logout
TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (643)

Sehr verehrtes Brautpaar, liebe ……………. lieber ……………………. !

Ich darf Sie alle recht herzlich hier am Standesamt ……………..begrüßen. Mein besonderer Gruß gilt dem sehr verehrten Brautpaar, Frau ………………und Herrn………………., die, neben den Trauzeugen – für die Braut, Frau/Herr............. für den Bräutigam Frau/Herr ………………………….

Wenn die Ehe vor dem Standesamt geschlossen wird, so bedeutet dies auch , dass der Staat, die natürliche Lebensgemeinschaft in der wir leben, naturgemäß ein berechtigtes Interesse hat, dass dieser bedeutende Schritt, den Sie heute zu tun beabsichtigen, auch unter seinem Interesse geschieht.

Im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch, welches im Großen und Ganzen das Zusammenleben der Menschen in rechtlicher Hinsicht regelt, steht unter dem Begriff der Ehe; „Die Ehe wird bei der Eheschließung begründet. Bei der Eheschließung erklären zwei Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen und sich gegenseitig Beistand zu leisten.“

Wertes Brautpaar!

Ein bedeutsames Ereignis führt Euch heute hierher auf das Standesamt und vor mir als unterzeichnenden Standesbeamten, und im Kreise Eurer Familie, Verwandten und Freunde den Bund der Ehe zu schließen. Das ist mit Sicherheit einer der aufregendsten Augenblicke eures Lebens:
Ihr beide habt entdeckt, dass etwas da ist, das euch zusammengeführt hat und verbindet. Es ist mehr als Zuneigung oder Sympathie, mehr als Freundschaft und Verantwortungsgefühl:
Es ist Liebe.
Zwei Menschen, die bisher getrennte Wege gegangen sind, entscheiden sich dafür, in Zukunft einen gemeinsamen Weg zu gehen.

Mit dem Ja-Wort, das ihr euch in Kürze geben werdet, schließt jeder von euch einen Abschnitt in seinem Leben ab, um von nun an in einen neuen wirkungsvolleren Lebensabschnitt einzutreten.
Dies soll nun nicht heißen, dass alles bisher Erlebte ausgelöscht wird. Vielmehr soll die Erfahrungen die ihr schon gesammelt habt, euch auf eurem gemeinsamen Lebensweg begleiten.

In der Ehe als eure neue Lebensgemeinschaft, dürfen nicht nur die angenehmen Dinge genossen werden, sondern müsst ihr auch anfallende größere od. kleinere Probleme gemeinsam meistern. Diese werden nicht ausbleiben, werden aber Prüfstein eurer gegenseitigen Zuneigung und Charakterstärke sein.

Gibt eurem Partner einen großen Vertrauensvorschuss mit in die Ehe. Nehmt ihn auf mit all seiner Liebe, aber auch mit all seinen Fehlern.

Nehmt auch Zeit für die Ehe und für die Familie. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtig, sich auf die wahren Werte des Lebens wie Freundschaft, Liebe gegenseitiges Verstehen und Verständnis zu besinnen.

Habt Mut euch in allen Lebenssituationen auszusprechen. Es ist gut wenn der Partner weiß, dass er jemanden hat, zu dem er sich in den schwierigen Situationen, die auf jeden Menschen im Leben zukommen, wenden kann, der ihm den nötigen Rückhalt gibt und auch immer offen für die Gespräch ist. Denn durch das Gespräch kann vieles gelöst werden, was von vornherein als unlösbar erscheint.

Die Ehe soll auch ein Ort der Geborgenheit sein. In den vielen Jahren der Ehe, die nun vor euch liegen, werdet ihr immer stärker die Ehe auch als einen Ort der Geborgenheit kennenlernen. Denn der Mensch findet dort Geborgenheit wo er Liebe erfährt.

Und gerade diese Liebe sollt ihr auch künftigen Kindern zuteil werden lassen.
Denn eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe in der Ehe ist die Erziehung von Kindern. Euer Streben wird nun sein, den Kindern ein angenehmes zuhause zu bieten, ihnen eine gute Erziehung zukommen zu lassen und ihnen Vorbild zu sein.

Mit einem Ausspruch der da lautet:

„Niemand weiß, was werden wird, niemand kennt die Wege die vor uns liegen – Hauptsache wir gehen sie gemeinsam“ - möchte ich meine Ansprache schließen und hoffen, dass diese nicht als Vorschriften oder Belehrungen sondern einfach als gutgemeinte Ratschläge und Hinweise zum gemeinsamen Leben aufgefasst werden.
Denn hier vor dem Standesamt wird die Ehe nach dem Gesetz geschlossen, allein in Euren Händen liegt es, wie sich euer weiteres Leben gestalten wird.


 
zurück zur Übersicht