logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (634)

Liebe Frau ??, lieber Herr ??

verehrte Trauzeugen und Hochzeitsgäste!

Ich möchte Sie heute hier im Trauzimmer der Stadt ?? ganz herzlich begrüßen.

Mein Name ist ?? und ich darf Sie heute ein Stück aus Ihrem bisherigen Leben hinaus- und in die ersten Minuten Ihres Ehelebens hineinbegleiten.

Bevor wir mit der Trauung/Traurede anfangen, muss ich Sie fragen, ob es seit der Anmeldung der Eheschließung eine Änderung in Ihren tatsächlichen Verhältnissen gegeben hat. Dies kann z. B. eine Eheschließung oder eine Adoption sein.

Nun kommen wir zur noch zur Namenserklärung:

Sie haben bei der Anmeldung der Eheschließung erklärt, dass Sie als künftigen Ehenamen den Geburtsnamen des Mannes „??“ führen möchten. Sofern es bei dieser Erklärung bleibt, antworten Sie bitte beide mit „ja“. Dann darf ich Sie jetzt bitten, die Erklärung noch mit den jeweiligen „alten“ Namen zu unterschreiben.


Da dies ein ganz besonderer Moment ist, möchte ich gern ein paar Gedanken vorausschicken, bevor wir zum offiziellen Teil Ihrer Eheschließung kommen.

Vor Ihnen liegt eine gemeinsame Zukunft, ein Leben zu zweit, ein Glück, das Sie zusammen gestalten können – nach Ihren Wünschen, Bedürfnissen und Träumen.


Ein großes Stück Ihres bisherigen Lebens sind Sie ohne Ihren Partner bzw. Ihre Partnerin gegangen. Sie haben jeder für sich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht – vielleicht auch die gleichen.

Ihre Erfahrungen – mögen sie positiv oder negativ sein – haben Sie geprägt und zu den Menschen gemacht, die Sie heute sind.
Seitdem Sie sich kennengelernt haben, haben Sie ganz alltägliche Dinge zusammen erlebt. Vielleicht mussten Sie auch schon Probleme bzw. Schwierigkeiten gemeinsam meistern.

All diese gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen haben Sie geteilt, weil Sie sich lieben – darüber ist nach einiger Zeit der Entschluss gereift, dass Sie auch für den Rest Ihres Lebens den Menschen an Ihrer Seite haben möchten, der

· mit Ihnen lacht und weint,

· der mit Ihnen kocht und isst - und auch wieder abwäscht,

· der Sie pflegt, wenn Sie krank sind,

· der Sie wärmt, wenn Ihnen kalt ist,

· der Ihnen die „weiße Seite“ zeigt, wenn Sie „schwarzsehen“,

· der mit Ihnen durch dick und dünn geht,

· der Sie bereichert, der Sie überrascht, der Sie bewundert, der Sie respektiert –

einfach – der Sie liebt, so wie Sie sind, mit all Ihren Fehlern und Schwächen, aber natürlich auch mit all Ihren Vorzügen, Talenten und Stärken.

Wenn Sie Ihre Zukunft von nun an als Ehepaar gemeinsam gestalten, hat jeder von Ihnen verschiedene Bedürfnisse und Wünsche – diese gilt es nun, miteinander zu vereinbaren.

Sicher ist es nicht immer leicht, unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen unter „einen Hut zu bekommen“.

Deshalb ist es immer wieder eine neue Herausforderung, sich in den anderen hineinzuversetzen, um zu erfahren und zu spüren, wie er denkt und was er fühlt.

Wenn Sie dies tun, dann wird es leichter, schwierige Entscheidungen gemeinsam zu fällen und Kompromisse zu finden.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich immer wieder neu aufeinander einstellen. So lernen Sie bestimmt auch immer wieder neue Seiten aneinander kennen.

Weiterhin wünsche Ich Ihnen, dass Sie viele positive Tage, Wochen, Monate und Jahre erleben werden – bewölkte Zeiten werden sich nicht vermeiden lassen, wobei ich Ihnen auch wünsche, dass sich die Tiefs in Grenzen halten und die Phasen, in denen es heiter bis wolkig ist, überwiegen.

Ich bin überzeugt, dass Sie vom jungen Brautpaar zum silbernen heranreifen und schließlich am ?? hoffentlich gesund und mit Silber in den Haaren Ihren goldenen Hochzeitstag feiern können.

In diesem Sinne möchte ich nun gern die Frage an Sie richten, mit deren Beantwortung Sie die Ehe eingehen werden, und ich darf Sie bitten, dass wir uns dazu von unseren Plätzen erheben:

Ich frage Sie,
Herr ??,

ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit der hier anwesenden

Frau ??

die Ehe einzugehen, so antworten Sie bitte mit

„JA“.

Desgleichen frage ich Sie,

Frau ??,

ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, mit dem hier anwesenden

Herrn ??

die Ehe einzugehen, so antworten Sie bitte mit

„JA“.


Da Sie beide meine Fragen mit „JA“ beantwortet haben, spreche ich aus, dass Sie hiermit kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind.


„Kuss“???








(Ringwechsel)







Frau ??, Herr ??,

die Bedeutung eines Eheringes war schon immer an tiefe Gefühle und Wertmaßstäbe gebunden. Der Ring als Symbol der Unendlichkeit hat bis heute seinen Sinn behalten.

Der Ehering ist ein Liebesbeweis und ein sichtbares Zeichen für die Außenwelt, denn jeder kennt sofort seine Bedeutung.

Und so darf ich Sie nach alter Tradition bitten, sich gegenseitig die Ringe anzustecken.




Niederschrift verlesen und unterschreiben lassen (Vorname muss bei allen ausgeschrieben sein)

Urkunden mitgeben

 
zurück zur Übersicht