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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (655)

Ein herzliches willkommen verehrtes Brautpaar, den Trauzeugen Frau …………. und Herrn ……………. , ein ebenfalls herzliches willkommen an ihre Gäste hier im Trauraum des xy Rathauses.

Verehrtes Brautpaar,

ich übernehme den Text aus ihrer Hochzeitseinladung und gebe ihn weiter.
Das verflixte ……….. Jahr ist um, nun können Sie sich trauen.

Das Wörtchen Ja, das Sie im Verlauf ihres Lebens schon so oft gesprochen und mit dem Sie schon viele belanglose und gewiss auch wichtige Fragen beantwortet haben, ist heute für Sie ein besonderes Wort, das ihr Leben bestimmen wird, ihre Zukunft entscheidet und ihnen den gleichen Namen gibt.

Märchen beginnen immer mit es war einmal.

Tauchen wir doch einmal kurz in ihr Leben ein.
Ein vielgestreßter …………… bat einmal den Gitarrenlehrer seines Sohnes ……………jemand zu suchen der einmal wöchentlich mit seinem Sohn das gelernte vertieft. Herr ……….. schickte die talentierte Schülerin, ………….., damals noch 17 Jahre jung, die dann immer mittwochs die Familie ………….. besuchte. ………….., die jetzige Diplomandin für Sozialarbeit an der FH ………., war Ansprechpartner, vielleicht auch eine Vertrauensperson für die Jungen der Familie. Mit der Zeit wurden die Treffen außerhalb der Übungsstunden mit dem Vater der Kinder auch häufiger. Sie fanden sich symphatisch, konnten über alles miteinander Reden, sie lagen auf gleicher Wellenlänge wie man so schön sagt.
Am 07.April 2002 bei einer Fahrradtour zum Knöpfelstaler Teich stellten Sie beide, liebes Brautpaar fest, das Sie ineinander verliebt sind.
Es ist ja nicht so das die Begegnung mit der Liebe einen nur immer mitten ins Herz trifft, nein sie verändert auch das Leben immer auf wunderbare Weise.
Die jetzt gemeinsam verbrachten Stunden vergingen ihnen wie im Flug und wurden als eine erlebt.
Man teilt alle Empfindungen miteinander und alles erlebte gewann eine besondere Bedeutung.
Gekrönt wurde ihre Beziehung nach 6 Jahren durch die Geburt ihres Sohnes Theodor.

Franz Kafka hat einmal folgendes gesagt:

Heiraten, eine Familie gründen,
alle Kinder, die kommen, hinnehmen,
in dieser unsicheren Welt erhalten und
gar noch ein wenig führen, ist meiner
Überzeugung nach das Äußerste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann.

Diese etwas nachdenklichen Worte eines großen Mannes zeigen schon, dass die besondere Partnerschaft in einer Ehe auch von ihnen in Zukunft „Besonderes“ abverlangen wird.

Die Bereitschaft auf den Partner einzugehen soll aber nicht bedeuten, das eigene ich zu opfern, Sie würden die Verbindung zu sich selbst und zu ihren Gefühlen verlieren.
Im Gegenteil, wahre Liebe bedeutet den Partner so zu sehen und anzunehmen wir er wirklich ist, seine Stärken zu untermauern und seine Schwächen zu akzeptieren.
Ehrliche Liebe ist tolerant und urteilsfrei, mit dem Wunsch immer nur das Beste für den Partner zu wollen und einander zu unterstützen, damit jeder in der Beziehung seine Talente entfalten und seine Träume leben kann. Ehrliche Liebe ist an kein Alter gebunden.
Nicht nur bei Charlie Chaplin klappte das, in der Geschichte gibt es noch viel mehr Bespiele dazu, wie wäre es mit Goethe und Christiane?
Nichts ist erhabener als ein offenes Herz, es ebnet den Weg zu den Höhen menschlichen Wachsens. Es bereitet den Weg zu unserer eigenen Mitte, eins mit uns selbst und eins zu werden mit dem Partner.
Das Wunderbare an diesem Gefühl ist, Sie können sich jeden Tag wieder aufs neue für die Liebe entscheiden, es ist nie zu früh aber auch nie zu spät. Und wenn Sie diese Entscheidung immer wieder aufs Neue zum Leben erwecken, wird ihre gemeinsame Liebe dauerhaft und unerschüttehrlich sein, sie wird sich ständig vertiefen und ihren Körper und ihre Seele vereinnahmen.
Sie sind beide sehr familienorientiert, kinderlieb sowieso, und …………… Sie haben mir geschrieben das Sie stolz sind als einzige Frau in einem vierköfigen Männerhaushalt mit Hund freie Hand zu haben. Da habe ich auch keine Sorgen das Sie nicht miteinander Reden.
Denn es ist ein Laster der heutigen Zeit, dass Menschen zwar miteinander Reden, dem Gegenüber aber oft nicht zuhören.
Aufgrund von Stress und Hektik tauscht man sich nur kurz miteinander aus. Im nächsten Moment aber, hat man die Gedanken bereits ganz wo anders.

Interessen, Wünsche und Ziele, aber auch die alltäglichen Gedanken der Partnerin, des Partners lernt man aber nur dann kennen, wenn man auch zuhört.

Durch das Zuhören versteht man, was der Gegenüber sagt, aber vor allem auch was er meint.

Ihnen sicherlich bewusst, dass es auch in der besten Ehe zu Meinungsverschiedenheiten und somit zu Problemen kommen kann. In so einem Fall ist es wichtig, dass Sie sich dann an den Anfang ihrer Beziehung erinnern. Wie war das damals doch gleich? Man wollte dem Partner alles recht machen, ihn nicht kränken und hatte Geduld mit ihm. Man sah über viele Kleinigkeiten hinweg und das kleine Wort VERZEIHUNG hatte Zauberwirkung.

Aber zu einer wirklich guten Ehe gehören zwei gute Verzeiher.

Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt: Im Ehestand muss man sich sogar manchmal streiten, denn dadurch erfährt man etwas voneinander, denn die schlimmsten Eheprobleme sind die, von denen der andere keine Ahnung hat.

Lassen Sie in ihrer Ehe nie zu, dass ihre Liebe begraben wird. Zeigen Sie ihrem Partner auch im Alltag, dass Sie ihn gerne haben und sich freuen ihn zu sehen.
Denn damit schaffen Sie sich selbst die Grundlage für eine glückliche Ehe.
Dazu gehört natürlich auch der Tatort jeden Sonntag 20:15, ich hoffe ihren Gästen ist klar das um diese Zeit bei ……………. nicht angerufen wird denn sonst haben Sie einen Bock geschossen.
Mit diesen Worten wollte ich Sie, verehrtes Brautpaar nur noch einmal an die Bedeutung des Augenblicks erinnern, denn ich werde ihnen jetzt die Fragen stellen die mir der Gesetzgeber vorgibt und mit deren Bejahung Sie beide ihre Ehe begründen.










 
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