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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (672)

Sehr geehrtes Brautpaar, liebe Trauzeugen und Eltern, wehrte Gäste, es freut mich ganz besonders, dass ich Sie heute hier bei uns im Standesamt ---------------- begrüßen darf.

Liebes Brautpaar,
sie sind heute mit dem Gefühl und der Überzeugung hierher gekommen, füreinander bestimmt zu sein, miteinander gut auszukommen und gemeinsam glücklich zu werden.
Wir alle wissen aber, dass es auch trübe Tage geben wird, Tage, in denen ein Mensch sich verlassen fühlt. Gerade an solchen Tagen denken Sie umso mehr daran, dass Sie einen Halt haben an Ihrem Ehepartner und dieser Halt nur dann groß werden kann, wenn auch das nötige Vertrauen vorhanden ist.
Ein Zitat von Harnack lautet:
Nichts kann den Menschen mehr stärken, als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Ihre gegenseitige Liebe braucht einen guten Nährboden. Vertrauen zueinander, Ehrlichkeit und Treue das sind die Fundamente, und der Nährboden Ihrer Ehe. Dieser Boden gibt Ihnen Halt und Kraft für das gemeinsame Wachsen.
Man muß an seiner Liebe zueinander stets arbeiten, aber auch darauf achten, wie geht es dem anderen. Das Vertrauen des anderen soll man nie ausnutzen.
Tolerant bleiben, aber sich trotzdem nicht immer in den Schatten des anderen stellen.
Der Begriff Toleranz wird in unserer Zeit sehr häufig verwendet. Wir alle wissen:
Toleranz predigen ist leicht,
Toleranz üben dagegen schwer!
Ist es denn nicht auch so, dass sie manchmal nur eine Maske ist, hinter der sich Gleichgültigkeit und Schwäche verbergen? Oder ist sie bloß das unbehagliche Gefühl, der andere könne am Ende doch recht haben? Sie wollen daher ehrliche Toleranz üben. Sie „entschuldigen“ somit nicht etwas, sondern sie bringen „Verständnis“ auf, weil Sie wissen, dass Ihr Denken manchmal auch subjektiv sein kann.
Ein Grundsatz für Ihre Ehe besteht möglicherweise darin, die persönliche Freiheit des Partners bzw. der Partnerin nicht einschränken zu wollen. Manche Mensche versuchen nämlich nach der Eheschließung, den anderen zu verändern und zu vereinnahmen. Sie sind mit mir aber sicher einer Meinung, wenn ich sage: Die Ehepartner sollen so bleiben, wie sie sind! Gerade die daraus resultierende Verschiedenheit, die Gegensätzlichkeit, führt letztlich zur Einheit, einer Einheit, in der jeder von Ihnen genügend persönlichen Freiraum hat. Diese Einstellung ist aber im Grunde genommen nichts anderes als das, was ganz allgemein „Liebe“ genannt wird.
Nämlich, wenn Sie beide zu einander sagen:
„Sei wie du bist, dann ist alles gut“!
Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Partnerschaft stets einen guten Nährboden hat. Genug helle und sonnige Tage. Dass Sie nie vergessen, Ihr Liebe zu gießen, so dass sie wachsen und gedeihen kann bis ins hohe Alter.
Nun kommen wir zum offiziellen Teil der Trauung, nämlich zum Eheversprechen. Ich bitte dazu, das Brautpaar und die Trauzeugen sich von Ihren Plätzen zu erheben.
Ich frage nun Sie,
Herr -------------- ist es Ihr freier und eigener Wille, die Ehe mit der hier anwesenden Frau ------------- einzugehen, dann antworten Sie mit JA.
Wollen auch Sie, Frau --------------- aus freiem und eigenem Willen die Ehe mit dem hier anwesenden Herrn ----------------- eingehen, so antworten Sie mit JA.
Nachdem Sie beide meine Frage mit JA beantwortet haben, darf ich feststellen, dass Sie von nun an kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind.
Als äußeres Zeichen Ihrer Verbundenheit dürfen Sie sich jetzt gegenseitig die Ringe anstecken.
Im Ehebuch der ------ wurde über Ihre Eheschließung ein neuer Eintrag mit der Nr. ...... angelegt, welchen ich nun auszugsweise vorlesen möchte.

Ich bitte nun das Brautpaar und auch die Trauzeugen, mit Ihrer Unterschrift die Eintragung zu ergänzen.
Abschließend wünsche ich Ihnen für Ihren gemeinsamen Lebensweg viel Glück und alles Gute. Ich darf Ihnen aber auch im Namen des Bürgermeisters die besten Glückwünsche überbringen.

 
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