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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (629)

Liebes Brautpaar!

Zuerst möchte ich Sie Beide und Ihre Gäste begrüßen und herzlich willkommen heißen.

Sie haben bei der Anmeldung der Eheschließung den Wunsch geäußert, eine Namenserklärung abzugeben. Deshalb muß ich zunächst diese Erklärung vorlesen, die Sie Beide anschließend mit Ihren Unterschriften bestätigen müssen.

Namenserklärung

So, nun möchte ich Ihnen natürlich noch ein paar persönliche Worte mit auf den künftigen, gemeinsamen Lebensweg geben.

Ehen werden überall auf der Welt geschlossen und überall gehört natürlich als erstes die Liebe dazu und ich denke, Sie haben den Entschluß, heute zu heiraten sicherlich nicht gefaßt, ohne sich darüber im Klaren zu sein, daß es sich hierbei um eine wichtige und weitreichende Entscheidung handelt.

Liebe, Treue , Zweisamkeit sind keine altmodischen Begriffe. Auch die jungen Leute von heute zeigen wieder aller Welt: Wir gehören zusammen und wollen für den Rest unseres Lebens zusammen Glücklich sein. Was ist eigentlich Glück? Der große Lottogewinn? Ein dickes Bankkonto? Glück im Beruf? Glück in der Liebe?

Da gibt es in der Philosophie eine lange und breite Abhandlung, die ich mal gelesen habe. Diese Abhandlung kommt zum folgenden Schluß:
Glück ist Liebe. Wenn das richtig ist – und daran zweifle ich nicht – dann ist Liebe auch Glück. Und wenn Sie Beide die Liebe haben, so müssen Sie auch Glück haben. Sichern sie sich also das eine, so werden Sie auch das andere besitzen. Oder mit anderen Worten: Geben Sie sich Beide Mühe, daß es mit der Liebe und dem Glück immer so bleibt, wie es heute ist.

Die Ehe ist und bleibt die wichtigste Entdeckungsreise, die der Mensch unternehmen kann. Sie wissen alle, daß das Leben nie so läuft, wie man es sich vorstellt, oder gar selbst vornimmt. Doch gemeinsam, mit einem Partner, der da ist, wenn man ihn braucht, sind alle Probleme leichter zu lösen. Aus der Gemeinsamkeit der Ehe sollen Sie die Kraft schöpfen, um den Widrigkeiten und Schwierigkeiten dieser Zeit standzuhalten.


Natürlich weiß man um die Fehler des Anderen und man kennt die guten Seiten, die man schätzt, und die man gelernt hat zu lieben.
Es ist das Ziel der Liebe und Ehe, einander zu erkennen und jeder im anderen das zu sehen, was er ist: nämlich des anderen Gegenstück und Ergänzung. Und wenn man trotzdem mal Zweifel oder Bedenken hat, dann denkt man nicht an die unangenehmen Momente, sondern an die schönen und glücklichen Augenblicke der Liebe, denn das wesentliche sieht man nur mit dem Herzen.

Wenn Sie nachher dieses Trauzimmer verlassen, dann sind Sie ein Ehepaar. Nicht mehr nur ein Paar, Freund und Freundin, sondern Mann und Frau. Sie werden denselben Namen tragen und somit allen anderen zeigen: Wir gehören zusammen, und wollen für den Rest unseres Lebens glücklich sein.

Nun darf ich Ihnen noch von ganzem Herzen Glück wünschen, viele harmonische und glückliche Stunden , daß die guten Tage die schlechten überwiegen, aber ganz besonders, daß Ihre eigenen und gegenseitigen Wünsche in Erfüllung gehen.

Die standesamtliche Trauung ist ein Akt der Staatshoheit und wird dadurch vollzogen, daß Sie sich gegenseitig das Ja-Wort geben.
Ich möchte nun Alle bitten, sich von Ihren Plätzen zu erheben, damit wir gemeinsam die Trauung vollziehen können.


Da Sie Beide die Frage mit ja beantwortet habt spreche ich aus, daß Sie nunmehr Kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind

Die Ringe sind ein Zeichen für Eure gegenseitige Treue und Verbundenheit. Sie sind das Symbol der Liebe ohne Anfang und ohne Ende.

Gib Deiner Frau diesen Ring als Symbol und Pfand des heute geschlossenen Bundes.

Gib Deinem Mann diesen Ring als Symbol und Pfand Eurer Verbundenheit durch den heute geschlossenen Bund.


 
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