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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (635)

Ich weiß nicht, wie und wo Sie sich kennen gelernt haben, ich weiß auch nicht was es ist, was Sie aneinander so lieben. Sie bewahren dieses Wissen in ihrem Herzen und haben damit den heutigen Entschluss gefasst.

Dieser, ihr Entschluss hat sie heute zu mir geführt, damit ich ihrem Beisammensein die rechtliche Kraft verleihen kann.

Es ist sehr schön zu wissen, dass der Partner der an ihrer Seite sitzt mit ihnen durch dick und dünn gehen will. Es ist vor allem aber sehr schön zu wissen, dass es diesen Partner überhaupt gibt, denn die Suche nach einem Partner fürs Leben ist auch in der heutigen Zeit nicht gerade einfacher geworden.

Wir leben zwar im Zeitalter der Kommunkation finden aber zur ursprünglichen Kommunikationsform des \"miteinander redens\" nicht mehr zurück. Zu vielfältig sind die Ablenkungen der Computer-Fernseh und Medientechnologie. Die Wichtigkeit des beruflichen Aufstieges und des Geldverdienens lässt für viele keine Zeit mehr einen Partner fürs Leben zu finden.

Aber trotz Medien- und Technologie-Zeitalter, der Mensch ist doch Mensch geblieben.

Ich halte mich hir ein kleinwenig an meine Kollegen der Religion, den im 1. Buch Moses steht geschrieben:

\"Es ist nicht gut, dass der mensch alleine ist!\"

Un das ist im tieferen Sinne die Wahrheit. Jeder Mensch braucht einen anderen, mit dem er sich freuen - mit dem er reden und mit dem er sich wieder - wenn es einmal notwendig ist wieder versöhnen kann.

Ich glaube dass die Harmonie in der Partnerschaft sehr wichtig ist. Ihre Lebenserfahrung wird ihnen sicherlich dabei behilflich sein, sei es bei gemeinsamen Interessen oder in der Gesprächsbereitschaft.

Die wahre Liebe und das Verständis für den anderen, soll sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Und wenn sie dieses haben, dann wird auch alles gut gehen. Es sind nicht die großen Tagen die sie für das Leben zusammenschweissen, sondern die kleinen, oft gar unscheinbaren Gesten:

Nur einen Augenblick Zeit haben,
für ein Gespräch
für einen Händedruck oder eine Umarmung
für ein Lächeln

Nur einen Augenblick Zeit haben,
für den Anderen
für seine Gedanken
für seine Ängste
für seine Freude.

Ein guter Ausspruch in diesem Zusammenhang lautet:
Die Liebe ist wie das leben selbst, kein ruhiger und bequemer Zustand, sondern ein großes, ein wunderbares Abenteuer!

Sich gegenseitig vertrauen, sich gegenseitig Freiheit geben - verbindet mehr als Treueschwüre es je vermögen, es macht stark und spannt den Bogen der Liebe und Freundschaft.

In diesem Sinne möchte ich das Brautpaar bitten sich von den Sitzen zu erheben:

Konsensgespräch

Schlussworte:

Mir als Standesbeamter/in bleibt nur mehr ihnen die besten Wünsche in meinem Sinne aber vor allem im Sinne ihrer Familien, Freunde, Trauzeugen und Gästen auszusprechen.

Sie wünschen ihnen Liebe: Die Liebe die Ihr gebt und die Liebe die ihr bekommt die Liebe die Ihr fühlt und die Liebe die ihr wollt.
Die Liebe des Anfangs und die Liebe des Endes.

Sie wünschen ihnen Freunde: Die Freunde die Ihr mögen, die Freunde die euch mögen. Die Freunde die Ihr braucht, die Freunde die euch brachen. Die Freunde von früher und die Freunde von später.

Und sie wünschen sich allesamt ihre Freunde zu sein.

In diesem Sinne alles Gute!


 
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