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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (656)


1. Lied

Einleitung/Begrüßung

Eine lebendige Liebe ist wie ein zauberhafter Garten. Sie wächst täglich, sie wandelt sich beständig, ohne unsere Pflege wird sie zum unwegsamen Dschungel. Aber wenn wir uns liebevoll um sie kümmern, wird sie zum Paradies.

Mit diesem Gedanken denn ich auf einem Kalenderblatt entdeckt habe, sehr verehrtes Brautpaar, liebe Trauzeugen und Hochzeitsgäste, darf ich Euch zu dem freudigen Anlass der uns heute zusammengeführt hat, sehr herzlich begrüßen.

Ist dies doch der Entschluss von Theresia und Günter, nach wohl reiflicher Überlegung und fester Überzeugung gemeinsam durchs Leben zu gehen. Wahrscheinlich habt ihr einander schon lange vorher euer Ja-Wort gegeben und wollt dies nun in aller Öffentlichkeit bezeugen.

Zur Ehe selbst ist zu sagen, dass diese ein Beitrag des Familienrechts ist, in dem Mann und Frau gesetzmäßig ihren Willen erklären, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kindern das Leben zu schenken – sie zu erziehen und sich gegenseitig Beistand zu leisten.
Beide Ehegatten sind zur ehelichen Lebensgemeinschaft, zum gemeinsamen Wohnen sowie besonders zur Treue, anständiger Begegnung und zum Beistand aufgefordert.

Als wichtiger Teil für Eure Eheschließung wurde die Ermittlung der Ehefähigkeit ordnungsgemäß vorgenommen. Sämtliche Voraussetzungen sind erfüllt und Eurer Heirat steht nichts im Weg.

Der Bedeutung entsprechend wird die Tauung in der Form vollzogen, dass die Verlobten vor dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit sowie dem Beisein zweier Zeugen erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Diese Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung abgegeben werden.

Ansprache

Liebes Brautpaar! / Liebe Brautleute!
Ihr seid im Beisein Eurer Angehörigen, Verwandten und Freunde hier ins Tauungszimmer gekommen.
Ihr wollt Euren Willen zum Miteinander-Leben, den Ihr durch euer Zusammensein bereits gezeigt habt, nunmehr auch den rechtlichen Ausdruck geben.

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen und Euch ein paar Gedanken mit auf dem gemeinsamen Lebensweg mitzugeben, den Ihr heute begründet und als frischvermähltes Ehepaar hinausgeht.

Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe ohne welche sie nicht bestehen kann, denn ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert, und ohne Vertrauen keine Freude.

Dieser Vers von Heinrich Kleist sagt vieles aus worauf es im täglichen Leben miteinander ankommt. Nur mit gegenseitigem Vertrauen kann eine Liebe bestehen und auch nur mit gegenseitiger Achtung. - also dass jeder den anderen so annimmt wie er ist, mit all seinen Schwächen und Stärken.

Was Euch beide zusammengeführt hat, ist die Liebe, Eure Liebe zueinander. Ihr empfindet sie als großes glück. Glück und Zufriedenheit, was wir alle erreichen wollen, besteht aber nicht nur aus der gegenseitigen Liebe und Zuneigung, sondern aus vielen Teilen, die wir uns immer wieder erarbeiten müssen und zusammen erst das ganze Glück ergeben. Fortwährend müsst Ihr Euch daher um das Glück in der Ehe bemühen, durch gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Hilfe. Denn in der Ehe fügen sich zwei eigenständige Persönlichkeiten mit all ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen, individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten zu einem lebenstüchtigen und lebensfrohen Ganzen zusammen, wie in dem Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach: „ Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben.“ Dieser Spruch will aussagen, dass ihr Euch gegenseitig Halt und Stütze seid.

Aber trotz aller guten Vorsätze wird auch in Eurer Ehe, wie sicherlich in fast jeder anderen auch, nicht immer alles Gold sein was glänzt. Bemüht Euch deshalb stets aufeinander Rücksicht zu nehmen, sprecht Euch bei Meinungsverschiedenheiten aus. Seid deshalb stets bemüht, dem Partner zu zeigen, dass Ihr füreinander Verständnis habt und dem anderen auch Fehler verzeihen könnt – denn kein Mensch ist fehlerfrei, und man tut ja auch selbst nicht immer gerade das, welches dem anderen richtig erscheint.

Ein Tipp den ich Euch mitgeben möchte:
Für das Gelingen Eurer Ehe, ist es auch schön (ratsam) dem Partner von Zeit zu Zeit zu zeigen wie wertvoll und wichtig er für einen ist. Ab und zu eine kleine Aufmerksamkeit, ein gutes Wort oder ein Lob - und dies nicht nur zu den Pflichtterminen. Diese Anerkennungen können Eure Beziehung auf jeden Fall bereichern.

Zur Entgegnnahme des Ehegelöbnisses stehen wir auf!

Als Standesbeamtin und kraft des mir anvertrauten Amtes frage ich Dich, xy ist es Dein freier Wille und fester Entschluss mit Deiner neben Dir stehenden Braut, xy den Bund der Ehe zu schließen, dann antworte mit einem deutlichen JA!

Und nun möchte ich auch an Dich, liebe Braut xy die Frage richten, willst auch Du aus freiem Entschluss und fester Überzeugung mit Deinem Bräutigam, xy die Ehe eingehen, beurkunde dies ebenfalls mit einem deutlichen JA!

Durch Euer beiderseitiges JA-Wort habt ihr nun die Ehe mit allen daraus verbundenen Rechten und auch Pflichten nach den gesetzlichen Vorschriften geschlossen.
Ich darf nunmehr aussprechen, dass Ihr jetzt rechtmäßig verbundene Eheleute seid.

Möge Gottes Segen Euch stets auf Eurem gemeinsamen Lebensweg begleiten, und lasst ihn im Vertrauen darauf – euren Führer sein!

Ringwechsel (Bräutigam – Braut....)

Nun steckt einander den Ring der Treue an.
Tragt diese Ringe als äußeres Zeichen Eurer Verbundenheit, der endlosen Liebe und immerwährenden Bereitschaft füreinander und miteinander Leben zu wollen.

An dieser Stelle darf ein Kuss nicht fehlen!

2. Lied

Anläßlich Eurer Hochzeit wurde im Ehebuch ein neuer Eintrag angelegt Ich werde diesen nun auszugsweise vorlesen und Euch anschließend bitten, diesen Eintrag mit Euren Unterschriften zu ergänzen.

Verlesung Ehebuch – UNTERSCHRIFTEN

Liebe xy!
Lieber xy!

In diesem Sinne darf ich Euch herzlich gratulieren, alles Liebe und Gute auf Eurem gemeinsamen Lebensweg wünschen.

3. Lied

 
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