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TRAUUNGSREDEN
 
Trauungsrede: (674)

Sehr geehrtes Brautpaar,


Herr
und
Frau



Ich begrüße Sie / Ihre Trauzeugen / den anwesenden Dolmetscher / und die weiteren Gäste ganz herzlich hier im Trau- und Sitzungssaal unserer Stadtverwaltung.

Erlauben Sie, daß ich mich (Ihnen und) Ihren Gästen kurz vorstelle:
Mein Name ist Jürgen Lübkemann und ich bin hier, um Sie beide in den standesamtlichen Hafen der Ehe zu geleiten, um das einmal bildlich auszudrücken.

Sie beide haben am Ihre für heute geplante Eheschließung bei uns im Standesamt angemeldet. ich prüfte dann die vorgelegten Urkun-den und Bescheinigungen, natürlich mit dem Ergebnis, dass von der rechtlichen Seite her keine Einwendungen gegen Ihr Vorhaben beste-hen.

Ich darf wohl unterstellen, dass Ihre bei Anmeldung der Eheschließung gemachten Angaben weiterhin so Bestand haben und dass keine Verän-derungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eingetreten sind, die für mich im Hinblick auf den ja vorbereiteten Heiratseintrag und die Urkun-den bedeutsam sein könnten, diese Dokumente somit in Ordnung sein sollten.

Sie wurden bei Anmeldung der Eheschließung über die Möglichkeiten hins. der künftigen Namensführung informiert. Sie entschieden sich,

- in Ihrer Ehe einen gemeinsamen Namen, einen Ehenamen, zu füh-ren, und zwar den Namen .
- den bis heute jeweils geführten Familiennamen weiterzuführen.

Sie, Frau/ Herr , wollen diesem Ehenamen den Namen an-fügen, führen dann den Familiennamen .

Auch hier frage ich noch einmal nach, ob es bei dieser Entscheidung bleibt.


Liebes Brautpaar,

Sie haben sich entschlossen, Ihren künftigen gemeinsamen Weg als E-hepaar fortzusetzen und ich möchte Ihnen gern ein Zitat mit auf diesen Weg geben. Es lautet:

„Es ist das Geheimnis einer guten Ehe, einer Serienaufführung im-mer wieder Premierenstimmung zu geben.“

Dieses Zitat stammt von Max Ophüls, einem Film- und Theaterregisseur. Er vergleicht darin den Ehealltag mit den immer gleichen Aufführungen eines Theaterstückes, das in Serie gegangen ist und er stellt ihnen die Hochstimmung, die fiebrige Erwartung bei einer Premiere gegenüber. Und er rät dazu, auch in den Ehealltag immer wieder mal diese „Pre-mierenstimmung“ einzubringen.

Worin liegt danach das Geheimnis einer harmonischen Ehe?
Nun, zu einem nicht unerheblichen Teil dürfte es darin bestehen, eben nicht im alltäglichen Nebeneinanderherleben zu versinken, sondern vielmehr in dem Bemühen, der Beziehung immer wieder neue Impulse zu geben.

Es ist unausbleiblich, dass Paare, die schon längere Zeit zusammen sind, nicht mehr ständig die berühmten Schmetterlinge im Bauch ver-spüren.
Frisch verliebt, da schwebte man auf Wolken, da war es noch etwas ganz Besonderes, die Zweisamkeit genießen zu können.
Wenn man sich aber schon eine lange Zeit kennt und auch schon zu-sammenlebt, dann wird jede Begegnung zur Normalität. Es ist eben selbstverständlich, sich zu sehen und das Leben zu teilen.

Gewohnheiten schleichen sich ein, und alles geht seinen geregelten Gang. Routine setzt ein. Die Anforderungen des Alltags nehmen ei-nen gefangen. An die Beziehung oder an die Liebe denkt man gar nicht mehr so viel.

Aber das tut einer Ehe nicht gut: Wenn man den Gefühlen keine Nah-rung mehr gibt, verblassen sie. Wenn man nichts in eine Beziehung in-vestiert, wird sie langweilig. Und wenn man sich selbst dann auch noch gehen lässt, werden die Momente des Empfindens von Harmonie und Glück erheblich seltener sein.

Lassen Sie also, und nur das will ich damit sagen, ab und zu mal die Funken sprühen wie bei einer aufregenden Premiere.
Bauen Sie immer wieder mal etwas Besonderes in Ihren Ehealltag ein, damit Sie für einander interessant und attraktiv bleiben.
Planen Sie etwas, auf das Sie sich wirklich freuen und das Sie in eine gehobene Stimmung versetzt.

Das Champagnerprickeln der ersten Verliebtheit, das lässt sich doch auch in einer längeren Beziehung, sprich Ehe, erhalten. Es verschwin-det vielleicht ein wenig unter der Oberfläche, lässt sich aber doch immer wieder neu beleben.

Gerade heutzutage gibt es doch vielfältige Möglichkeiten, um mal aus dem Alltagstrott auszubrechen: schön ausgehen, der Kurztrip ü-bers verlängerte Wochenende, die gemeinsame Urlaubsreise, oder auch das stimmungsvolle Candlelightdinner zuhause, und.... und ...und.
Der Fantasie sind da sicher keine Grenzen gesetzt und jedes Paar wird selbst am besten wissen, wie es bei sich „Premierenstimmung“ erzeu-gen kann.

Es kommt nur darauf an, sich selbst nicht gehen zu lassen und die Be-ziehung nicht als etwas anzusehen, das von allein läuft. Von allein, da läuft doch immer nur das gleiche Stück, der gleiche Spielplan. Das Tüpfelchen auf dem „i“, das was die Ehe lebendig erhält, das sind doch die besonderen Momente, Momente mit Premierenstimmung, Momente, in denen man spürt, wie sehr man sich mag und zusammen-gehört.

In diesem Sinne wünsche ich Ihrer Ehe viele Premieren und ich bitte nun Sie, das Brautpaar / und Sie, die Trauzeugen, sich von den Plätzen zu erheben. Sie sollen nun Ihren Ehebund schließen.


Ich frage nun zuerst Sie, Herr
ist es Ihr eigener und fester Entschluss, mit der hier anwesenden
Frau
die Ehe einzugehen, dann antworten Sie bitte mit „ja“.

Wollen auch Sie, Frau ,
aus eigenem festen Willen heraus mit dem hier anwesenden Herrn die Ehe schließen, dann antworten auch Sie mir bitte mit „ja“.

Sie beide haben soeben vor mir als zuständigem Standesbeamten / und vor Ihren Trauzeugen erklärt, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Kraft Gesetzes sind Sie nunmehr rechtmäßig verbundene Eheleute.

Tauschen Sie nun die Ringe zum äußeren Zeichen Ihres Bundes.

Liebes Brautpaar, an dieser Stelle warten die Fotografen / und Kamera-leute eigentlich immer auf einen Hochzeitskuss.

Ich darf Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch aussprechen und zwar mit den Worten Goethes. Der hat mal gesagt:

Ihr seid nun eins, ihr beide;
und wir sind mit euch eins.
Trinkt auf der Freude Dauer
ein Glas des guten Weins.
Und bleibt zu allen Zeiten
einander zugekehrt.
Durch Streit und Zwietracht
werde nie euer Bund gestört.

Bitte nehmen Sie nun wieder Platz. ich verlese als nächstes den Hei-ratseintrag, den Sie mir anschließend unterschreiben sollen.

Ich darf Ihnen noch das Stammbuch der Familie überreichen Sie finden darin .............

Ich bin nun mit meinen Ausführungen am Ende angelangt. Ich wünsche Ihnen heute einen wunderschönen Tag. Ich wünsche Ihnen für Ihre ge-meinsame Zukunft alles Gute. Mögen alle Ihre Wünsche, Pläne, Vorstel-lungen in Erfüllung gehen und möge Ihnen stets das gewisse Quäntchen Glück im Leben zuteil sein, das man nun einmal braucht.

Herzlichen Glückwunsch an Sie beide!!
 
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