehr geehrtes Ehepaar....... Ein Sprichwort sagt:
„Eine glückliche Ehe ist eine Ehe, in der die Frau ein bisschen blind und der Mann ein bisschen taub ist.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen recht viel Glück und Erfolg für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg als Ehepaar und darf ihnen diese Urkundenmappe überreichen.

Alles Gute

 
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