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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (666)

Liebes Brautpaar, sehr geehrte Anwesende,

ich darf Sie hier im Trauzimmer der Bansa-Mühle, einem historischen Gebäude unserer Stadt, herzlich willkommen heißen.

Andreas Löber, Baumeister des Grafen Johann Philipp zu Ysenburg und Büdingen erwarb 1704 das Grundstück um sich darauf eine Wassermühle und ein Wohnhaus zu errichten.

Nach dem Tod Andreas Löbers wechselte der Besitzer mehrmals, bis die Brüder Johann Conrad und Johann Matthias Bansa 1766 die Mühle erwarben.

Zu den Besuchern dieses gemütlichen Landsitzes gehörten u.a. die Familien Goethe, Brentano und Gontard.

1974 erwarb die Stadt das Grundstück und sanierte das ehemalige Wohnhaus gründlich. Einen blühenden Aufschwung erlebt die Bansamühle seitdem sie unter anderem als Standesamt genutzt wird.

Heute ist wieder so ein besonderer Tag in unserer Bansamühle. Deshalb sind wir hier zusammengekommen. Zwei Menschen nehmen ihr Leben künftig in gemeinsame Hände:

Daniel K. und Barbara H.

Wenn zwei Menschen ihre Liebe zueinander entdecken, so ist das vielleicht der Anfang eines langen und aufregenden gemeinsamen Weges.

Sie haben sich bewusst für diesen gemeinsamen Weg entschieden und versprechen sich in guten und auch in schweren Zeiten beieinander zu bleiben. Dieses Versprechen weiß um die Höhen und Tiefen des Lebens und davon, dass kein Weg leicht sein wird.

Gemeinsam auf dem Weg zu sein bedeutet gemeinsam beweglich und lebendig zu sein. Es bedeutet offen zu sein, offen für neue Menschen, für Ideen und Gedanken. Es bedeutet wunderbare Feste feiern zu können, so wie Sie noch ihr Hochzeitsfest feiern werden.

Wenn Ihre Ehe Bestand haben soll, ist gegenseitige Rücksichtnahme, Achtung, Liebe und Treue die unbedingte Voraussetzung. Eine Beziehung verläuft nicht nach starren Regeln, sondern ist ein Stück harte Arbeit, die nur gelingt, wenn sich beide Ehepartner aktiv daran beteiligen. Vertrauen Sie dabei auf die heute geschlossene Ehe und auf die Kraft, die Sie aus Ihrer Beziehung gewinnen. Liebe bedeutet ja nicht das Fehlen jeglicher Krisen, sondern vielmehr das Suchen nach gemeinsamen Lösungen.

Sie sollten sich immer fragen, worüber sich der andere freuen würde. Genießen Sie die Nähe des anderen und seien Sie seinen Wünschen und Anregungen gegenüber aufgeschlossen.

Freuen Sie sich schon deshalb auf Ihren zukünftigen Weg, weil Sie ihn gemeinsam gehen dürfen. Ihr gemeinsamer Weg lebt vor allem dadurch, dass Sie beide wachsen und vorankommen – und sei es auch auf völlig unterschiedliche Weise. Und er lebt davon, dass nicht nur ihre Liebe zueinander wächst, sondern auch Ihre Liebe zum Leben und zu anderen Menschen.

Deshalb wünsche ich Ihnen, dass ihr gemeinsamer Lebensweg nie langweilig wird, dass es ein Weg voller Aufregung und Entspannung, voller Tiefe und Freude, voller Glück und Segen wird.



 
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